{"id":9507,"date":"2008-05-25T08:15:27","date_gmt":"2008-05-25T06:15:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=9507"},"modified":"2008-05-25T08:15:27","modified_gmt":"2008-05-25T06:15:27","slug":"zwei-unbekannte-fischarten-und-ihre-eigenheiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=9507","title":{"rendered":"Zwei unbekannte Fischarten und ihre Eigenheiten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Rh\u00f6n.<\/strong> Im Auftrag des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n stellte der Biologe Christoph D\u00fcmpelmann in einer Informationsveranstaltung im Forellenhof, Gersfeld-Altenfeld, zwei Kleinfische vor, die relativ unbekannt sind und gerne \u00fcbersehen werden. Der Schneider mit seinen 10 bis 12, maximal 16 cm L\u00e4nge war fr\u00fcher in der Ulster bei Geisa heimisch. In den letzten Jahren fehlen jedoch die Nachweise. Der kleine Schwarmfisch lebt von Plankton und wirbellosen Bodentieren wie W\u00fcrmern, kleinen Krebsen und Insektenlarven. Aus alten Berichten ist bekannt, dass der Schneider ein Massenfisch der \u00c4schen- und Barbenregion war.<!--more-->Untersuchungen von 1949 berichten, dass damals bei Welkers der Schneider 26 Prozent aller gefangenen Fische ausmachte. Heute ist der Kieslaicher sehr selten geworden. Er ist str\u00f6mungsliebend und bewohnt Bachl\u00e4ufe mit mindestens f\u00fcnf Metern Breite und einer m\u00f6glichst geringen Forellendichte. D\u00fcmpelmann bringt es auf den Punkt: \u201eDer Schneider ist ein idealer Happen f\u00fcr Forellen\u201c. Dort, wo massiv Forellen besetzt werden und ein hoher Fra\u00dfdruck auf den Schneider besteht, hat er nur wenige Chancen. Zwar z\u00e4hlt der Schneider heute zu den seltensten Fischarten in Hessen, gleichwohl erscheint die R\u00fcckkehr des Schneiders nicht chancenlos. In Rheinland-Pfalz haben sich durch gezielte Ma\u00dfnahmen die Best\u00e4nde in den letzten Jahren deutlich erholt.<\/p>\n<p>Als zweiter heimischer Fisch wurde der Steinbei\u00dfer vorgestellt. Das nachtaktive Fischchen wird meist nur 8 bis 10 Zentimeter lang und hat eine gewisse \u00c4hnlichkeit mit der deutlich h\u00e4ufigeren Schmerle. Der Fisch ist gepunktet bzw. gefleckt, was eine gute Tarnung zur Folge hat. Der Fisch verbringt den Tag im Bodensubstrat. Da er so unscheinbar ist, gibt es \u00fcber ihn kaum historische Daten. Als ein Fisch, der nie wirtschaftlich relevant war, ist er auch wissenschaftlich kaum untersucht. Seinen Namen hat er durch die Eigenart, feines Substrat und Sand aufzunehmen und nach M\u00fccken und anderen \u201eBentosorganismen\u201c durchzukauen.<\/p>\n<p>Im Aquarium ist zu beobachten, dass das Fischchen dabei regelrecht Furchen durch den Sand zieht. Das Tier, das aufgrund seiner l\u00e4nglichen K\u00f6rperform im englischen den passenden Namen \u201eSandnadel\u201c tr\u00e4gt, profitiert heute vom Aalr\u00fcckgang und der Aufw\u00e4rmung der B\u00e4che durch den Klimawandel. Die Art, die lange als ausgestorben galt, ist europaweit als FFH-Art gesch\u00fctzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rh\u00f6n. Im Auftrag des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n stellte der Biologe Christoph D\u00fcmpelmann in einer Informationsveranstaltung im Forellenhof, Gersfeld-Altenfeld, zwei Kleinfische vor, die relativ unbekannt sind und gerne \u00fcbersehen werden. Der Schneider mit seinen 10 bis 12, maximal 16 cm L\u00e4nge war fr\u00fcher in der Ulster bei Geisa heimisch. 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