{"id":95717,"date":"2012-02-28T00:14:38","date_gmt":"2012-02-28T00:14:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=95717"},"modified":"2012-02-27T12:38:45","modified_gmt":"2012-02-27T12:38:45","slug":"4-zeitkonferenz-in-fulda-resolution-verabschiedet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=95717","title":{"rendered":"4. Zeitkonferenz in Fulda &#8211; Resolution verabschiedet"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/P2151555.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-95718\" title=\"P2151555\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/P2151555-265x198.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/P2151555-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/P2151555.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>\u00c2\u00a0<strong>Fulda.<\/strong> 150 Sonntagssch\u00fctzer\/innen aus der ganzen Bundesrepublik trafen sich im Fuldaer Kolpinghaus zur 4. Zeitkonferenz der bundesweiten Allianz f\u00fcr den freien Sonntag. Neben zahlreichen Beitr\u00e4gen von Unterst\u00fctzern\/innen zur Situation des Sonntagsschutzes in Deutschland sowie einem Beitrag eines Vertreters der \u00d6sterreichischen Allianz standen ein Ruhe-Mob, als Zeichen in die \u00d6ffentlichkeit hinein, und die Verabschiedung einer Resolution auf der Agenda der Tagesveranstaltung.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Einf\u00fchrungsreferat der KAB Bundesvorsitzenden Sabine Schiedermair<\/strong><\/p>\n<p>Die KAB Bundesvorsitzende Sabine Schiedermair machte in ihrem Einf\u00fchrungsreferat nicht nur auf die Bedeutung des Sonntags f\u00fcr die Gesellschaft aufmerksam, sondern konnte auch stolz dar\u00fcber berichten, dass die Allianz, die seit 2001 besteht, regional auch Erfolge verbuchen k\u00f6nne und rief vehement dazu auf, sich weiter zu engagieren. Nicht ohne Stolz verwies sie darauf, dass sich zwischenzeitlich eine Allianz auf Europ\u00e4ischer Ebene gegr\u00fcndet habe. Auch die kurze Ansprache des Bundesvorsitzenden des kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ermutigte die Anwesenden zu weiterem Engagement.<\/p>\n<p><strong>Erkl\u00e4rungen von Unterst\u00fctzern\/innen<\/strong><\/p>\n<p>Die bundesweite Allianz, getragen insbesondere von dem Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen, dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der EKD, der Katholischen Betriebsseelsorge, von ver.di (Fachbereich Handel) und der KAB Deutschlands, z\u00e4hlt zwischenzeitlich \u00fcber 80 regional arbeitende Allianzen.<\/p>\n<p>Einige neu hinzugekommene Unterst\u00fctzer nutzten die Gelegenheit, ihre Gr\u00fcnde f\u00fcr dieses Handeln darzulegen. Dazu geh\u00f6rt der Deutsche Frauenrat, der eine entsprechende Stellungnahme verlesen lies, wie auch J\u00f6rg Bruchm\u00fcller vom Bundesvorstand der Gewerkschaft der Polizei. Weitere Stellungnahmen gaben Horst Eggers, der das Deutsche Handwerk vertrat, Bernd M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV (Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung) und der Sozialethiker Gerhard Endres ab.