{"id":95263,"date":"2012-02-13T00:09:22","date_gmt":"2012-02-13T00:09:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=95263"},"modified":"2012-02-13T12:52:21","modified_gmt":"2012-02-13T12:52:21","slug":"gemeinsam-begegnung-gestalten-omi-help-jugendfestival-und-workcamp-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=95263","title":{"rendered":"Gemeinsam Begegnung gestalten &#8211; OMI-Help \u201eJugendfestival und Workcamp Ukraine\u00e2\u20ac\u009d"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-95264\" title=\"Ukraine-Jugend\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Ukraine-Jugend.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" height=\"395\" \/><\/p>\n<p>Tyvriv\/H\u00fcnfeld. Arbeitslosigkeit und bittere Armut mit der Flucht in Drogenkonsum, Gewalt und Jugendprostitution, K\u00e4ltetote im Winter, veraltete Techniken, \u00fcberkommene politische Mentalit\u00e4t \u2013 und auf der anderen Seite das Streben nach einem westlichen Komfort, demokratischen Gedankengut, neue Lebensperspektiven wie auch Ausrichter der kommenden Fu\u00dfball-EM. Diese Gegens\u00e4tze zeichnen ein Land, \u00fcber das wir recht wenig wissen: die Ukraine. Doch in den letzten Jahren scheint eine Aufbruchsstimmung das ganze Land zu durchziehen, die auch Tyvriv, eine kleine Siedlung im Gebiet Vinnytsia, beherrscht.<\/p>\n<p>Dort befindet sich ein Marienwallfahrtsort aus dem Jahre 1742, der seit mehreren Jahren von dem Missionsorden der Oblaten M.I. \u00fcbernommen wurde. Pater Rafal Strzyzewski OMI, ein Oblatenmissionar vor Ort und Verantwortlicher f\u00fcr die Jugendarbeit, berichtet, dass die Kirche in Sowjetzeiten zweckentfremdet als Kunststofffabrik dienen musste. \u201eEin herber Schlag f\u00fcr die nur 1% Katholiken in der Ukraine!\u201c, kommentiert der Pater und sieht bedr\u00fcckt auf die \u00dcberbleibsel dieser Zeit, eine verwahrloste Kirchen- und Klosterruine.<\/p>\n<p>Gleichzeitig ist dies der Ort, an dem die verarmte, ukrainische Dorfjugend ein Zeichen ihres Willens setzt: Sie ereifert sich mit aller Kraft daf\u00fcr, aus den Ruinen des Wallfahrtsortes wieder ein Ort des Gebets, der Begegnung, f\u00fcr Katechese und Konzerte zu erbauen. Schlie\u00dflich erfahren sie bei den Oblaten eine gr\u00f6\u00dfere Weite \u00fcber ihr eigenes, kleines Dorf hinaus. Jene f\u00f6rdern eine Vernetzung mit christlichen Jugendlichen der Ukraine sowie anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Alte Ruinen der Vergangenheit werden abgetragen, um eine neue, weltoffene Zukunft aufbauen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-95265\" title=\"Ukraine-Jugend1\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Ukraine-Jugend1-265x176.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Ukraine-Jugend1-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Ukraine-Jugend1.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/> \u00c2\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Ukraine.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-95268\" title=\"Ukraine\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Ukraine-265x176.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Ukraine-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Ukraine.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mittlerweile ist dieses Projekt der Hoffnung ins Rollen gekommen. 3000 Tonnen kontaminierter Erde wurden bereits auf dem Au\u00dfengel\u00e4nde, zum Teil per Hand, von Jugendlichen und der umliegenden Bev\u00f6lkerung beseitigt, das Dach wurde teilsaniert, einige R\u00e4ume sind bereits renoviert. Gro\u00dfe Dinge sind noch in Planung: Mehrbettzimmer f\u00fcr Jugendliche, Tagungsr\u00e4ume, eine Gemeindekirche und eine Kapelle f\u00fcr 500 Jugendliche. Die Begeisterung und Aufbruchsstimmung der ukrainischen Jugend schl\u00e4gt Wellen.