{"id":95298,"date":"2012-02-14T00:09:04","date_gmt":"2012-02-14T00:09:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=95298"},"modified":"2012-02-13T13:55:42","modified_gmt":"2012-02-13T13:55:42","slug":"lng-und-rmv-gestalten-den-opnv-im-kreisgebiet-und-daruber-hinaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=95298","title":{"rendered":"LNG und RMV gestalten den \u00d6PNV im Kreisgebiet und dar\u00fcber hinaus"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/067-Nahverkehr.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-95299\" title=\"067-Nahverkehr\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/067-Nahverkehr.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/067-Nahverkehr.jpg 592w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/067-Nahverkehr-265x176.jpg 265w\" sizes=\"(max-width: 592px) 100vw, 592px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Landkreis Fulda. Beim \u00f6ffentlichen Personennahverkehr (\u00d6PNV) handelt es sich um eine Aufgabe der Daseinsvorsorge. Um f\u00fcr die 154 000 Kreisbewohner diese dienstleisterische Grundversorgung zu gew\u00e4hrleisten, haben der Landkreis Fulda und seine 23 Kommunen die Lokale Nahverkehrsgesellschaft Fulda mbH (LNG) als privatwirtschaftlichen Betrieb in kommunaler Hand ins Leben gerufen.<!--more--><\/p>\n<p>Sitz der Gesch\u00e4ftsstelle\u00c2\u00a0 ist die Richthalle auf der Ostseite des Bahnhofs. Mit 50,4 Prozent der Anteile ist der Landkreis Hauptgesellschafter, den Rest teilen sich die St\u00e4dte und Gemeinden. Vorsitzender des Aufsichtsrates ist der Landrat. Die Stadt Fulda geh\u00f6rt nicht zu den Teilhabern, sondern hat eine eigene lokale Nahverkehrsorgansiation.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Erschlie\u00dfung der insgesamt 1.380 Quadratkilometer Landkreisfl\u00e4che bestellt die LNG j\u00e4hrlich 2,9 Millionen Busleistungskilometer, 75 Prozent davon treuh\u00e4nderisch f\u00fcr den Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV). Insgesamt 44 Buslinien (aufgeteilt auf f\u00fcnf Linienb\u00fcndel) verkehren im Kreisgebiet. Nach der j\u00fcngsten Ausschreibung werden seit dem 11. Dezember vergangenen Jahres alle von der \u00dcWAG Bus GmbH (\u00dcBG) betrieben, davon acht Linien (das Linienb\u00fcndel West) in deren eigener wirtschaftlichen Verantwortung. F\u00fcr 16 Linien hat die LNG die Verantwortlichkeit und 20 Linien betreut die LNG f\u00fcr den RMV.<\/p>\n<p><strong>Weniger Landeszusch\u00fcsse<\/strong><\/p>\n<p>Der \u00d6PNV ist nicht allein durch die Einnahmen finanzierbar. Auf knapp eine Million Euro j\u00e4hrlich bel\u00e4uft sich der Zuschuss der Beteiligten, das entspricht einem Finanzierungsanteil von 15 Prozent. \u201eIm Landesvergleich ist dies ein sehr g\u00fcnstiger Wert des Verh\u00e4ltnisses vom Aufwand zum Ertrag\u201c, f\u00fchrt LNG-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Ulrich St\u00fcttgen aus. Bezieht man in die Betrachtungen den RMV mit ein, so sind nur noch 65 Prozent der Kosten durch die Fahrpreise gedeckt. Gut sei diese Quote im Vergleich immer noch. So liege der durchschnittliche Kostendeckungsgrad beim RMV bei 57 Prozent, wie dessen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Knut Ringat im Januar mitteilte. Andere Verkehrsverb\u00fcnde in Deutschland st\u00fcnden schlechter da.