{"id":94059,"date":"2011-12-25T09:40:17","date_gmt":"2011-12-25T09:40:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=94059"},"modified":"2011-12-24T12:05:45","modified_gmt":"2011-12-24T12:05:45","slug":"bischof-algermissen-predigte-an-weihnachten-im-fuldaer-dom-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=94059","title":{"rendered":"Bischof Algermissen predigte an Weihnachten im Fuldaer Dom"},"content":{"rendered":"<p>Fulda\/Hanau\/Kassel\/Marburg (bpf). \u201eF\u00fcr Christen, die Weihnachten feiern und im Kind von Bethlehem dem Angesicht Gottes begegnen, m\u00fcssen sich Einsatz gegen Gleichg\u00fcltigkeit und Mut zum Bekenntnis von selbst verstehen\u201c, unterstrich der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen am Sonntag im Fuldaer Dom. In einem feierlichen Pontifikalamt am Weihnachtstag stellte der Oberhirte klar, dass Christen in besonderer Weise verpflichtet seien, der \u201eheute herrschenden Zivilisation des Todes\u201c mit einer \u201eKultur des Lebens und der Liebe\u201c zu begegnen. Insbesondere m\u00fcssten sie sich f\u00fcr den heiligen und unantastbaren Charakter jedes Menschenlebens von der Empf\u00e4ngnis bis zu seinem nat\u00fcrlichen Tod starkmachen.<!--more--><br \/>\nWeihnachten bedeute, dass Gott selbst in Fleisch und Blut der Menschen eingehe, hatte Algermissen am Beginn seiner Predigt betont. Dort treffe er sie mit all ihrer Hoffnung und aller Angst, mit allem Kummer und aller Unzul\u00e4nglichkeit. \u201eChristus, das menschgewordene Wort, \u00fcberwindet die Distanz zwischen Gott und Mensch, zwischen oben und unten, Licht und Finsternis\u201c, zeigte sich der Bischof \u00fcberzeugt. Die Geburt Jesu sei der einschneidendste Vorgang der Weltgeschichte, nach dem sich auch die heutige Zeitrechnung richte. Wo man Gott aus der Welt herausbringe und ihn gleichsam ausb\u00fcrgere, indem man etwa die Kreuze aus Gerichtss\u00e4len und Klassenzimmern trage, gerate die Welt wieder in einen \u201evorweihnachtlichen Unheilszustand\u201c. Wo der Mensch Gott sein wolle und der Mensch sich die Welt selbst aneigne, gleite sie diesem aus den H\u00e4nden \u201ein den chaotischen Zustand der Finsternis und Wirrnis am Sch\u00f6pfungsmorgen\u201c.<\/p>\n<p>\u201eAlle gesellschaftlich relevanten Fragen sind im Grunde theologische Fragen: Friede und Gerechtigkeit sind zum Beispiel Konsequenzen unseres Gottesglaubens\u201c, fuhr Algermissen fort. \u201eChristus ist das unausl\u00f6schbare Licht Gottes, das seit Weihnachten die Welt erleuchtet.\u201c Es gebe Ideologien in der Gesellschaft, die den Menschen gleichsam eine Binde um die Augen legten, so dass sie das Licht nicht mehr sehen k\u00f6nnten. \u201eDas Licht von Bethlehem kann das Dunkel von Leid und Angst erhellen, nur es ganz allein. Es bringt eine Klarheit in unsere Welt, die alle faulen Kompromisse entlarvt und zur L\u00e4uterung f\u00fchrt, welche Wahrheit zur Befreiung werden l\u00e4sst.\u201c Wenn Gott im Neugeborenen im Stall von Bethlehem erscheine, spiegle sich dies in jedem Kind wider, vor allem in denen, die in vielen Regionen in gro\u00dfer Armut das Licht der Welt erblicken m\u00fcssten, die Opfer von Prostitution und Pornographie seien, die als Neugeborene abgelehnt w\u00fcrden oder die als Ungeborene das Licht der Welt nie erblicken d\u00fcrften. \u201eWiewohl das Recht auf Leben zu den grundlegenden Menschenrechten geh\u00f6rt, werden in keinem anderen Bereich Menschenrechte derart relativiert und verletzt wie im Bereich des menschlichen Lebens\u201c, rief der Oberhirte in Erinnerung.<\/p>\n<p>Durch das Kommen Jesu Christi erneuerte Menschen d\u00fcrften sich mit den Fakten, die diese Welt zu verantworten hat, nicht einfachhin zufriedengeben. \u201eW\u00fcrden sie das tun, verk\u00fcmmerte Weihnachten zur Belanglosigkeit einiger stimmungsvoller Stunden\u201c, mahnte Algermissen. Gott gebe den Menschen teil an seiner g\u00f6ttlichen Natur, indem er Mensch werde. Jeder Einzelne sei unwiderruflich von Gott gewollt und angenommen. Dazu gebe es keine Parallele in der Religionsgeschichte und keinen Ersatz auf dieser Erde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda\/Hanau\/Kassel\/Marburg (bpf). \u201eF\u00fcr Christen, die Weihnachten feiern und im Kind von Bethlehem dem Angesicht Gottes begegnen, m\u00fcssen sich Einsatz gegen Gleichg\u00fcltigkeit und Mut zum Bekenntnis von selbst verstehen\u201c, unterstrich der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen am Sonntag im Fuldaer Dom. 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