<\/p>\n<p>Pater Rafal: \u201eEinmal im Jahr findet nun das gro\u00dfe, ukrainische Jugendfestival in Tyvriv statt, an dem hunderte von Jugendlichen aus der Ukraine, aus Afrika, Polen, Italien und Frankreich ihren Glauben feiern. Au\u00dferdem freuen wir uns besonders \u00fcber die tatkr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung von jugendlichen Volont\u00e4ren aus Polen, die mehrmals im Jahr freiwillig f\u00fcr einige Zeit bei uns leben und arbeiten. Es zeigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind und immer n\u00e4her an die Erf\u00fcllung unserer W\u00fcnsche und Hoffnungen kommen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Ukraine-JugendKirche-au%C3%9Fen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-95266\" title=\"Ukraine-JugendKirche-au\u00dfen\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Ukraine-JugendKirche-au%C3%9Fen-265x176.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"176\" \/><\/a>Inzwischen wurde auch die deutsche OMI-Jugendbewegung von dieser Aufbruchsperspektive angesteckt. \u201eF\u00fcr uns war schnell klar, dass wir dort helfen wollen. Konkret hei\u00dft das, dass wir im Sommer, vom 16.-27. Juli 2012, mit einer Gruppe Jugendlicher in die Ukraine fliegen, um einerseits am ukrainischen Jugendfestival teilzunehmen und andererseits uns mit Schaufel und Spachtel bewaffnet an dem Wiederaufbau beteiligen\u201c, erkl\u00e4rt der Leiter des OMI-Jugendb\u00fcros, Pater Felix Rehbock OMI. <strong>Wer zwischen 18 und 30 Jahren alt ist und sich f\u00fcr diese Fahrt interessiere, soll sich m\u00f6glichst bald, sp\u00e4testens bis zum 22.02.2012, an das Jugendb\u00fcro wenden<\/strong>. Spezielle Fachkenntnisse seien daf\u00fcr nicht von N\u00f6ten, aber die Freude an Internationalit\u00e4t, Austausch, christlicher Lebensgestaltung, am Kennenlernen neuer Lebensumfelder sowie Motivation, Offenheit und Einsatzeifer.<\/p>\n<p>\u201eDas ist aber immer noch nicht alles\u201c, f\u00e4hrt P. Felix fort. \u201eSchlie\u00dflich wird jede helfende Hand ben\u00f6tigt. Wir freuen uns \u00fcber Spenden jeglicher Art. Neben jeder noch so kleinen finanziellen Hilfe werden auch materielle Dinge wie Schlittschuhe, Winterkleidung und gro\u00dfe Gemeinschaftszelte ben\u00f6tigt.\u201c Au\u00dferdem werde derzeit das gro\u00dfe regionale Seifenkistenrennen am 6. Mai 2012 in der H\u00fcnfelder Klosterstra\u00dfe geplant, an dem Messdiener, Pfadfinder, THW-Jugendliche und OMI-Jugendliche aus dem H\u00fcnfelder Land unter anderem f\u00fcr dieses Projekt an den Start gehen. \u201eIch pers\u00f6nlich freue mich auf alle Begegnungen, sei es beim Seifenkistenrennen, mit Menschen, die sich von hier aus einbringen k\u00f6nnen und schlie\u00dflich auch auf die Erfahrungen in der Ukraine selbst. Es ist eine M\u00f6glichkeit, viele neue Perspektiven zu \u00f6ffnen\u201c, so der OMI-Jugendb\u00fcroleiter.<\/p>\n<p>N\u00e4here Infos und Anmeldungen im OMI-Jugendb\u00fcro (<a href=\"http:\/\/www.omi-jugend.de\/OMI-HELP\/\">www.omi-jugend.de\/OMI-HELP\/<\/a>, Mail: <a href=\"mailto:jugendarbeit@oblaten.de\">jugendarbeit@oblaten.de<\/a>; Tel.: 0173\/3703885 oder 06652\/94700).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Tyvriv\/H\u00fcnfeld. Arbeitslosigkeit und bittere Armut mit der Flucht in Drogenkonsum, Gewalt und Jugendprostitution, K\u00e4ltetote im Winter, veraltete Techniken, \u00fcberkommene politische Mentalit\u00e4t \u2013 und auf der anderen Seite das Streben nach einem westlichen Komfort, demokratischen Gedankengut, neue Lebensperspektiven wie auch Ausrichter der kommenden Fu\u00dfball-EM. 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