{"id":9432,"date":"2008-05-20T20:41:43","date_gmt":"2008-05-20T18:41:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=9432"},"modified":"2008-05-20T20:41:43","modified_gmt":"2008-05-20T18:41:43","slug":"bodenbrueterschutz-in-der-rhoen-verstaerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=9432","title":{"rendered":"\u201eBodenbr\u00fcterschutz in der Rh\u00f6n verst\u00e4rken\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Rh\u00f6n.<\/strong> Bei der diesj\u00e4hrigen Jahreshauptversammlung des Birkwildhegeringes Hessische Rh\u00f6n, Vereinigung zum Schutz der Bodenbr\u00fcter e.V. wurde ausgiebig die Frage \u201eWie geht es weiter mit den Bodenbr\u00fcter in der Rh\u00f6n?\u201c diskutiert. Das Birkhuhn, die Bekassine, der Wachtelk\u00f6nig, alles typische Vogelarten der Rh\u00f6n, sind in ihrem Bestand stark r\u00fcckl\u00e4ufig. <!--more--><\/p>\n<p>\u201eWir d\u00fcrfen das Birkhuhn in der Rh\u00f6n nicht aussterben lassen\u201c, so der Appell des 1. Vorsitzenden des Vereins, Werner Weber, der auch dem Vorsitzenden des Birkwildhegeringes Bayerische Rh\u00f6n, Christoph Helm und den Vertreter der Bayerischen Wildland GmbH, Torsten Kirchner, begr\u00fc\u00dfen konnte, Dr. Franz M\u00fcller, seit seiner Jugend im Vogelschutz in der Rh\u00f6n t\u00e4tig, erl\u00e4uterte, dass wir das Birkhuhn in der Rh\u00f6n nur halten k\u00f6nnen, wenn wir in allen drei Bundesl\u00e4ndern Hessen, Bayern und Th\u00fcringen ausreichend gro\u00dfe funktionsf\u00e4hige Lebensr\u00e4ume vorhalten.<\/p>\n<p>Nach Aussage von Torsten Kirchner von der Bayerischen Wildland GmbH sind von den 3.000 ha Lebensraum auf der bayerischen Langen Rh\u00f6n aufgrund vielf\u00e4ltiger St\u00f6rungen nur 300 ha birkhuhntauglich. Von daher sei es gar nicht verwunderlich, dass der Bestand auf ein Tief von wahrscheinlich nur 25 V\u00f6geln gesunken sei. Dringend m\u00fcsste auch der Lebensraum in Hessen und Th\u00fcringen verbessert werden, um eine gesicherte Rh\u00f6ner Population aufbauen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mut machen die Ergebnisse in der L\u00fcneburger Heide, wo ausgehend von einem Bestandstief von 20 Tieren aktuell 220 Tiere gez\u00e4hlt werden, nachdem die Teillebensr\u00e4ume durch ein gezieltes Brennen und eine strenge Besucherlenkung wieder reaktiviert wurden. Herr Helm berichtete \u00fcber eine Fachtagung in Fladungen, zu der Vogelexperten aus ganz Deutschland geladen waren.<\/p>\n<p>Ein Ergebnis dieser Tagung war die Empfehlung, schnellstm\u00f6glichst Birkh\u00fchner aus skandinavischen Wildf\u00e4ngen einzusetzen, um dadurch eine genetische Auffrischung der heimischen Restpopulation zu erreichen. \u201eWir m\u00fcssen aussetzen, so lange noch Rh\u00f6ner Birkwild da ist\u201c, so Helm, denn die ausgewilderten Tiere m\u00fcssen von den Rh\u00f6ner Tieren lernen. Die Bayerischen Vogelsch\u00fctzer erfahren dabei die volle Unterst\u00fctzung der Bayerischen Staatsregierung, die die Rh\u00f6ner Birkwildpopulation mit allen Mitteln erhalten m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Auch der Birkwildhegering Hessische Rh\u00f6n wird ideell wie finanziell dieses l\u00e4nder\u00fcbergreifende Auswilderungsprojekt unterst\u00fctzen. In diesem Jahr werden wieder Biotopsgestaltungen von den Mitgliedern durchgef\u00fchrt werden. Am 22. Juni wird eine Exkursion in den Truppen\u00fcbungsplatz Wildflecken angeboten, bei der u.a. auch Lebensr\u00e4ume f\u00fcr seltene Bodenbr\u00fcter besichtigt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rh\u00f6n. Bei der diesj\u00e4hrigen Jahreshauptversammlung des Birkwildhegeringes Hessische Rh\u00f6n, Vereinigung zum Schutz der Bodenbr\u00fcter e.V. wurde ausgiebig die Frage \u201eWie geht es weiter mit den Bodenbr\u00fcter in der Rh\u00f6n?\u201c diskutiert. 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