{"id":94081,"date":"2011-12-26T00:15:35","date_gmt":"2011-12-26T00:15:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=94081"},"modified":"2011-12-26T09:12:13","modified_gmt":"2011-12-26T09:12:13","slug":"jugendbildungswerk-des-landkreises-fulda-ladt-jungen-zur-weihnachtsbackerei-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=94081","title":{"rendered":"Jugendbildungswerk des Landkreises Fulda l\u00e4dt Jungen zur Weihnachtsb\u00e4ckerei ein"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/639-Weihnachtsb%C3%A4ckerei1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-94082\" title=\"639-Weihnachtsb\u00e4ckerei1\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/639-Weihnachtsb%C3%A4ckerei1-265x175.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"175\" \/><\/a>Fulda. Es ist eine s\u00fc\u00dfe Schweinerei, die die 16 Jungen im Alter von zehn bis zw\u00f6lf Jahren da im Georg-Stieler-Haus fabrizieren \u2013 kleine Gl\u00fccksschweine aus Marzipan. Was zwischen Weihnachten und Neujahr in zahlreichen Gesch\u00e4ften zur Dekoration ausliegt und an Silvester gerne als Geschenk mitgebracht wird, entsteht hier im Weihnachts-Backshop des Jugendbildungswerkes in liebevoller Handarbeit.<\/p>\n<p>Der Lehrmeister ist ein bekanntes Gesicht im Fuldaer Land: Konditormeister Bernd Lembach f\u00fchrt den begeisterten und leicht zu begeisternden Nachwuchs in die Kunst des Marzipanmodellierens ein. Und st\u00f6\u00dft dabei auf reges Interesse.\u00c2\u00a0 Den 12-j\u00e4hrigen Manuel hat seine Mutter f\u00fcr den zweit\u00e4gigen Kurs angemeldet. \u201eIch wollte das schon immer mal ausprobieren\u201c, erkl\u00e4rt der Fliedener, der beim Thema Pl\u00e4tzchenbacken bereits ein alter Hase ist. Zu seiner Lieblingssorte z\u00e4hlen die Vanillekipferl \u2013 und vielleicht schon bald auch Kunstwerke aus Marzipan.<\/p>\n<p>\u201eAusgangsform f\u00fcr alle Gebilde ist immer eine Kugel\u201c, erl\u00e4utert Fachmann Lembach. Und so formen seine Sch\u00fcler aus ihrer Marzipanmasse zun\u00e4chst einen Ball und greifen dann zielstrebig zum Modellierh\u00f6lzchen, mit dem beispielsweise die Augen der Gl\u00fccksschweine ausgestochen werden.<\/p>\n<p>\u201eVoll begeistert vom Kurs\u201c ist ebenfalls der 12-j\u00e4hrige Benjamin aus Flieden, der sich schon l\u00e4nger f\u00fcr Marzipan interessiert hat und zu Hause ein motivierter Helfer ist, wenn seine Mutter in der Adventszeit Pl\u00e4tzchen in den Backofen schiebt. Exakt in jenem Alter war auch Bernd Lembach, als er bereits wusste, was er sp\u00e4ter einmal beruflich machen m\u00f6chte. \u201eDas war wie eine Eingebung\u201c, erinnert sich der Meister f\u00fcr s\u00fc\u00dfe Leckereien, der es bedauert, dass mittlerweile immer mehr S\u00fc\u00dfigkeiten in der Massenproduktion und immer weniger in Handarbeit hergestellt werden.<\/p>\n<p>Als Zeichen des \u201eAusbruchs aus alten Rollenklischees\u201c sieht Lea Sporer vom Jugendbildungswerk den Kurs an. Ob Junge oder M\u00e4dchen, beide Geschlechter w\u00fcrden sich heute gleicherma\u00dfen f\u00fcr die Arbeit am Herd bzw. Backofen begeistern. Das beweist auch die gro\u00dfe Nachfrage am Workshop, f\u00fcr den sogar eine Warteliste eingerichtet werden musste.<\/p>\n<p>Kaum abwarten kann es Maximilian aus Melzdorf, um zu Hause die neuen Rezepte und Tricks auszuprobieren. \u201eMit Marzipan zu modellieren ist etwas ganz Besonderes\u201c, sagt er und legt noch einmal Hand an seinem Gl\u00fccksschwein an. Schlie\u00dflich soll auch das letzte Detail perfekt aussehen. Seine Oma backe gelegentlich eine Marzipantorte, und da k\u00e4men dann R\u00f6schen und Bl\u00e4tter als Verzierung zum Einsatz.<\/p>\n<p>Am zweiten Tag der Weihnachtsb\u00e4ckerei steht das Pl\u00e4tzchenbacken auf dem Programm. Hier geht es auch um das Entdecken bislang unbekannter Gew\u00fcrze, um das Erkunden neuer Geschmacksrichtungen und um spannende Hintergrundinformationen. So staunen die Schleckerm\u00e4uler nicht schlecht als sie erfahren, dass Zimt eine Baumrinde ist und es sich bei Vanille um eine Orchideenart handelt. F\u00fcr die perfekte Organisation und die reibungslose Durchf\u00fchrung zeichnen Bianca Schlag und Clara Semran verantwortlich. Ihnen sind die jungen Konditoren dankbar daf\u00fcr, dass sie mit verschmierten M\u00fcndern und gut gef\u00fcllten B\u00e4uchlein in Vorfreude auf das Weihnachtsfest die B\u00e4ckerei verlassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Und auch f\u00fcr die Eltern hat sich die zweit\u00e4gige Veranstaltung des Jugendbildungswerkes gelohnt: \u201eDa kann meine Mutter endlich von mir auch mal was lernen\u201c, freut sich Maximilian. Und seine Augen strahlen mit denen seines s\u00fc\u00dfen Gl\u00fccksschweins um die Wette.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Es ist eine s\u00fc\u00dfe Schweinerei, die die 16 Jungen im Alter von zehn bis zw\u00f6lf Jahren da im Georg-Stieler-Haus fabrizieren \u2013 kleine Gl\u00fccksschweine aus Marzipan. 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