{"id":93368,"date":"2011-12-03T00:17:55","date_gmt":"2011-12-03T00:17:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=93368"},"modified":"2011-12-02T12:53:19","modified_gmt":"2011-12-02T12:53:19","slug":"diese-petition-ist-wasser-auf-unsere-muhlen-schreibt-die-burgerinitiative-rettet-die-rhon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=93368","title":{"rendered":"\u201eDiese Petition ist Wasser auf unsere M\u00fchlen\u201c &#8211; schreibt die B\u00fcrgerinitiative \u201eRettet die Rh\u00f6n\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/111202_Rhoen.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-93369\" title=\"111202_Rhoen\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/111202_Rhoen-265x228.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"228\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/111202_Rhoen-265x228.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/111202_Rhoen.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Rh\u00f6n.<\/strong> Alternativen zur B87n\u201c in einer Pressemitteilung. Sie meint die Petition f\u00fcr ein sofortiges Stra\u00dfenbau-Moratorium, die Mitte Oktober von einer Leipziger B\u00fcrgerinitiative beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingereicht worden ist und von zahlreichen weiteren Initiativen und Verb\u00e4nden (auch aus unserer Region) unterst\u00fctzt wird. In der Petition fordern B\u00fcrger aus ganz Deutschland den sofortigen Stopp aller laufenden Stra\u00dfenneubauprojekte und deren kritische \u00dcberpr\u00fcfung. Nur dort, wo tats\u00e4chlich langfristig ein Mehrbedarf besteht, sollen Stra\u00dfen noch aus- oder neugebaut werden. Mit dem eingesparten Geld sollen kaputte Stra\u00dfen und Br\u00fccken saniert werden. Schwerlastverkehr soll \u00c2\u00a0von der Stra\u00dfe auf die Schiene verlagert werden.<!--more--><\/p>\n<p>Bei einer Pressekonferenz am 30. November in Leipzig stand neben Verkehrswissenschaftler Prof. Dr. Udo Becker von der TU Dresden auch Thomas Wey von der BI \u201eRettet die Rh\u00f6n! Alternativen zur B87n\u201c zusammen mit zwei Vertretern weiterer B\u00fcrgerinitiativen als Gespr\u00e4chspartner zur Verf\u00fcgung. \u201eMir ist klar geworden, dass die gelungene Vernetzung so vieler Initiativen wie ein Sargnagel auf dieses ganze fragw\u00fcrdige System der bisherigen Stra\u00dfenbaupolitik wirken muss, selbst wenn die f\u00fcr die Petition erforderlichen 50 000 Unterschriften nicht zustande kommen\u201c, res\u00fcmiert der Meininger BUND-B\u00fcroleiter nach der Konferenz optimistisch.<\/p>\n<p>Der Kritik der SPD-Landtagsabgeordneten Sabine Waschke an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, der die B87n trotz steigender Kosten als \u201ewirtschaftlich und bauw\u00fcrdig\u201c bezeichnet habe, schlie\u00dft sich die BI an. Sie bezieht sich auf einen Artikel \u00fcber die Petition in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins \u201eSpiegel\u201c, in dem Beamte des Bundesverkehrsministeriums einr\u00e4umen, es finde \u201ekeine betriebswirtschaftliche Evaluierung einzelner Neu- bzw. Ausbauabschnitte\u201c statt.\u00c2\u00a0 Laut Spiegel seien auch die angenommenen prognostizierten Verkehrszahlen viel zu hoch gegriffen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem zitiert das Nachrichtenmagazin eine Studie des Bundesfinanzministeriums mit dem Schluss, dass die \u201edurchschnittlich von Verkehrsinfrastrukturinvestitionen zu erwartenden Wachstumseffekte nicht unbedingt einem Vielfachen der Investitionskosten entsprechen.\u201c Bei der B87n lag dieser offizielle Nutzen-Kosten-Faktor im Bundesverkehrswegeplan 2003 bei 3,8 \u2013 doch war dabei von einer Investitionssumme in H\u00f6he von 165 Millionen Euro statt wie derzeit von 242 Millionen Euro ausgegangen worden. Und der Preis der irreparablen Naturzerst\u00f6rung und der Imageschaden f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat flie\u00dft gar nicht in diese Kalkulation ein, beanstandet die BI.