{"id":95917,"date":"2012-03-07T00:10:28","date_gmt":"2012-03-07T00:10:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=95917"},"modified":"2012-03-07T08:01:02","modified_gmt":"2012-03-07T08:01:02","slug":"kab-fordert-arbeitsrechte-fur-migrantinnen-auch-im-grauen-pflegemarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=95917","title":{"rendered":"KAB fordert Arbeitsrechte f\u00fcr Migrantinnen auch im grauen Pflegemarkt"},"content":{"rendered":"<p>Kassel\/Fulda\/Hanau. Eine z\u00fcgige und umfassende Anpassung der nationalen Arbeitsrechts- und Arbeitsschutzgesetzgebung an die Vorgaben der ILO-Konvention 189 zum Schutz von Hausangestellten fordert die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Di\u00f6zesanverband Fulda. &#8220;Pflegerinnen aus Osteuropa m\u00fcssen weiterhin\u00c2\u00a0 in Deutschland in einer rechtlichen Grauzone arbeiten&#8221;, kritisiert Heike Mattern, stellvertretende Di\u00f6zesanvorsitzende des katholischen Sozialverbandes, aus Anlass des Internationalen Weltfrauentages am 8.M\u00e4rz. Angestellt bei osteurop\u00e4ischen Unternehmen, m\u00fcssten viele Frauen bed\u00fcrftige Menschen in Deutschland unter extremen Bedingungen pflegen.<!--more--><br \/>\nFast ein Jahr nach Annahme der Konvention habe noch kein Land die Vorgaben der Internationalen Arbeitsorganisation zu den Rechten von Hausangestellten in nationales Recht eingebunden, kritisiert die KAB. &#8220;Immer noch werden weltweit Frauen, die Hausarbeit in ihrer Heimat oder im Ausland leisten, diskriminiert und sind schutzlos der Willk\u00fcr ihrer Arbeitgeber ausgeliefert&#8221;, stellt Mattern fest. &#8220;Die schlechten Arbeitsbedingungen von Hausangestellten sind nicht nur ein Thema in Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4ndern, es betrifft auch Millionen von Frauen in deutschen Haushalten. Diese arbeiten oft ohne Arbeitsvertr\u00e4ge\u00c2\u00a0 oder sind als Pflegerinnen aus Osteuropa bei ausl\u00e4ndischen Vermittlungsagenturen angestellt und sind somit auch nicht vom deutschen Arbeitsrecht gesch\u00fctzt&#8221;. Denn ausl\u00e4ndische Hauswirtschaftskr\u00e4fte oder Betreuerinnen von Demenzkranken fallen nicht unter die Mindestlohnregelung im Pflegebereich.<\/p>\n<p><strong>Signal an Regierungen weltweit<\/strong><br \/>\nDie KAB Di\u00f6zesanverband Fulda appelliert daher an Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, die Umsetzung der ILO-Konvention mit den notwendigen nationalen Anpassungen ans deutsche Arbeitsrecht verst\u00e4rkt voranzutreiben. &#8220;Es ist ein Skandal, wenn sich das Arbeitsministerium, neun Monate nach Verabschiedung der Konvention, in der kommenden Woche erstmals mit den rechtlichen Auswirkungen der Konvention auf nationales Recht befasst&#8221;, erkl\u00e4rt die stellvertretene Di\u00f6zesanvorsitzende. Sie fordert die Bundesregierung auf, die Arbeitsschutzrechte so schnell wie m\u00f6glich zu ratifizieren, um ein deutliches Signal an andere Regierungen und vor allem an die Millionen Frauen zu geben, die ein Recht auf menschenw\u00fcrdige Arbeitsbedingungen haben. &#8220;Die Umsetzung und Einhaltung von Arbeitsrechten ist die wichtigste Frauenf\u00f6rderung, denn Arbeitsrechte sind Menschenrechte&#8221;, betont Mattern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Kassel\/Fulda\/Hanau. 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