{"id":95831,"date":"2012-03-02T00:10:58","date_gmt":"2012-03-02T00:10:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=95831"},"modified":"2012-03-01T17:42:19","modified_gmt":"2012-03-01T17:42:19","slug":"eine-spurensuche-auswanderinnen-nach-ubersee-1945-1985","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=95831","title":{"rendered":"\u201eEine Spurensuche: Auswanderinnen nach \u00dcbersee 1945 \u2013 1985\u201c"},"content":{"rendered":"<p>B\u00fcdingen. Das Archiv Frauenleben im Main-Kinzig-Kreis e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte und die Erinnerungen von Frauen zu sammeln, aufzubewahren und lebendig zu halten. Diese Sammlung von Erlebnissen von Auswanderinnen, die zwischen 1945 und 1985 ins au\u00dfereurop\u00e4ische Ausland gingen, soll dazu beitragen. Erschienen ist das Buch bei der Geschichtswerkstatt B\u00fcdingen, die damit einen Beitrag zur regionalen Frauengeschichte leistet.<!--more--><br \/>\nDas Buch entstand aus einem Projekt zur Spurensuche nach Frauen, die in der Nachkriegszeit und w\u00e4hrend des Kalten Krieges ausgewandert sind. In den von Zeitzeuginnen verfassten Berichten gew\u00e4hren diese Einblicke in ihre Erfahrungen. Das Beispiel der Kleinstadt W\u00e4chtersbach, die in dem Buch stellvertretend f\u00fcr so manche Gemeinde steht, zeigt eine erstaunlich hohe Zahl von Frauen, die es wagten, wegzugehen.<\/p>\n<p>Ziell\u00e4nder der Frauen waren Argentinien, Australien, Chile, Mexiko und die USA. Alle \u00dcbersee-Auswanderinnen in dieser Sammlung kamen aus der hessischen Kleinstadt W\u00e4chtersbach und ihren Stadtteilen. Gemessen an den Einwohnerzahlen \u00fcberrascht die gro\u00dfe Zahl von Frauen, die im genannten Zeitraum weggingen. Sie verlie\u00dfen eine Lebenswelt, in der jeder jeden kannte, auch wenn Weltkriegsfl\u00fcchtlinge die Einwohnerzahl fast verdoppelt und die engen Beziehungen der Bev\u00f6lkerung etwas gelockert hatten. Die Frauen erlebten, dass die soziale Kontrolle kleinst\u00e4dtischer Verh\u00e4ltnisse noch weitgehend funktionierte. Wer den damals spektakul\u00e4ren Schritt der Auswanderung wagte, stie\u00df somit auf rege Anteilnahme, positiv wie negativ.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Projekt schrieben 16 dieser Frauen ihre Erfahrungen auf, Hinterbliebene steuerten Erinnerungen und Nachrufe bei. Die Lebensl\u00e4ufe sind vielf\u00e4ltig und bieten eine spannende Lekt\u00fcre, die voller Unternehmungsgeist, Mut und Beharrlichkeit ist. Mit zahlreichen Fotos und einem einleitenden Artikel der Projektleiterin Renate Holzapfel, Kulturanthropologin und Migrations-Expertin, bietet das Buch einen fesselnden Beitrag zur Dokumentation der Geschichte von Frauen. Erh\u00e4ltlich ist das Buch bei der Geschichtswerkstatt B\u00fcdingen unter Tel. 06042-952334 und joachim.cott@t-online.de.<\/p>\n<p>Auswanderinnen nach \u00dcbersee<br \/>\nArchiv Frauenleben<br \/>\nPaperback, 91 Seiten, 19 Fotos,<br \/>\n9,00 \u00e2\u201a\u00ac zuz. 2,00 \u00e2\u201a\u00ac Versand<br \/>\nISBN 978-3-939454-67-0<\/p>\n<p>Geschichtswerkstatt B\u00fcdingen<br \/>\nJoachim Cott<br \/>\nSchlossgasse 10, 63654 B\u00fcdingen<br \/>\nTel: 06042\/952334<br \/>\njoachim.cott@t-online.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>B\u00fcdingen. Das Archiv Frauenleben im Main-Kinzig-Kreis e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte und die Erinnerungen von Frauen zu sammeln, aufzubewahren und lebendig zu halten. Diese Sammlung von Erlebnissen von Auswanderinnen, die zwischen 1945 und 1985 ins au\u00dfereurop\u00e4ische Ausland gingen, soll dazu beitragen. 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