{"id":9501,"date":"2008-05-23T00:32:33","date_gmt":"2008-05-22T22:32:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=9501"},"modified":"2008-05-22T23:47:47","modified_gmt":"2008-05-22T21:47:47","slug":"schafwollmatten-aus-dermbach-werden-zwei-jahre-lang-in-der-praxis-getestet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=9501","title":{"rendered":"Schafwollmatten aus Dermbach werden zwei Jahre lang in der Praxis getestet"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/080522_rhoen_005.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-9502\" title=\"080522_rhoen_005\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/080522_rhoen_005-128x85.jpg\" alt=\"\" hspace=\"5\" width=\"128\" height=\"85\" align=\"left\" \/><\/a><strong>Kaltensundheim. <\/strong>Eine Sch\u00fclergruppe des Th\u00fcringer Rh\u00f6ngymnasiums in Kaltensundheim wird in den kommenden zwei Jahren beobachten, wie sich die Vegetation auf Geomatten aus Schafwolle unter verschiedenen Bedingungen entwickelt. Die insgesamt zehn Quadratmeter Schafwollmatten wurden seitens der Th\u00fcringer Verwaltung des Biosph\u00e4renreservates Rh\u00f6n gesponsert.<!--more-->Hersteller der Geomatten, die vor allem f\u00fcr die Begr\u00fcnung von B\u00f6schungen geeignet sind, ist die Dermbacher Firma Geotex. Sie hatte mit diesem Projekt vor wenigen Wochen gemeinsam mit dem Dermbacher Technologie- und Gr\u00fcnderzentrum im bundesweiten Wettbewerb \u201eDeutschland \u2013 Land der Ideen\u201c gewonnen. Die Schafwollmatten werden zurzeit an drei Stra\u00dfenabschnitten des Landkreises Schmalkalden-Meiningen und des Wartburgkreises getestet. Die Sch\u00fcler des Rh\u00f6ngymnasiums werden damit eine kleine B\u00f6schung an der Biogasanlage der Landschaftspflege-Agrarh\u00f6fe GmbH &amp; Co. KG in Kaltensundheim begr\u00fcnen.<\/p>\n<p>\u201eMit dieser Aktion wollen wir unsere guten Kontakte zum Rh\u00f6ngymnasium weiter ausbauen\u201c, sagt der Leiter der Th\u00fcringer Verwaltung des Biosph\u00e4renreservates Rh\u00f6n, Karl-Friedrich Abe. Er \u00fcbergab jetzt pers\u00f6nlich die Schafwollmatten an die Sch\u00fclerinnen der Klasse 8a Vicky Pan aus Tann, Sophia Herchenhan aus Unterweid, Juliane Paulick aus Dermbach, Mirjam Krug aus Empfertshausen sowie an Lehrer Bernd Baumann. \u201eGleichzeitig wollen wir damit eine Idee unterst\u00fctzen, die dazu beitr\u00e4gt, die anfallende Rohschafwolle zu nutzen und somit die Sch\u00e4ferei direkt unterst\u00fctzt\u201c, meint Karl-Friedrich Abe.<\/p>\n<p>Das Produkt der Firma Geotex k\u00f6nne bei einem erfolgreichen Einsatz die bisher verwendeten Kokosmatten f\u00fcr B\u00f6schungen beispielsweise an Autobahnen abl\u00f6sen. Somit erschlie\u00dfe sich f\u00fcr die Nutzung von Schafwolle ein neuer Markt. \u201eWenn dieses Projekt erfolgreich ist, dann kommt das unter dem Strich auch unserer Landschaft zugute. Und diese wollen wir als Verwaltung des Biosph\u00e4renreservates Rh\u00f6n mit allen Mitteln erhalten, denn die Landschaft ist unser Qualit\u00e4tsprodukt\u201c, hebt Abe hervor. Die Verwendung einheimischer Schafwolle spare au\u00dferdem Treibstoff, weil die Matten direkt in der Region produziert werden und nicht \u00fcber lange Wege aus fernen L\u00e4ndern heran transportiert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>\u201eDas Projekt, das die Firma Geotex gemeinsam mit dem Dermbacher Technologie- und Gr\u00fcnderzentrum ins Leben gerufen hat, dient dazu, regionale Kreisl\u00e4ufe wieder zu erwecken, indem Betriebe vor Ort Rohstoffe aus der Region verarbeiten.\u201c<\/p>\n<p>Dass sich nun auch die Sch\u00fclerinnen des Rh\u00f6ngymnasiums mit den Schafwollmatten besch\u00e4ftigen, ist f\u00fcr Karl-Friedrich Abe ein Beweis daf\u00fcr, dass die Bildungseinrichtung einen engen regionalen Praxisbezug hat. \u201eG\u00fcnstig ist, dass die Sch\u00fclerinnen zu jeder Zeit das Versuchsgel\u00e4nde zu Fu\u00df erreichen k\u00f6nnen.\u201c Die Th\u00fcringer Verwaltung des Biosph\u00e4renreservates Rh\u00f6n habe im Rh\u00f6ngymnasium und in den Landschaftspflege-Agrarh\u00f6fen seit Jahren zuverl\u00e4ssige Partner gefunden.<\/p>\n<p>Wie Lehrer Bernd Baumann erkl\u00e4rt, wird es insgesamt drei Versuche mit den Geomatten aus Dermbach geben. Ein Teil der Matten soll mit Heusamen anges\u00e4t werden. Ein anderer Teil enth\u00e4lt bereits eingearbeiteten Samen. Auf einem Teil der Matten soll hingegen eine nat\u00fcrliche Besiedlung erfolgen. \u201eDaraus wollen wir ableiten, wie sich der Bewuchs unter den unterschiedlichen Gegebenheiten entwickelt und welche Pflanzen bevorzugt wachsen\u201c, erkl\u00e4rt er. Der Wachstumsprozess soll \u00fcber beide Jahre hinweg dokumentiert werden \u2013 auch mit einem Video, k\u00fcndigt er an.<\/p>\n<p>Am Th\u00fcringer Rh\u00f6ngymnasium gibt es seit einigen Jahren einen F\u00e4cher \u00fcbergreifenden, Projekt orientierten naturwissenschaftlichen Unterricht in den Klassen 9 und 10. In der Klassenstufe 9 muss innerhalb dieses Unterrichts eine Belegarbeit angefertigt werden. \u201eDie M\u00e4dchen, die sich jetzt mit dem Projekt Geomatten besch\u00e4ftigen, haben zwar diesen \u00fcbergreifenden Unterricht noch nicht, sie besitzen aber bereits ihr Thema f\u00fcr die Belegarbeit\u201c, sagt Baumann. Unter Umst\u00e4nden soll dieses Projekt sogar noch weitere zwei Jahre laufen und somit zur Seminarfacharbeit f\u00fchren. Dazu sei es dann nat\u00fcrlich notwendig, auch wissenschaftliche Untersuchungen anzustellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Kaltensundheim. Eine Sch\u00fclergruppe des Th\u00fcringer Rh\u00f6ngymnasiums in Kaltensundheim wird in den kommenden zwei Jahren beobachten, wie sich die Vegetation auf Geomatten aus Schafwolle unter verschiedenen Bedingungen entwickelt. 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