{"id":95354,"date":"2012-02-15T00:16:37","date_gmt":"2012-02-15T00:16:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=95354"},"modified":"2012-02-15T09:25:08","modified_gmt":"2012-02-15T09:25:08","slug":"konjunkturbericht-der-ihk-fulda-erfolgreiches-jahr-2011-skeptischer-blick-in-die-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=95354","title":{"rendered":"Konjunkturbericht der IHK Fulda &#8211; Erfolgreiches Jahr 2011, skeptischer Blick in die Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>Fulda. Die konjunkturelle Abk\u00fchlung schl\u00e4gt sich auch in der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Fulda nieder. Die derzeitige Gesch\u00e4ftslage wird von \u00fcber 61 Prozent der an der Umfrage beteiligten Unternehmen aus dem IHK-Bezirk als gut bewertet, von einer befriedigenden Situation spricht zirka ein Drittel der Betriebe. Damit liegt diese Einsch\u00e4tzung in etwa auf dem Niveau des vergangenen Jahres.<strong><br \/>\n<\/strong><!--more--><br \/>\nSkeptischer hingegen f\u00e4llt der Blick in die Zukunft aus. Zwar gehen hier immer noch 18 Prozent der befragten Betriebe von einer g\u00fcnstigeren Entwicklung als in den vergangenen Monaten aus, aber \u00fcber 20 Prozent erwarten eine Abschw\u00e4chung. In der vergleichbaren Umfrage vor einem Jahr lag die Zahl der Optimisten noch deutlich \u00fcber 40 Prozent. Als Ergebnis der Einsch\u00e4tzungen von derzeitiger wie zuk\u00fcnftiger Gesch\u00e4ftslage hat sich der Konjunkturklimaindex auf 123,3 Punkte reduziert (Herbstumfrage 2011: 131,6).<\/p>\n<p>\u201eDie Unsicherheiten hinsichtlich der Eurostabilisierung machen sich auch in unserer Region bemerkbar, von einer Rezession kann aber bei diesem Niveau nicht die Rede sein\u201c, kommentierte Stefan Schunck, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IHK Fulda, das Umfrageergebnis. In der differenzierten Betrachtung einzelner Wirtschaftszweige wird deutlich, dass eine konjunkturelle Eintr\u00fcbung fl\u00e4chendeckend gesehen wird, die Auspr\u00e4gungen aber durchaus unterschiedlich sind.<\/p>\n<p>Bei den <strong>Industriebetrieben<\/strong> sprechen \u00fcber 70 Prozent von einer guten derzeitigen Gesch\u00e4ftslage, das sind deutlich mehr als in den vergangenen Umfragen. Hier machen sich das gute Investitionsumfeld und die Konjunktur des vergangenen Jahres bemerkbar. Zur\u00fcckhaltender hingegen sind die Erwartungen der Industriebetriebe: Etwas mehr als 22 Prozent der Firmen gehen von einer ung\u00fcnstigeren Entwicklung und \u00fcber 60 Prozent von einer gleichbleibenden Gesch\u00e4ftslage aus.<\/p>\n<p>Etwas vorsichtiger in der Beurteilung sind die Unternehmen aus dem <strong>Handel<\/strong>. Hier registrieren etwas mehr als 42 Prozent eine gute aktuelle Gesch\u00e4ftslage, w\u00e4hrend im September noch 60 Prozent dieser Betriebe von einer guten Situation gesprochen haben. Als schlecht bezeichnen rund 11 Prozent ihre derzeitige Wirtschaftslage. Eingetr\u00fcbt sind auch die Perspektiven. Hier gehen knapp 20 Prozent der Handelsfirmen von einer weiter ung\u00fcnstigen Situation aus, eine Stabilisierung erwarten rund 60 Prozent, und ebenfalls knapp 20 Prozent sehen eine Verbesserung ihrer Position. Innerhalb dieses Sektors ist besonders der Einzelhandel skeptisch, dessen Erwartungen sich mit Blick auf das Weihnachtsgesch\u00e4ft wohl nicht in vollem Umfang erf\u00fcllt haben.<\/p>\n<p>Bei den <strong>Dienstleistungsunternehmen <\/strong>herrscht derzeit Zufriedenheit: 70 Prozent sehen eine gute Gesch\u00e4ftslage, 30 Prozent haben ein befriedigendes Niveau erreicht. Rund 18 Prozent der Dienstleister bef\u00fcrchten eine eher ung\u00fcnstigere Entwicklung f\u00fcr die kommenden Monate.<\/p>\n<p>Befragt nach den <strong>Risiken<\/strong> f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Entwicklung bef\u00fcrchten \u00fcber 60 Prozent aller befragten Unternehmen steigende Energie- und Rohstoffpreise. Von einer nachlassenden Inlandsnachfrage gehen 50\u00c2\u00a0Prozent der Betriebe aus, und den drohenden Fachkr\u00e4ftemangel sehen 40\u00c2\u00a0Prozent der Unternehmen als Wachstumshemmnis an. Auf den drohenden Anstieg der Rohstoff- und Energiekosten wollen \u00fcber 60\u00c2\u00a0Prozent der Unternehmen mit Kosteneinsparungen auf der Beschaffungsseite reagieren. \u00dcber 40 Prozent der Betriebe wollen versuchen, die steigenden Energiekosten an ihre Kunden weiterzugeben, und \u00fcber ein Drittel wird mit Investitionen eine Erh\u00f6hung der Energieeffizienz anstreben.<\/p>\n<p>Die konjunkturelle Abk\u00fchlung macht sich auch in der <strong>Investitionsbereitschaft<\/strong> der Unternehmen bemerkbar. In der Herbstumfrage 2011 sind 36 Prozent der Unternehmen von zunehmenden Investitionen ausgegangen; im Januar dieses Jahres plant rund ein Viertel der befragten Unternehmen steigende Investitionen. Einen Einbruch aber wird es auch hier nicht geben, denn \u00fcber die H\u00e4lfte der Betriebe planen gleich bleibende Investitionen.<\/p>\n<p>\u00c4hnliches gilt auch f\u00fcr die <strong>Besch\u00e4ftigungssituation<\/strong>. Bei rund drei Viertel aller Betriebe wird die Besch\u00e4ftigung in etwa gleich bleiben, bei \u00fcber 16 Prozent sogar noch ansteigen. Lediglich 8 Prozent der Firmen planen einen R\u00fcckgang der Mitarbeiterzahlen.<\/p>\n<p>\u201eDas Jahr 2011 war auch f\u00fcr die Unternehmen unserer Region ausgesprochen erfolgreich. Die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Wochen und Monaten wird sicherlich schwieriger werden. Von einem Einbruch ist jedoch nicht die Rede, zumal die Abk\u00fchlung aus heutiger Sicht kaum Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben d\u00fcrfte\u201c, fasste Stefan Schunck die Ergebnisse f\u00fcr den IHK-Bezirk Fulda zusammen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Die konjunkturelle Abk\u00fchlung schl\u00e4gt sich auch in der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Fulda nieder. 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