{"id":93651,"date":"2011-12-10T00:10:45","date_gmt":"2011-12-10T00:10:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=93651"},"modified":"2011-12-10T08:21:39","modified_gmt":"2011-12-10T08:21:39","slug":"hessischer-gesundheitsbericht-informiert-uber-gesundheitszustand-der-hessischen-bevolkerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=93651","title":{"rendered":"Hessischer Gesundheitsbericht informiert \u00fcber Gesundheitszustand der hessischen Bev\u00f6lkerung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wiesbaden.<\/strong> \u00dcber den Gesundheitszustand der in Hessen gesetzlich krankenversicherten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger informiert der Hessische Gesundheitsbericht, dessen Online-Version gestern freigeschaltet wurde. \u201eW\u00e4hrend Akut- und hier vor allem Infektionserkrankungen lange im Zentrum der medizinischen Versorgung standen und nun durch den medizinisch-pharmakologischen Fortschritt weitgehend beherrschbar sind, sind heute Herzerkrankungen, Diabetes, psychische Erkrankungen, Lungen- und Krebserkrankungen die h\u00e4ufigsten Erkrankungen von Erwachsenen in Hessen. Dadurch hat sich der Anspruch an die gesundheitliche Versorgung in dieser Lebensphase grundlegend ge\u00e4ndert\u201c, sagte der Hessische Sozialminister Stefan Gr\u00fcttner heute in Wiesbaden. So waren 2009 nach dem Hessischen Gesundheitsbericht in Hessen etwa 1,4 Millionen Frauen und 1,1 Millionen M\u00e4nner von Herz-Kreislauferkrankungen betroffen, etwa 328.000 Frauen und 285.000 M\u00e4nner an Diabetes sowie 394.000 Frauen und 193.000 M\u00e4nner psychisch erkrankt. 129.230 Frauen und 112.440 M\u00e4nner waren von Krebserkrankungen betroffen.<!--more--><\/p>\n<p>Mit dem Gesundheitsbericht Hessen stellt die Hessische Landesregierung den Gesundheitszustand der hessischen Bev\u00f6lkerung dar und leitet daraus Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung ab. \u201eErstmalig f\u00fcr ein Bundesland sind hier die sogenannten Morbi-RSA-Zahlen, also die Fallzahlen der \u00fcber den Gesundheitsfonds abgerechneten chronischen Erkrankungen zusammengestellt und systematisch dargestellt\u201c, erkl\u00e4rte Sozialminister Gr\u00fcttner. Erfasst wurden im Jahr 2009 die 5 Millionen in Hessen lebenden gesetzlich versicherten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle Altersgruppen, von Kindern und Jugendlichen bis ins Seniorenalter, wird ein \u00dcberblick \u00fcber Gesundheitsfakten sowie wichtige Gesundheitsthemen gegeben. Gleichzeitig werden die Einflussfaktoren auf die Gesundheit, wie Bewegungs-, Ern\u00e4hrungs- und Risikoverhalten, aber auch Umwelteinfl\u00fcsse, beschrieben. \u201eAls erstem Bundesland stehen Hessen damit Gesundheitsstatistiken zur Verf\u00fcgung, die nun eine alters- und geschlechtsdifferenzierte Planung der Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung zulassen\u201c, so der Sozialminister. Die Daten werden k\u00fcnftig einmal pro Jahr aktualisiert.<\/p>\n<p>In Zukunft werde unter anderem die F\u00f6rderung der Teilnahme von M\u00e4nnern an Pr\u00e4ventionsangeboten eine entscheidende Rolle spielen. Aber auch der Fokus auf psychische Erkrankungen durch sich wandelnde Arbeitsbedingungen und Familienstrukturen bei Frauen und M\u00e4nnern werde an Bedeutung gewinnen, betonte Gr\u00fcttner. \u201eDie h\u00e4ufigsten chronischen Erkrankungen wie Herz-Gef\u00e4\u00df-Stoffwechsel-Erkrankungen, psychosomatische Leiden, Diabetes sowie Wirbels\u00e4ulen- und Gelenkkrankheiten k\u00f6nnen durch ausreichende Vorsorge vermieden, verz\u00f6gert oder gelindert werden\u201c, sagte Gr\u00fcttner. Das Gesundheitswesen werde k\u00fcnftig ohne Pr\u00e4vention weder finanzierbar noch organisierbar sein. \u201eEin hohes Alter in Gesundheit zu erreichen ist zwar auch ein gesellschaftliches Ziel, aber vor allem bedarf es hier der individuellen Vorsorge.\u201c<\/p>\n<p>Im Rahmen des Gesundheitsf\u00f6rderungsplans GesundLeben \u2013 GesundBleiben werde die Hessische Landesregierung nun Pr\u00e4ventions-Initiativen entsprechend der Erkenntnisse aus dem Gesundheitsbericht priorisieren. \u201eZusammen mit der hessischen Krebsgesellschaft und der Stiftung Leben mit Krebs werden wir 2012 einen Fokus auf die Pr\u00e4vention von Krebs legen\u201c, berichtete der Sozialminister. Zu den Schwerpunktthemen Darm-, Haut- und Brustkrebs sollen \u00fcber das Jahr verteilt in Hessen Pr\u00e4ventionsprojekte durchgef\u00fchrt werden. Hier sollen auch verst\u00e4rkt M\u00e4nner angesprochen werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Pr\u00e4vention, Fr\u00fcherkennung und Versorgung von chronischen Erkrankungen.