<\/p>\n<p><strong>Handlungsperspektiven<\/strong><\/p>\n<p>Stefanie Nutzenberger, Leiter-in ver.di-Bundesfachbereich Handel (Bild) kritisierte insbesondere die Alibianl\u00e4sse unter deren Begr\u00fcndung Sonntags\u00f6ffnungen bei den Beh\u00f6rden beantragt w\u00fcrden. \u201eMenschen werden ausgespielt, Betriebsr\u00e4te werden mit der Drohung, dass Arbeitspl\u00e4tze verloren gingen erpresst\u201c skizierte sie deutlich die Misere. Der Schutz der Besch\u00e4ftigten spiele insbesondere bei den gro\u00dfen Einzelhandelsunternehmen keine Rolle. Gerade auch kleinere Einzelh\u00e4ndler h\u00e4tten unter diesem Vorgehen zu leiden. So sei im Lebensmittelhandel der Marktanteil der 5 gr\u00f6\u00dften Handelsunternehmen von 1980 von 25 % auf \u00fcber 73 % im Jahr 2010 angewachsen. \u201eEine Versorgung mit Lebensmitteln in der Fl\u00e4che, d. h. in l\u00e4ndlichen R\u00e4umen ist v\u00f6llig ausged\u00fcnnt worden\u201c kennzeichnete sie die \u201eUnterminierung\u201c von Familienbetrieben. Die Folgen dieser Machtkonzentration sp\u00fcre man unter anderem dadurch, dass prek\u00e4re Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse und Leiharbeitsverh\u00e4ltnisse sowie Scheinwerkvertr\u00e4ge zun\u00e4hmen. F\u00fcr die nahe Zukunft rief sie die Allianz dazu auf, \u201eUnruhig zu bleiben, um Ruhe zu bewahren!\u201c<\/p>\n<p>Rechtsanwalt und Verfassungsrechtler Dr. Friedrich K\u00fchn, der die Allianz seit Jahren juristisch begleitet und unterst\u00fctzt stellte die derzeitige rechtliche Situation dar. Unter gro\u00dfem Beifall der Anwesenden verwies er darauf, dass eine Klage gegen die Hessische Bedarfsgewerbeverordnung gepr\u00fcft werde. Seiner Ansicht nach verst\u00f6\u00dft diese nicht nur gegen das Arbeitszeitgesetz sondern missachte auch den verfassungsm\u00e4\u00dfig festgelegten Sonntagsschutz.<\/p>\n<p><strong>\u201eRuhe-Mob\u201c legte Verkehr lahm<\/strong><\/p>\n<p>Die meisten Teilnehmer\/innen der Veranstaltung folgten dem Aufruf zu einem f\u00fcr Fulda erstmaligen Ereignis. Mit 40 Liegest\u00fchlen ausger\u00fcstet zogen weit \u00fcber 100 Sonntagsengagierte vom Kolpinghaus zur ansonsten vielbefahrenen Dalberg-Kreuzung. Die Fuldaer Polizei hatte die Kreuzung abgesperrt, sodass die Demonstranten mit ihrer Aktion ungef\u00e4hrdet, auf f\u00fcr Menschen unverzichtbare \u201eRuhezeiten\u201c aufmerksam machen konnten. Nach einer kurzen Ansprache durch Ulrich Dalibor von ver.di legten sich 40 Teilnehmer\/innen auf den Liegen \u201ezur Ruhe\u201c. F\u00fcr 5 \u2013 Minuten herrschte auf der hektischen Verkehrsader absolute Ruhe. Passanten blieben verwundert stehen und es bot sich mehrfach die Gelegenheit, zu erkl\u00e4ren, f\u00fcr was demonstriert wird. Dabei war sehr gro\u00dfes Wohlwollen f\u00fcr das Anliegen zu versp\u00fcren. Pressevertreter, insbesondere ein Filmteam, nutzten die Aktion zu Interviews. Ein kurzer Ausschnitt war auch am Abend der Veranstaltung in der Hessenschau zu sehen.<\/p>\n<p><strong>Zauberhaftes f\u00fcr den arbeitsfreien Sonntag<\/strong><\/p>\n<p>Umrahmt wurde das gesamte Programm, insbesondere auch die Vorstellung gelungener Aktionsbeispiele, durch den Liedermacher und Zauberk\u00fcnstler Donatus Weinert, Remscheid. Mit seinem \u201eTik-Tak-Song\u201c \u2013 angelehnt an das Ticken einer Uhr &#8211; stimmte er die Besucher des Kolpinghauses auf die Problematik \u201eZeit\u201c ein. Weitere Songs wie auch seine Zauberkunstst\u00fccke bettete er gekonnt in das Thema \u201earbeitsfreier Sonntag\u201c ein.\u00c2\u00a0 (Michael Schmitt)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u00c2\u00a0Fulda. 150 Sonntagssch\u00fctzer\/innen aus der ganzen Bundesrepublik trafen sich im Fuldaer Kolpinghaus zur 4. Zeitkonferenz der bundesweiten Allianz f\u00fcr den freien Sonntag. 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