{"id":95270,"date":"2012-02-13T00:11:25","date_gmt":"2012-02-13T00:11:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=95270"},"modified":"2012-02-12T20:03:07","modified_gmt":"2012-02-12T20:03:07","slug":"verschiedenartigkeit-der-geschlechter-bei-sterbebegleitung-berucksichtigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=95270","title":{"rendered":"Verschiedenartigkeit der Geschlechter bei Sterbebegleitung ber\u00fccksichtigen"},"content":{"rendered":"<p>Mainz. In der Hospizarbeit und Palliative Care in Hessen sollen auch die geschlechtsspezifischen Aspekte ber\u00fccksichtigt werden. \u201eFrauen und M\u00e4nner sind verschieden. Sie gehen unterschiedlich mit Krankheiten, Leid und Schmerz um. Was im Alltag und f\u00fcr den gesamten Lebensweg eine selbstverst\u00e4ndliche Ausgangsposition ist, darf im Sterbeprozess nicht au\u00dfer Acht gelassen werden. Hospizarbeit muss den Menschen in seiner Ganzheit im Blick haben \u2013 so auch das Frausein und das Mannsein\u201c, erkl\u00e4rte die Staatssekret\u00e4rin im Hessischen Sozialministerium, Petra M\u00fcller-Klepper, bei den 22. Arnoldshainer Hospiztagen, die unter der \u00dcberschrift \u201eFrauen sterben anders. M\u00e4nner auch.\u201c stehen. <!--more--><br \/>\n\u201eWie pr\u00e4gen die traditionellen Rollenbilder das Verhalten im Sterbeprozess? Wie kann in der Begleitung darauf eingegangen werden? Die Hospizbewegung hat sich bisher nur z\u00f6gerlich diesen Fragestellungen zugewendet\u201c, so die Staatssekret\u00e4rin. Es sei zu begr\u00fc\u00dfen, dass die dreit\u00e4gige Veranstaltung sie zum Thema mache und hierdurch Impulse f\u00fcr die praktische Arbeit gebe. \u201eEs geht um die Beachtung der Verschiedenartigkeit der Geschlechter und damit um die Achtung der Individualit\u00e4t, um eine Erweiterung des Blickfeldes und eine Weiterentwicklung der Hospizarbeit, die den sterbenden Menschen zugutekommt\u201c, betonte Petra M\u00fcller-Klepper. Der geschlechtsspezifische Ansatz solle in der Hospizarbeit grunds\u00e4tzlich immer mitgedacht werden und auch in die Fortbildungen integriert sein. Die Landesregierung werde dies bei ihren zuk\u00fcnftigen Aktivit\u00e4ten ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p><strong>Hintergrundinformationen:<\/strong><\/p>\n<p>In Hessen gibt es ein breites Netz von Versorgungsangeboten f\u00fcr schwerstkranke und sterbende Menschen: 105 ambulante Hospizdienste und 7 ambulante Kinderhospizdienste. 13 station\u00e4re Hospize sind in Hessen f\u00fcr Erwachsene eingerichtet, hierunter ein station\u00e4res Kinderhospiz. Zudem gibt es 9 station\u00e4re Palliativstationen in hessischen Krankenh\u00e4usern sowie 22 ambulante Palliativ Care Teams.<\/p>\n<p>Das Hessische Sozialministerium f\u00f6rdert die Qualifizierung der ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und -helfer im Rahmen des Qualifizierungsprogramms zum b\u00fcrgerschaftlichen Engagement. Zudem wird KASA als Koordinierungs- und Ansprechstelle f\u00fcr Dienste der Sterbebegleitung und Angeh\u00f6rigenarbeit (angegliedert an die HAGE e.V.) mit \u00fcber 80 .000 Euro j\u00e4hrlich gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Eine F\u00f6rderung der ambulanten Hospizarbeit erfolgt durch die Krankenkassen. Sie leisten einen Zuschuss zu den Personalkosten des ambulanten Hospizdienstes f\u00fcr die palliativ-pflegerische Beratung durch ausgebildete Fachkr\u00e4fte sowie f\u00fcr die Gewinnung, Schulung und Koordination der ehrenamtlich t\u00e4tigen Personen. Die F\u00f6rderung ist an bestimmte Voraussetzungen gekoppelt: z.B. mindestens einj\u00e4hriges Bestehen des Hospizdienstes, mindestens 15 qualifizierte einsatzbereite ehrenamtliche Personen. Im Jahr 2011 wurden 2.038 ehrenamtliche Hospizhelferinnen und -helfer gef\u00f6rdert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Mainz. 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