{"id":95118,"date":"2012-02-07T00:11:05","date_gmt":"2012-02-07T00:11:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=95118"},"modified":"2012-02-06T17:31:59","modified_gmt":"2012-02-06T17:31:59","slug":"jeder-dritte-ritt-ein-sieg-gersfelderin-anne-von-rosen-macht-in-usa-seit-zehn-jahren-als-jockey-karriere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=95118","title":{"rendered":"Jeder dritte Ritt ein Sieg &#8211; Gersfelderin Anne von Rosen macht in USA seit zehn Jahren als Jockey Karriere"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/AnnevonRosen_Presse.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-95119\" title=\"AnnevonRosen_Presse\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/AnnevonRosen_Presse-265x209.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"209\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/AnnevonRosen_Presse-265x209.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/AnnevonRosen_Presse.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Gersfeld. Das Hobby zum Beruf zu machen, ist f\u00fcr viele ein Traum. Die Gersfelderin Anne von Rosen hat es geschafft. Seit \u00fcber zehn Jahren ist sie in USA als Jockey bei Pferderennen erfolgreich. Der 25. Januar 2012 ist f\u00fcr die deutsche Pferdesportlerin ein besonderes Datum. Erstmalig in ihrer Laufbahn konnte sie bei den 100 erfolgreichsten Jockeys in den USA (bei insgesamt 798 registrierten Jockeys) den ersten Platz in der Sieg-Quote erreichen. Sie hatte bei 49 Rennen im Jahre 2012 genau 19mal gewonnen und somit eine Sieg-Quote von fast 39 Prozent erreicht, also weit mehr als ein Drittel. Der Zweiterfolgreichste kam auf 33 Prozent Siege. Nat\u00fcrlich wechselt diese Quote von Tag zu Tag, weil auch andere Jockeys gewinnen und man nicht jeden Tag in jedem dritten Rennen gewinnt. Trotzdem ist diese Quote sehr bemerkenswert, zumal bei einer Frau in einer absoluten M\u00e4nnerdom\u00e4ne.<!--more--><\/p>\n<p>Auf vielen Rennbahnen der Vereinigten Staaten (z.B. Florida, Louisiana, Texas, Nord- und S\u00fcd-Dakota, Neu Mexiko, Washington, Minnesota, Kalifornien und aktuell Arizona) war \u201eThe German Baroness\u201c, wie sie in der amerikanischen Presse gern genannt wird, bislang erfolgreich. Die Legende \u201eVom Tellerw\u00e4scher zum Million\u00e4r\u201c erf\u00fcllt sich bei Anne aber wohl kaum. Sie erh\u00e4lt 65 Dollar pro Start. Dazu kommen sechs Prozent Siegpr\u00e4mie. Bei einem Rennen mit einem Wert von 9.000 Dollar beispielsweise erh\u00e4lt der Sieger 60 Prozent, also 5.400 Dollar. Der Jockey erh\u00e4lt davon sechs Prozent, also 324 Dollar. Davon erhalten Pferdebetreuer sowie ein Agent 35 Prozent, also ca. 116 Dollar. Von dem Rest m\u00fcssen Unterhalt, Kranken- und Rentenversicherung und Steuern bezahlt werden. Es bleibt also nicht viel zum Sparen \u00fcbrig. Die meisten Rennen in Arizona, wo Anne von Rosen gegenw\u00e4rtig reitet, haben einen Wert von ca. 5.000 bis 9.000 Dollar. Rennen \u00fcber 20.000 Dollar sind nicht h\u00e4ufig.<\/p>\n<p>Doch die Aussicht auf schnelles Geld war es sicher nicht, was Anne dazu getrieben hat, Jockey zu werden. Die Liebe zu den Pferden ist ihr angeboren. Bereits mit drei Jahren sammelte sie Pferdehaare, weil sie ihrer Meinung nach \u201eso gut rochen\u201c. Aber auch ihr Gro\u00dfvater hatte bereits Pferde gez\u00fcchtet; dann fiel das Gest\u00fct den Kriegswirren zum Opfer. Nach der Schulausbildung in der Waldorfschule Loheland bei Fulda und Abitur in Forrest Row\/England absolvierte sie eine Pferdezuchtausbildung in Bad Homburg. Danach arbeitete Anne von Rosen als Bereiterin f\u00fcr Rennpferde in Epsom\/England, Chantilly\/Frankreich, Mailand, Rom, Newmarket\/England und Warendorf, bevor sie in die USA ging.<\/p>\n<p>Auch der Tagesablauf eines Jockeys zeigt wie viel Liebe man zu Beruf und Tier mitbringen muss: 5 Uhr Aufstehen, ab 6 Uhr Arbeit mit den Pferden (bes. Training), ca. 10 Pferde pro Tag. Nachmittags an f\u00fcnf Tagen\/Wo Rennen (bis zu sieben Rennen pro Nachmittag). Sieben Tage pro Woche, 30 Tage im Monat. Selten ein freier Tag. Sp\u00e4testens ab 21 Uhr wird geschlafen, weil ein Jockey nicht m\u00fcde sein darf, da der Beruf viel zu gef\u00e4hrlich ist. Und dennoch passieren Unf\u00e4lle. Bei Anne von Rosen waren es eine Kniefraktur, Wirbeltr\u00fcmmerfraktur mit Teilversteifung der Wirbels\u00e4ule, Brustbeinfraktur, Rippenfrakturen, sowie eine schwere Gehirnersch\u00fctterung mit langwierigem Verlust von Geruch und Geschmack.<\/p>\n<p>Doch weder der harte Alltag noch der unsichere Verdienst und die hohe Gefahr k\u00f6nnen die Gersfelderin davon abhalten, ihr Leben auf der Rennbahn zu verbringen. F\u00fcr Familienplanung \u00c2\u00a0ist keine Zeit. Und auch eine R\u00fcckkehr nach Europa oder gar in die Heimat nach Gersfeld ist bei diesem Beruf so gut wie ausgeschlossen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Gersfeld. 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