{"id":95646,"date":"2012-02-25T00:20:35","date_gmt":"2012-02-25T00:20:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=95646"},"modified":"2012-02-25T08:10:10","modified_gmt":"2012-02-25T08:10:10","slug":"familienhebammen-betreuen-eltern-auch-im-psychosozialen-bereich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=95646","title":{"rendered":"Familienhebammen betreuen Eltern auch im psychosozialen Bereich"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/090-Famhebamme.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-95647\" title=\"090-Famhebamme\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/090-Famhebamme-265x353.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"353\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/090-Famhebamme-265x353.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/090-Famhebamme-198x265.jpg 198w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/090-Famhebamme-450x600.jpg 450w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/090-Famhebamme.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>N\u00fcsttal\/Fulda. Die Geburt ist gl\u00fccklich \u00fcberstanden und zun\u00e4chst ist die Freude \u00fcberw\u00e4ltigend. Doch das Elternsein kann zuweilen schnell Ersch\u00f6pfung, \u00dcberanstrengung und manchmal schierer Hilflosigkeit weichen. Wenn dann noch das soziale Gef\u00fcge instabil ist \u2013 jugendliche M\u00fctter, Drogenkonsum oder auch psychische Belastungen \u2013 kann der Weg in eine Krise drohen. Damit M\u00fctter wie V\u00e4ter in einer solchen Situation Unterst\u00fctzung bekommen, gibt es beim Landkreis Fulda das Projekt \u201eBabi \u2013 Begleitung am Beginn\u201c, bei dem Hilfesuchende einen Antrag auf Unterst\u00fctzung durch eine Familienhebamme stellen k\u00f6nnen.<!--more--><\/p>\n<p><strong>\u00c2\u00a0<\/strong>17 sind es insgesamt, zumeist Freiberuflerinnen und allesamt mit einer soliden Ausbildung als Hebamme sowie Erfahrung im Krei\u00dfsaal und in der Begleitung von Familien. Yvonne Bauer (49) arbeitet seit 25 Jahren als Hebamme und ist \u2013 nach einer weiteren zus\u00e4tzlichen Ausbildung \u2013 nunmehr seit drei Jahren als Familienhebamme t\u00e4tig. Die N\u00fcsttalerin wurde speziell f\u00fcr psychosoziale Aufgabenstellungen geschult,\u00c2\u00a0 Kenntnisse \u00fcber medizinische und gesundheitliche Themen kamen hinzu. Zwar ist das Hauptthema ihrer Arbeit die Gesundheit und die Entwicklung des Kindes in den ersten zw\u00f6lf Monaten, doch in Krisenzeiten helfen Yvonne Bauer und ihre Kolleginnen auch in anderen Belangen. Bei den oftmals t\u00e4glichen Besuchen geht die Betreuung meist weit \u00fcber die normale F\u00fcrsorge einer Hebamme hinaus, beispielsweise beim Ausf\u00fcllen von Antr\u00e4gen auf finanzielle Unterst\u00fctzung oder bei der Weitervermittlung an ehrenamtliche Begleitung, die der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) organisiert und betreut.<\/p>\n<p>Yvonne Bauer kennt eine h\u00e4ufige Ursache f\u00fcr das vordergr\u00fcndige \u201eVersagen\u201c von Eltern, denen sie beisteht: \u201cDie meisten Eltern sind willig, wollen es gut machen, wissen aber oftmals gar nicht, wie das geht. Und wir helfen ihnen dann dabei, dieses Ziel doch zu erreichen.\u201c Sie betreut derzeit etwa f\u00fcnf Familien. 36 Familien in der Stadt Fulda und weitere 55 im Landkreis nahmen die Hilfe der Familienhebammen im zur\u00fcckliegenden Jahr in Anspruch.<\/p>\n<p>Oft kommen in solchen Familien gleich mehrere problematische Voraussetzungen zusammen: Da stimmen oft weder die k\u00f6rperliche noch die soziale Verfassung der Mutter. Kommen dann noch psychische Belastungen hinzu, sprechen die Fachleute oft von sogenannten \u201eMultiproblemfamilien\u201c. Die reine Sorge um das Kind reicht dann nicht mehr, oft ben\u00f6tigt die Mutter weitgreifende Hilfe, und die Familienhebamme agiert als eine Art \u201eLotsin\u201c durch die momentan schwierige Lebenslage, k\u00fcmmert sich um unterschiedliche Belange. Laut des Landesverbandes der Hessischen Hebammen e.V. gelten etwa ein Prozent der betreuten Kinder als massiv gef\u00e4hrdet, ben\u00f6tigen Hilfe, Kontrolle und Eingriff in das elterliche Verhalten. Weitere zehn Prozent sind Kinder benachteiligter oder unterst\u00fctzungsbed\u00fcrftiger Eltern. Hier reichen F\u00f6rderung, Hilfe und Anleitung in der famili\u00e4ren Situation.<\/p>\n<p>Kirstin Bennewitz ist Ansprechpartnerin und fachliche Begleitung in der Fachstelle Fr\u00fche Hilfen beim Landkreis Fulda. Sie kennt das gemeinsame Projekt von Stadt und Landkreis Fulda, das beim Gesundheitsamt angesiedelt ist, sehr gut. \u201eEntstanden ist das Projekt \u00e2\u20ac\u2122Babi\u00e2\u20ac\u2122 durch den erh\u00f6hten Betreuungsbedarf bei jugendlichen M\u00fcttern auf Initiative des Netzwerks \u00e2\u20ac\u2122EvA-Erziehung von Anfang\u00e2\u20ac\u2122 an\u201c, sagt Benewitz, die unter anderem die Familienhebammen koordiniert und in engem Kontakt zu ihnen steht. Sie empfiehlt allen Familien, so fr\u00fch wie m\u00f6glich Unterst\u00fctzung anzufordern, falls notwendig auch schon vor der Geburt des Kindes. \u201eUnser Ziel ist die pr\u00e4ventive St\u00e4rkung der Eltern. Wir wollen die betreuten Familien damit auf einen guten Weg bringen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Info<\/strong><\/p>\n<p>Weitere Infos und die Bedarfsmeldung gibt es im Internet unter <a href=\"http:\/\/www.eva.de\/\">www.eva-fulda.de<\/a> in der Rubrik Inhalte und Projekte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>N\u00fcsttal\/Fulda. Die Geburt ist gl\u00fccklich \u00fcberstanden und zun\u00e4chst ist die Freude \u00fcberw\u00e4ltigend. Doch das Elternsein kann zuweilen schnell Ersch\u00f6pfung, \u00dcberanstrengung und manchmal schierer Hilflosigkeit weichen. Wenn dann noch das soziale Gef\u00fcge instabil ist \u2013 jugendliche M\u00fctter, Drogenkonsum oder auch psychische Belastungen \u2013 kann der Weg in eine Krise drohen. 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