{"id":95192,"date":"2012-02-09T00:10:10","date_gmt":"2012-02-09T00:10:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=95192"},"modified":"2012-02-09T08:43:26","modified_gmt":"2012-02-09T08:43:26","slug":"mutter-und-vater-kind-kuren-fur-mehr-betroffene-familien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=95192","title":{"rendered":"Mutter- und Vater-Kind-Kuren f\u00fcr mehr betroffene Familien"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wiesbaden.<\/strong> In Hessen sollen wieder mehr betroffene Familien eine Mutter-\/Vater-Kind-Kur in Anspruch nehmen k\u00f6nnen. Petra M\u00fcller-Klepper, Staatssekret\u00e4rin im Hessischen Sozialministerium, forderte in Wiesbaden eine konsequente Anwendung der neuen Richtlinie zur Begutachtung der gestellten Antr\u00e4ge durch die hessischen Krankenkassen. &#8220;Die \u00dcberarbeitung der Richtlinie durch den Kassen-Spitzenverband war ein richtiger, aber auch \u00fcberf\u00e4lliger Schritt. Dies muss nun in der Praxis mit Leben erf\u00fcllt werden, damit der Einbruch bei den Bewilligungen gestoppt wird und es schnell zu einer sp\u00fcrbaren Trendwende kommt&#8221;, erkl\u00e4rte die Staatssekret\u00e4rin.\u00c2\u00a0<!--more--><\/p>\n<p>In Hessen sei in den letzten Jahren ein deutlicher R\u00fcckgang der Mutter-\/Vater-Kind-Kuren zu verzeichnen gewesen. Die Landesregierung habe diese Entwicklung nicht nur kritisiert, sondern sich auf Bundesebene mit einem Antrag auf der Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz sowie im Bundesgesundheits- und im Bundesfamilienministerium hartn\u00e4ckig f\u00fcr Verbesserungen eingesetzt. Es sei erfreulich und mit auf dieses hessische Engagement zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass nun endlich durch die \u00fcberarbeitete Richtlinie zum einen die Begutachtungsgrundlagen verbessert w\u00fcrden und zum anderen eine einheitliche Rechtsauslegung der Kassen sichergestellt werden solle.<\/p>\n<p>Obwohl medizinische Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen f\u00fcr M\u00fctter und V\u00e4ter im Sozialgesetzbuch V Pflichtleistungen sind, haben die hessischen Krankenkassen 2010 nach einer statistischen Auswertung des M\u00fcttergenesungswerks von bundesweit 40.000 Antr\u00e4gen (davon 3.500 hessische Antr\u00e4ge) \u00fcberdurchschnittlich viele Antr\u00e4ge auf Mutter-Kind-Kuren abgelehnt. W\u00e4hrend der bundesdeutsche Schnitt bei 34 Prozent lag, wurden in Hessen 46 Prozent der Erstantr\u00e4ge negativ beschieden. 53 Prozent der Widerspr\u00fcche waren erfolgreich &#8211; dies entspricht dem Bundesdurchschnitt. &#8220;Auch der Bundesrechnungshof hat festgestellt, dass die Entscheidungen der Krankenkassen \u00fcberwiegend nicht transparent und nachvollziehbar sind&#8221;, so die Staatssekret\u00e4rin. Es sei zu hoffen, dass diese Defizite mit der neuen Regelung behoben w\u00fcrden. Man werde die Umsetzung und deren Auswirkungen sorgf\u00e4ltig beobachten.<\/p>\n<p>&#8220;Eltern, die an den Leistungen interessiert sind, d\u00fcrfen keine unn\u00f6tigen Steine in den Weg gelegt werden&#8221;, betonte Petra M\u00fcller-Klepper. Wenn sich eine k\u00f6rperliche oder seelische \u00dcberlastung manifestiere, bestehe Anspruch auf eine Ma\u00dfnahme. 20 Prozent der M\u00fctter h\u00e4tten aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation einen entsprechenden Anspruch, aber nur 5 Prozent stellten einen Antrag &#8211; so eine Studie des Bundesfamilienministeriums. Petra M\u00fcller-Klepper: &#8220;Die Angebote des M\u00fcttergenesungswerks umfassen medizinische, physiotherapeutische Behandlungen und psychosoziale Therapien sowie p\u00e4dagogische Dienste. Sie heilen und zeigen Wege zu einer besseren Bew\u00e4ltigung des Alltags auf. Dies hilft M\u00fcttern, V\u00e4tern und Kindern, st\u00e4rkt die Familien und beugt einem Fortschreiten der Krankheit vor.&#8221;<\/p>\n<p>Gerade M\u00fctter seien vielf\u00e4ltigen Anforderungen in Familie und Beruf ausgesetzt. Der Alltag sei oft durch hohen Organisationsaufwand und 24-Stunden-Verf\u00fcgbarkeit bestimmt. &#8220;Viele Frauen sind \u00fcberlastet, manche werden dadurch krank&#8221;, so die Staatssekret\u00e4rin. Auffallend sei, dass die M\u00fctter, die Hilfe suchten, in der Regel mehrere Erkrankungen h\u00e4tten. Oft seien neben tiefen Ersch\u00f6pfungszust\u00e4nden Erkrankungen des Bewegungsapparats zu verzeichnen. Einen hohen Anteil stellten mit 70 Prozent auch psychosomatische Erkrankungen wie Depressionen und Essst\u00f6rungen. Hinzu k\u00e4men Allergien, Herzkreislaufprobleme und gyn\u00e4kologische Erkrankungen.<\/p>\n<p>Mehr Infos gibt es im Internet unter <a href=\"http:\/\/www.muettergenesungswerk.de\" target=\"_blank\">www.muettergenesungswerk.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. In Hessen sollen wieder mehr betroffene Familien eine Mutter-\/Vater-Kind-Kur in Anspruch nehmen k\u00f6nnen. 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