{"id":95761,"date":"2012-02-29T00:13:36","date_gmt":"2012-02-29T00:13:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=95761"},"modified":"2012-02-29T09:06:34","modified_gmt":"2012-02-29T09:06:34","slug":"jorg-e-feuchthofen-begeisterte-auf-der-regionalkonferenz-lernpartnerschaften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=95761","title":{"rendered":"J\u00f6rg E. Feuchthofen begeisterte auf der Regionalkonferenz Lernpartnerschaften"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/DSC_01551.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-95762\" title=\"DSC_0155\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/DSC_01551-265x176.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/DSC_01551-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/DSC_01551.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. J\u00f6rg Feuchhofen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Hessischen Unternehmerverb\u00e4nde, begeisterte die Teilnehmer der diesj\u00e4hrigen Regionalkonferenz \u201eLernpartnerschaften zwischen Unternehmen der Region und Schulen\u201c im \u00dcWAG-Informationszentrum. Gegen\u00fcber einer Pauschalkritik, die Schw\u00e4chen von Schulabg\u00e4ngern auf Lesen, Schreiben und Mathematik beschr\u00e4nkt, entwickelte Feuchthofen eine differenzierte Darstellung der Kompetenzen Jugendlicher und zeichnete ein durchweg positives Bild der Jugend von heute.<!--more--><\/p>\n<p>Dabei deckten sich die Erwartungen der Wirtschaft in gro\u00dfen Schnittmengen mit dem Denken und K\u00f6nnen der Jugendlichen und ihren Zukunftserwartungen. Unter den f\u00fcnf Wertetypen rechnet Feuchthofen die \u201eVielseitigen\u201c, \u201eTraditionellen\u201c und \u201eModernen\u201c zu ann\u00e4hernd gleichen Teilen mit 65 Prozent zu den zuk\u00fcnftigen sozialen und wirtschaftlichen Leistungstr\u00e4gern. Sie haben Vertrauen in die eigene Zukunft, sind leistungs- und berufsorientiert und die Familie nimmt in ihrer Lebensplanung einen wichtigen Stellenwert ein. Die eher \u201eFreizeitorientierten\u201c mit 15 Prozent lassen das Leben auf sich zukommen. Sorgen bereiten Feuchthofen die 20 Prozent \u201cDistanzierten\u201c, deren niedriges Bildungsniveau schon durch das Elternhaus gepr\u00e4gt ist und die \u00fcber eine nur beschr\u00e4nkte Anpassungsf\u00e4higkeit verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Wie wichtig das Elternhaus f\u00fcr ihre Wertevorstellungen ist, geben die Jugendlichen mit ca. 50 Prozent an. Dagegen treten Schule und Freunde mit je 20 Prozent und der Betrieb mit nur 10 Prozent als Sozialagenturen zur\u00fcck. \u201eJunge Leute von heute sind Realos. Sie sind ideologisch nicht festgelegt\u201c, so Feuchthofen. Gegen\u00fcber Politik seien sie distanziert und legten an sie hohe Wertma\u00dfst\u00e4be an, das gelte auch f\u00fcr unternehmenseigene Ethik und Moral. Wer dagegen versto\u00dfe m\u00fcsse mit Vertrauensentzug und Kaufzur\u00fcckhaltung rechnen. Gleichzeitig glauben ann\u00e4hernd 80 Prozent, dass ihr Berufsalltag aus mehreren Arbeitspl\u00e4tzen bestehen wird.<\/p>\n<p>Neben dem Technikinteresse der Jugendlichen als Zukunftschance bewertet Feuchthofen die Medienkompetenz. Als \u201eMitgift f\u00fcr die Berufs- und Arbeitswelt\u201c bezeichnet er die \u201ckommunikative Expertise\u201c junger Menschen . Das Handy sei das \u201eSchweizer Taschenmesser von heute\u201c. Die elektronischen Medien bildeten f\u00fcr die jungen Menschen die Infrastruktur ihres Alltags. In der Kombination von mobile phone, PC, Facebook und Internet-Recherche entwickelten sie in deren paralleler Nutzung spielerisch eine hohe Vertrautheit mit den Medien, die ihnen eine hohe Geschwindigkeit beim Navigieren durch den Informations-Dschungel erlaube.<\/p>\n<p>Wie kostbar das \u201eGut Nachwuchs\u201c ist, macht Feuchthofen am demographischen Wandel deutlich. Bei einem Schwund von 38 Prozent der Jugendlichen unter 15 Jahren bis 2050 m\u00fcsse der Personalentwicklung f\u00fcr unser Jugend besonderes Gewicht zukommen. Wir brauchen jeden und d\u00fcrfen keinen durchs Netz fallen lassen. Sei abschlie\u00dfendes Pl\u00e4doyer: \u201eWir sollten ei n Basislager f\u00fcr junge Leue schaffen, in dem sie sich nach heutigen Gegebenheiten nicht nur zurecht finden, sondern auch wohlf\u00fchlen\u201c. Lernpartnerschaften seien dazu ein wichtiger Beitrag, so Feuchthofen.<\/p>\n<p>Stefan Schunck, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IHK Fulda bedankte sich bei Dr. Michael Imhof vom Staatlichen Schulamt f\u00fcr die im Jahre 2001 gestartete Initiative zu den Lernkooperationen zwischen Unternehmen und Schulen. Der damit verbundene Aufwand zahle sich Unternehmen wie auch Schulen aus. Dies wurde auch an der vorgestellten Partnerschaft zwischen der Ulstertalschule und den Unternehmen Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n, FC N\u00fcdling, F\u00f6rstina Sprudel und der Sparkasse Fulda deutlich, stellvertretend f\u00fcr die 40 Partnerschaften zwischen Unternehmen der Region mit 18 weiterf\u00fchrenden Schulen. Zu Beginn hatte Frank Weinmann von \u201eHausherr\u201c \u00dcwag die zahlreichen Teilnehmer begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p>Zum Foto: Beispiel f\u00fcr eine erfolgreiche Partnerschaft: Burkhard Walch (Firma N\u00fcdling), Hubert Heger (Biosp\u00e4renreservat Rh\u00f6n), Peter Seufert (F\u00f6rstina), Mathias Dickhut (Ulstertalschule Hilders), Michael Imhof (Schulamt) und Richard Hartwig (Sparkasse Fulda, von links) kooperieren schon lange.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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