<\/p>\n<p>Deshalb empfiehlt der Verein \u201eRettet die Rh\u00f6n! Alternativen zur B87n\u201c dringend jedermann, sich mit der Online-Petition 20526 zu befassen und bittet, diese bis zum 20. Dezember zu unterzeichnen. Auch \u00fcber die Homepage www.fulda-meiningen.de gelangt man zu dem Link\u00c2\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.strassenbaumoratorium.de\/\">www.strassenbaumoratorium.de<\/a>. Eine Mitzeichnung kann ebenfalls auf dem Postweg\u00c2\u00a0 an den Deutschen Bundestag, Sekretariat des Petitionsausschusses, Platz der Republik 1, 11011 Berlin erfolgen. Hierbei sind nur geringe formelle Anforderungen wie Name, Anschrift, Namensunterschrift und die genaue Bezeichnung der zu unterst\u00fctzenden Petition zu beachten. Vorgefertigte Unterschriftenlisten k\u00f6nnen von der Homepage der B\u00fcrgerinitiative <a href=\"http:\/\/www.fulda-meiningen.de\/\">www.fulda-meiningen.de<\/a> heruntergeladen werden.<\/p>\n<p><strong>Informationen zur B\u00fcrgerinitiative:<\/strong><\/p>\n<p>Die Landesregierungen von Hessen und Th\u00fcringen planen, eine leistungsstarke Bundesfernstra\u00dfe mitten durch das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n zu bauen. Ziel des 242 Millionen Euro teuren Stra\u00dfenbauprojektes ist es, die Autobahnen A71 und A7\/A66 beiderseits der Rh\u00f6n miteinander zu verbinden. Es sollen zuk\u00fcnftig bis zu 20.000 Fahrzeuge oder mehr \u2013 vorwiegend \u00fcberregionaler Fern- und Schwerverkehr \u2013 durch die Rh\u00f6n rollen. Deren L\u00e4rm und Luftverschmutzung reist gratis mit durch die Rh\u00f6n.<\/p>\n<p>Allein f\u00fcr den mittleren Planungsabschnitt \u201eRh\u00f6nquerung\u201c sind mehr als 1,7 Millionen m\u00c2\u00b3 Erdbewegungen notwendig. Es ist der Bau von 80 Br\u00fccken sowie zahllosen D\u00e4mmen, Bergeinschnitten und einem Tunnel von 2,15 Kilometern L\u00e4nge geplant. In dem fast unber\u00fchrten Landschaftsbild der Rh\u00f6n bedeutet dies nicht nur eine ungeheure Landschaftszerst\u00f6rung, sondern auch die Zerst\u00f6rung einmaliger artenreicher Lebensr\u00e4ume. Die Trasse raubt den Rh\u00f6nern nicht nur Lebensqualit\u00e4t, sondern auch Zukunftschancen. In der B\u00fcrgerinitiative gegen den Bau der B87n haben sich Menschen zusammengeschlossen, deren Lebensumfeld durch die Trasse gef\u00e4hrdet wird und die nicht hinnehmen wollen, dass die Rh\u00f6n durch den drohenden Transitverkehr zerst\u00f6rt wird.<\/p>\n<p>Die Zielsetzung der Initiative ist es daher, Fakten \u00fcber die Planungen zusammenzutragen, die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die Konsequenzen\u00c2\u00a0 aufzukl\u00e4ren, einen breiten Protest gegen die Planungen aufzubauen und die Politik gemeinschaftlich zum Stopp der Planungen aufzurufen. Der Widerstand soll sich formieren, bevor (anders als beim Gro\u00dfprojekt Stuttgart 21) die ersten Bauma\u00dfnahmen den Menschen die Dimension der Planungen\u00c2\u00a0 vor Augen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Als Alternative zum Bau der geplanten Trasse sieht die Initiative ein die Fl\u00e4che in der Breite erschlie\u00dfendes Gesamtkonzept f\u00fcr die Verkehre in der Rh\u00f6n, das nicht einseitig auf B\u00fcndelungseffekte setzt und eine Verbesserung des \u00f6ffentlichen Personennahverkehrs einbezieht.\u00c2\u00a0 Um eine Verkehrsberuhigung stark belasteter Ortschaften zu erzielen, w\u00e4re der Bau einzelner Ortsumgehungen im Rahmen der vorhandenen Landesstra\u00dfen ausreichend. Diese w\u00fcrden den aktuellen Verkehr aus den Gemeinden nehmen, ohne zus\u00e4tzlichen Transit- und Schwerlastverkehr in das Naturparadies Rh\u00f6n zu bringen.<\/p>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rh\u00f6n. 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