<\/p>\n<p>Wegen der Schuldenbremse hat das Land Hessen seine Zusch\u00fcsse f\u00fcr den \u00d6PNV gek\u00fcrzt. Der RMV muss dadurch dieses Jahr mit rund elf Millionen Euro weniger haushalten. Welche Folgen das f\u00fcr die 26 lokalen Nahverkehrsorganisationen als Partner des RMV haben wird, l\u00e4sst sich laut St\u00fcttgen noch nicht konkret sagen: \u201eAber treffen wird es uns mit Sicherheit mit einer sechsstelligen Summe.\u201c<\/p>\n<p>Am RMV ist der Landkreis Fulda ebenfalls beteiligt: mit 3,7 Prozent. Die LNG stellt f\u00fcr den Landkreis das Bindeglied zum RMV dar und bringt die Kreis-Interessen bei der Ausgestaltung und Finanzierung des \u00fcbergeordneten Personenverkehrs ein.<\/p>\n<p><strong>Mehr Nutzer seit 2005<\/strong><\/p>\n<p>Eine knifflige Aufgabe obliegt der LNG, wenn neue Verkehrspl\u00e4ne erstellt werden: So m\u00fcssen die Umsteigepunkte zwischen Bus- und Schienenverkehr (vor allem f\u00fcr Pendler nach Frankfurt) und die verschiedenen Unterrichtszeiten der Sch\u00fcler beachtet werden. Mit 60 Prozent macht der Sch\u00fclerverkehr den Hauptanteil an Fahrg\u00e4sten im Kreisgebiet aus.<\/p>\n<p>Das Grundversorgungsprinzip mit viermal t\u00e4glich verkehrenden Buslinien in allen Orten mit mindestens 200 Einwohnern geht neben den Bed\u00fcrfnissen der Pendler und Sch\u00fcler darauf ein, dass sowohl vor- als auch nachmittags Arztbesuche oder Eink\u00e4ufe per Bus m\u00f6glich sein sollen. Dieses Grundnetz wird in der Regel zwischen den Kernorten der Gemeinden und der Stadt Fulda beziehungsweise H\u00fcnfeld auf eine st\u00fcndliche Verbindung verdichtet. Die Kernorte Hofbieber und Dipperz haben sogar eine Verbindung alle 30 Minuten nach und von Fulda.<\/p>\n<p>\u201eWir haben eine 25-prozentige Nutzungssteigerung seit 2005\u201c, erkl\u00e4rt Ulrich St\u00fcttgen und f\u00fchrt dies darauf zur\u00fcck, dass seitdem die Linien zum einen h\u00e4ufiger und zum anderen im Takt bedient werden. Er gibt aber auch zu bedenken, dass es eine Gratwanderung sei, ein Gleichgewicht zwischen Wunsch und Aufwand zu finden.<\/p>\n<p>Wie sich der \u00d6PNV in Zukunft \u2013 gerade auch im Hinblick auf den demografischen Wandel \u2013 entwickeln wird, l\u00e4sst sich nicht absehen. Auf der einen Seite sieht St\u00fcttgen die sinkenden Sch\u00fclerzahlen, auf der anderen Seite aber auch das durchaus vorhandene Potential f\u00fcr Fahrgastzuw\u00e4chse im Bereich der Nutzung durch Jedermann. \u201eWenn Schulen geschlossen werden, steigt f\u00fcr uns der Aufwand durch weitere Wege, wodurch der Kostendeckungsgrad sinkt.\u201c Demnach m\u00fcssten sich die Kommunen auf eine h\u00f6here Kostenbeteiligung einstellen. Ein Ziel sei, trotz abnehmender Bev\u00f6lkerungszahl die aktuellen Nutzerzahlen zu halten.<\/p>\n<p>Und um die Aufgabe der Daseinsvorsorge weiterhin zu erf\u00fcllen, m\u00fcssen dann vielleicht noch mehr flexible Angebote entstehen wie das des Rufbusverkehrs zwischen Gersfeld und Poppenhausen. Dieser f\u00e4hrt seit diesem Jahr &#8211; mit den Zeiten der Rh\u00f6nbahn und der Buslinie 35 verkn\u00fcpft &#8211; die Orte Gackenhof, Rabennest, Maiersbach, Schachen, Schwarzerden und Rodholz an, aber nur, wenn \u00fcber Telefon der Bus angefordert wurde. Ansonsten begibt sich der Fahrer von Gersfeld direkt zur Wasserkuppe. Diese ist seit Dezember achtmal t\u00e4glich mit dem \u00d6PNV erreichbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Landkreis Fulda. Beim \u00f6ffentlichen Personennahverkehr (\u00d6PNV) handelt es sich um eine Aufgabe der Daseinsvorsorge. 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