{"id":95352,"date":"2012-02-15T00:11:08","date_gmt":"2012-02-15T00:11:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=95352"},"modified":"2012-02-15T09:19:19","modified_gmt":"2012-02-15T09:19:19","slug":"fuldas-ob-und-prasident-des-hessischen-stadtetages-moller-kritisiert-bundesarbeitsministerin-von-der-leyen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=95352","title":{"rendered":"Fuldas OB und Pr\u00e4sident des Hessischen St\u00e4dtetages M\u00f6ller kritisiert Bundesarbeitsministerin von der Leyen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda (mb).<\/strong> Scharfe Kritik an \u00c4u\u00dferungen von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen \u00fcbt Fuldas OB und Pr\u00e4sident des Hessischen St\u00e4dtetages Gerhard M\u00f6ller (CDU). Die Ministerin \u00c2\u00a0hatte sich in der anstehenden Tarifrunde f\u00fcr \u201ekr\u00e4ftige Lohnerh\u00f6hungen\u201c f\u00fcr Arbeitnehmer ausgesprochen. Von der Leyen solle sich aus der aktuellen Tarifdiskussion heraushalten, fordert M\u00f6ller und appelliert an die beiden Berliner Regierungsfraktionen, die \u201eBundesarbeitsministerin wieder auf die gebotene Zur\u00fcckhaltung und Neutralit\u00e4t zu verpflichten.\u201c<!--more--><\/p>\n<p><strong>Nicht blenden lassen<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>\u201eBlo\u00dfer Aktionismus dieser Art\u201c sei in jeder Hinsicht der Diskussion zwischen den beteiligten Tarifparteien abtr\u00e4glich, erkl\u00e4rte der St\u00e4dtetagspr\u00e4sident. Die von den Gewerkschaften geforderte Lohnerh\u00f6hung von 6,5 Prozent unter anderem f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten des \u00d6ffentlichen Dienstes h\u00e4lt M\u00f6ller f\u00fcr \u201eunrealistisch\u201c angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung. Zwar sei die Bundesrepublik vom konjunkturellen Abschwung oder einer Rezession weitgehend verschont geblieben. \u201eWir d\u00fcrfen uns davon jedoch nicht blenden lassen.\u201c Auch das bundesdeutsche Wirtschaftswachstum sei entgegen der urspr\u00fcnglichen Prognose im laufenden Jahr wieder deutlich gegen\u00fcber 2011 geschrumpft. Viele hessische Kommunen seien hochgradig verschuldet. Deshalb habe das Land einen Entschuldungsfonds mit einem Volumen von fast drei Milliarden Euro als \u201eKommunalen Rettungsschirm\u201c aufgelegt.<\/p>\n<p>In dieser Situation Forderungen wie die von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen zu stellen, bezeichnet M\u00f6ller als \u201egeradezu kontraproduktiv.\u201c In diesem Zusammenhang erinnerte Fuldas Verwaltungschef an die beiden von der Stadt aufgelegten Haushaltskonsolidierungs-programme. \u201eWir haben beide Male alles auf den Pr\u00fcfstand gestellt, geschoben, gestreckt und letztlich eingespart, um auch in Zukunft noch eine solide st\u00e4dtische Haushaltsf\u00fchrung \u00fcberhaupt m\u00f6glich zu machen. Uns treffen deshalb die \u00c4u\u00dferungen von Ministerin von der Leyen zur absolut falschen Zeit.\u201c Der Anteil der Personalkosten am st\u00e4dtischen Haushalt beziffert M\u00f6ller auf 40 Millionen Euro bei rund einem Gesamtetat von 147 Millionen Euro. Jede \u00fcberproportional hohe Lohnforderung schw\u00e4che deutlich das Bem\u00fchen der Stadt, der Haushaltskonsolidierung zum durchschlagenden Erfolg zu verhelfen wie \u00fcberhaupt solche Forderungen eine Belastung f\u00fcr jede Kommune darstelle. Erst recht f\u00fcr jene St\u00e4dte, deren Haushalt sich in finanzieller Schieflage befinde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda (mb). Scharfe Kritik an \u00c4u\u00dferungen von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen \u00fcbt Fuldas OB und Pr\u00e4sident des Hessischen St\u00e4dtetages Gerhard M\u00f6ller (CDU). Die Ministerin \u00c2\u00a0hatte sich in der anstehenden Tarifrunde f\u00fcr \u201ekr\u00e4ftige Lohnerh\u00f6hungen\u201c f\u00fcr Arbeitnehmer ausgesprochen. 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