<\/p>\n<p>F\u00fcr 2012 hat Sozialminister Stefan Gr\u00fcttner die Schirmherrschaft f\u00fcr ein Diabetes-Projekt \u00fcbernommen, das die Landes\u00e4rztekammer Hessen unter dem Motto \u201eFit und gesund \u00e4lter werden\u201c durchf\u00fchrt. Mit diesem Projekt wendet sich die Landes\u00e4rztekammer in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Haus\u00e4rzten, dem Landessportbund Hessen, der Hessischen Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr Gesundheitserziehung und der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Sektion Hessen, hessenweit an Menschen \u00fcber 45 Jahre, um ihnen M\u00f6glichkeiten aufzuzeigen, das eigene Diabetes-Risiko durch geeignete Bewegung und gesunde Ern\u00e4hrung zu verringern.<\/p>\n<p>Aufgabe der Pr\u00e4ventionsarbeit der Hessischen Landesregierung sei jedoch nicht nur, neue Projekte anzusto\u00dfen, sondern auch bestehende Aktivit\u00e4ten zu vernetzen und somit einen optimalen Effekt zu erzielen, betonte der Minister. \u201eDarum sind im Gesundheitsbericht viele aktuelle Projekte dargestellt \u2013 dies soll nicht nur Transparenz \u00fcber das breite Spektrum der Aktivit\u00e4ten schaffen, sondern auch die M\u00f6glichkeit bieten, direkt mit den Verantwortlichen in Kontakt zu treten.\u201c Wie erfolgreich Pr\u00e4ventionsprojekte sein k\u00f6nnen, zeige das sich stabilisierende Gewicht der hessischen Kinder in der Schuleingangsuntersuchung. \u201eDurch die zahlreichen Pr\u00e4ventionsprojekte verschiedener Tr\u00e4ger und der Landesregierung konnte erreicht werden, dass die Zahl der \u00fcbergewichtigen Kinder in den vergangenen Jahren nicht zugenommen hat\u201c, erkl\u00e4rte der Sozialminister. Es gelte, dies erfolgreich fortzusetzen.<\/p>\n<p>Unabdingbar sei es auch, die gesundheitlichen Pr\u00e4vention und Rehabilitation in einer \u00e4lter werdenden Gesellschaft st\u00e4rker in den Blick zu nehmen. Insbesondere Bewegung und Ern\u00e4hrung h\u00e4tten ganz entscheidenden Einfluss auf beinahe alle h\u00e4ufig auftretenden Krankheiten, auch bei \u00e4lteren Menschen. \u201ePr\u00e4vention kann Pflegebed\u00fcrftigkeit verhindern, zeitlich aufschieben oder in ihren Auswirkungen begrenzen. Gleiches gilt f\u00fcr die Rehabilitation, die gerade f\u00fcr \u00e4ltere Menschen ein Weg sein kann, ihre gesundheitliche Situation zu verbessern und sich damit die Selbstst\u00e4ndigkeit in ihrer Lebensf\u00fchrung erhalten\u201c, so Sozialminister Gr\u00fcttner.<\/p>\n<p>Gesundheitsf\u00f6rderungsprojekte k\u00f6nnten die Menschen jedoch nur aufkl\u00e4ren und motivieren, ihnen Hinweise und Tipps zu einem ges\u00fcnderen Verhalten geben, betonte Gr\u00fcttner abschlie\u00dfend: \u201eLetztlich kommt es darauf an, dass eine jede und ein jeder sein Verhalten \u00fcberpr\u00fcft und gegebenenfalls \u00e4ndert, um die individuelle Gesundheit zu st\u00e4rken und damit die Lebensqualit\u00e4t zu verbessern.\u201c<\/p>\n<p>Der Gesundheitsbericht Hessen ist im Internet unter <a href=\"http:\/\/www.gesundheitsbericht.hessen.de\" target=\"_blank\">www.gesundheitsbericht.hessen.de<\/a> zu finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. \u00dcber den Gesundheitszustand der in Hessen gesetzlich krankenversicherten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger informiert der Hessische Gesundheitsbericht, dessen Online-Version gestern freigeschaltet wurde. \u201eW\u00e4hrend Akut- und hier vor allem Infektionserkrankungen lange im Zentrum der medizinischen Versorgung standen und nun durch den medizinisch-pharmakologischen Fortschritt weitgehend beherrschbar sind, sind heute Herzerkrankungen, Diabetes, psychische Erkrankungen, Lungen- und Krebserkrankungen die h\u00e4ufigsten &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-93651","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/93651","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=93651"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/93651\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=93651"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=93651"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=93651"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}