{"id":93446,"date":"2011-12-08T00:12:17","date_gmt":"2011-12-08T00:12:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=93446"},"modified":"2011-12-07T10:40:26","modified_gmt":"2011-12-07T10:40:26","slug":"arbeitsagentur-wirbt-fur-potential-von-menschen-mit-behinderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=93446","title":{"rendered":"Arbeitsagentur wirbt f\u00fcr Potential von Menschen mit Behinderung"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/111206_Arbeitsagentur.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-93447\" title=\"111206_Arbeitsagentur\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/111206_Arbeitsagentur-265x177.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"177\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/111206_Arbeitsagentur-265x177.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/111206_Arbeitsagentur.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Bad Hersfeld. <\/strong>Weniger Schulabg\u00e4nger, mehr \u00dcberg\u00e4nge in die Rente \u2013 der Arbeitsmarkt ist im Umbruch. Nach Jahren des Strukturwandels und hoher Arbeitslosigkeit droht der Wirtschaft die demografische Falle. Eine Situation in der alle Menschen am Arbeitsmarkt gebraucht werden. Auch diejenigen, die gesundheitlich gehandicapt sind. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg waren im vergangenen Monat 320 Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Anteil von gut 12 Prozent an allen Arbeitslosen im Kreis. Ein Potenzial das man bei der Suche nach Fachkr\u00e4ften nicht vernachl\u00e4ssigen darf, meint Matthias Oppel, Leiter der Bad Hersfelder Arbeitsagentur: \u201eWir brauchen dringend Fachkr\u00e4fte. Jeder kann dazu beitragen, dem drohenden Fachkr\u00e4ftemangel entgegenzuwirken. Gesundheitliche Einschr\u00e4nkungen d\u00fcrfen hierbei kein Hindernis sein.\u201c <!--more--><\/p>\n<p>Ein Gro\u00dfteil der Betriebe in unserer Region nutze zwar bereits das vorhandene Potenzial aber leider gibt es laut dem Agenturleiter f\u00fcr Menschen mit Behinderung noch Nachteile am Arbeitsmarkt. Nicht alle Betriebe geben ihnen eine Chance und das auch trotz der bestehenden Besch\u00e4ftigungspflicht. \u201eAlle Arbeitgeber mit jahresdurchschnittlich monatlich mindestens zwanzig Arbeitspl\u00e4tzen sind gesetzlich verpflichtet, wenigstens f\u00fcnf Prozent ihrer Arbeitspl\u00e4tze mit Menschen mit Schwerbehinderung oder ihnen gleichgestellten Menschen zu besetzen\u201c, erkl\u00e4rt Oppel. Im Bezirk der Agentur f\u00fcr Arbeit Bad Hersfeld waren im letzten Jahr gut 283 Betriebe gesetzlich verpflichtet, Menschen mit einer Schwerbehinderung zu besch\u00e4ftigen. 111 Betriebe erf\u00fcllten diese Pflicht nicht.<\/p>\n<p>\u201eGut qualifizierte und motivierte Arbeitsuchende mit Behinderung sind in allen Berufsgruppen, auch in Engpassberufen, zu finden. Unsere Arbeitsvermittlerinnen und Vermittler werden in dieser Woche, anl\u00e4sslich der von der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (BA) ins Leben gerufenen Woche der Menschen mit Behinderung, noch einmal verst\u00e4rkt auf die Besch\u00e4ftigungspotenziale dieses Personenkreises aufmerksam machen\u201c, k\u00fcndigt der Agenturleiter an. Die Agentur f\u00fcr Arbeit unterst\u00fctze Unternehmen bei der Besch\u00e4ftigung von Menschen mit gesundheitlichen Einschr\u00e4nkungen mit Zusch\u00fcssen zur Ausbildungsverg\u00fctung oder auch einem Zuschuss zum Arbeitsentgelt. Oftmals sei eine behindertengerechte Ausgestaltung von Ausbildungs- oder Arbeitspl\u00e4tzen erforderlich, um die dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben zu erreichen. Auch hier k\u00f6nnen Arbeitgeber Zusch\u00fcsse beantragen. Ebenso unterst\u00fctzt die Arbeitsagentur bei der technischen Ausstattung.