{"id":95475,"date":"2012-02-18T00:32:35","date_gmt":"2012-02-18T00:32:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=95475"},"modified":"2012-02-19T08:34:51","modified_gmt":"2012-02-19T08:34:51","slug":"grune-kritisieren-bebauung-bahnhofstraseecke-lindenstrase","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=95475","title":{"rendered":"GR\u00dcNE kritisieren Bebauung Bahnhofstra\u00dfe\/Ecke Lindenstra\u00dfe"},"content":{"rendered":"<p>Fulda. Die Fuldaer GR\u00dcNEN kritisieren, dass der Fuldaer Magistrat weiteren Forderungen der Hauswurzer Investorenfamilie entgegenkommt. Die in den genehmigten Pl\u00e4nen vorgesehene abgeflachte Ecke des Geb\u00e4udes darf nun doch ausgebaut werden.<!--more--><br \/>\nZum Hintergrund:<br \/>\nDer Bebauungsplan f\u00fcr das Eckgrundst\u00fcck Bahnhofstra\u00dfe 11-11a\/Ecke Lindenstra\u00dfe wurde 2011 nach den W\u00fcnschen der neuen Eigent\u00fcmerin ge\u00e4ndert. Baurecht besteht jetzt nicht nur auf dem Grundriss der bisher dort beheimateten Commerzbank \u2013 das Geb\u00e4ude wurde mittlerweile abgerissen -, sondern auch f\u00fcr angrenzende Abschnitte. Zum einen hat das Stadtparlament mehrheitlich beschlossen, einen Teil der dahinterliegenden Erschlie\u00dfungsgasse an die Investorin zu verkaufen und ihr auch ein Baurecht hierf\u00fcr gew\u00e4hrt, zum anderen wurde die Baugrenze an der Seite zur Lindenstra\u00dfe um drei Meter in den Stra\u00dfenraum hinein erweitert. Insbesondere diese Erweiterung in Richtung Lindenstra\u00dfe wird von den GR\u00dcNEN kritisiert.<\/p>\n<p>Damit die gewohnte Lauflinie durch den Bauk\u00f6rper etwas weniger gest\u00f6rt w\u00fcrde, war geplant, die vordere Ecke in den unteren beiden Geschossen abzuflachen (\u00e2\u20ac\u0161negative Ecke\u00e2\u20ac\u02dc, das hei\u00dft einen Einzug des Geb\u00e4udes nach innen von 3,80 mal 3,80 Meter.) Durch eine vorgebaute S\u00e4ule ergab sich ein begehbarer Arkadenbereich, ohne den optischen Eindruck eines Quaders zu st\u00f6ren.<\/p>\n<p>Der vorgesehene Mieter H &amp; M fordert mittlerweile jedoch, dass diese Ecke ausgebaut wird \u2013 anderenfalls erwarte die Firma von der k\u00fcnftigen Vermieterin einen Mietnachlass. Das Motiv f\u00fcr das Erteilen dieser Genehmigung ist, soe die GR\u00dcNEN, offensichtlich darin zu sehen, die Investorin sch\u00fctzen zu wollen, denn die Gefahr, dass H&amp;M den Vertrag platzen lasse, bestehe nicht. Doch \u00f6ffentlich begr\u00fcnde Oberb\u00fcrgermeister M\u00f6ller die Genehmigung als n\u00f6tiges Unterfangen, die Schweden bei der Stange zu halten.<\/p>\n<p>\u201eIch frage mich, warum wir Stadtverordneten eigentlich stundenlang in Sitzungen des Bauausschusses, der Stadtverordnetenversammlung und des Gestaltungsbeirates \u00fcber das Projekt diskutieren, wenn unsere Entscheidung dann doch wieder vom Magistrat ge\u00e4ndert wird \u2013 und wir davon nicht einmal offiziell in Kenntnis gesetzt werden\u201c, klagt die GR\u00dcNE Bauausschussvertreterin Ute Riebold. Als \u201edemokratisches M\u00e4ntelchen\u201c wollen die GR\u00dcNEN nicht dienen. Das ganze Verfahren sei schon weitgehend an den Vorgaben der Investorin respektive der vorgesehenen Mieterin orientiert gewesen. \u201eDass nun eine weitere Forderung erf\u00fcllt wurde \u2013 noch dazu im stillen K\u00e4mmerlein \u2013 zeigt einmal mehr, wie wenig souver\u00e4n die Fuldaer Stadtregierung handelt.\u201c<\/p>\n<p>Arkadenschlie\u00dfungsultimaten scheinen eine Spezialit\u00e4t von H&amp;M zu sein. In H\u00f6xter ist derzeit ebenfalls eine entsprechende Forderung des schwedischen Modehauses aktuell. \u201eDie H&amp;M betreffende Schlagzeiten wechseln: Mitte letzten Jahres standen noch die schlechten Arbeitsbedingungen einer Zuliefer-Firma in Kambodscha im Blickpunkt der \u00d6ffentlichkeit.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Die Fuldaer GR\u00dcNEN kritisieren, dass der Fuldaer Magistrat weiteren Forderungen der Hauswurzer Investorenfamilie entgegenkommt. 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