<\/p>\n<p><strong>Ein positives Beispiel<\/strong><\/p>\n<p>Ein gutes Beispiel f\u00fcr eine gelungene Integration und die Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten der Agentur ist Daniel Grau. Der 23j\u00e4hrige ist schwerstbehindert und aufgrund seiner Erkrankung auf einen Rollstuhl sowie eine Arbeitsassistenz und einen Fahrdienst angewiesen. Unter anderem wegen der guten F\u00f6rderangebote der Arbeitsagentur hat das Bad Hersfelder Klinikum das Berufsbild des Fachangestellten f\u00fcr B\u00fcrokommunikation zus\u00e4tzlich in die Ausbildungsma\u00dfnahmen aufgenommen. Unter Einschaltung des Technischen Beraters der Agentur und mit einem Zuschuss zur Ausbildungsverg\u00fctung sowie der \u00dcbernahme der Fahrkosten und Arbeitsassistenz konnte Daniel seine Ausbildung im August 2008 beginnen.<\/p>\n<p>Er absolvierte diese in Teilzeit und hat sie am 14. Juni dieses Jahres mit Erfolg abgeschlossen. Jetzt arbeitet der Fachmann f\u00fcr B\u00fcrokommunikation im Fr\u00fchf\u00f6rderzentrum des Klinikums. Ohne das Engagement seines Arbeitgebers und die bestehenden F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten w\u00e4re dies nicht m\u00f6glich gewesen. Arbeitgeber, die wie das Klinikum behinderten Menschen eine Chance geben m\u00f6chten, k\u00f6nnen sich an den Arbeitgeberservice der Agentur f\u00fcr Arbeit wenden.<\/p>\n<p><strong>Woche der Menschen mit Behinderung<\/strong><\/p>\n<p>Die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (BA) hat als Tr\u00e4ger der aktiven Arbeitsf\u00f6rderung und der beruflichen Rehabilitation den internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, der am 3. Dezember stattfand, zum Anlass genommen, eine Aktionswoche f\u00fcr Menschen mit Behinderung durchzuf\u00fchren. Die Arbeitsvermittlerinnen und Vermittler der Agenturen f\u00fcr Arbeit machen bundesweit verst\u00e4rkt auf die Besch\u00e4ftigungspotenziale dieses Personenkreises aufmerksam.<\/p>\n<p><strong>Fakten<\/strong><\/p>\n<p>Behindert ist ein Mensch im Sinne des Gesetzes, wenn seine k\u00f6rperliche Funktion, geistige F\u00e4higkeit oder seelische Gesundheit nicht nur vor\u00fcbergehend wesentlich gemindert ist \u2013 wenn es dadurch Hilfen, z.B. f\u00fcr die Teilhabe am Arbeitsleben, ben\u00f6tigt. Schwerbehindert ist ein Mensch nach dem SGB IX, wenn vom Versorgungsamt ein Grad der Behinderung von 50 oder mehr festgestellt wird. Der Behinderungsgrad allein sagt nichts \u00fcber die berufliche Leistungsf\u00e4higkeit eines Menschen aus. Gleichgestellt mit schwerbehinderten Menschen werden Personen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 30 aber unter 50 von der zust\u00e4ndigen Agentur f\u00fcr Arbeit, wenn die Aufnahme oder der Erhalt des Arbeitsplatzes behinderungsbedingt gef\u00e4hrdet ist.<\/p>\n<p>Besch\u00e4ftigungspflicht: Arbeitgeber mit jahresdurchschnittlich monatlich mindestens 20 Arbeitspl\u00e4tzen sind gesetzlich verpflichtet, wenigstens 5 Prozent ihrer Arbeitspl\u00e4tze mit Menschen mit Schwerbehinderung oder ihnen gleichgestellten Menschen zu besetzen. In der Regel wird die Besch\u00e4ftigung eines Menschen mit einer Schwerbehinderung auf einen Pflichtplatz angerechnet. Eine Mehrfachnennung ist auf Antrag m\u00f6glich, wenn die Eingliederung auf dem Arbeitsmarkt behinderungsbedingt besonders schwierig ist oder wenn Jugendliche mit einer Schwerbehinderung ausgebildet werden.<br \/>\nAusgleichsabgabe: Erf\u00fcllen Arbeitgeber ihre Besch\u00e4ftigungspflicht nicht, m\u00fcssen sie monatlich eine Ausgleichsabgabe entrichten. Diese wird von den Integrations\u00e4mtern erhoben und verwendet, um die Besch\u00e4ftigungschancen und \u2013bedingungen von Menschen mit Schwerbehinderung zu verbessern. Sie soll einen Ausgleich unter den Arbeitgebern herbeif\u00fchren. Die schuldhafte Nichterf\u00fcllung der Besch\u00e4ftigungspflicht wird hingegen als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbu\u00dfe geahndet.<\/p>\n<p><strong>Kontakt<\/strong><br \/>\nTelefon: 01801 66 44 66*<br \/>\nE-Mail: BadHersfeld.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Bad Hersfeld. 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