{"id":93293,"date":"2011-12-01T00:35:22","date_gmt":"2011-12-01T00:35:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=93293"},"modified":"2011-12-01T16:35:33","modified_gmt":"2011-12-01T16:35:33","slug":"welt-aids-tag-2011-hessische-landesregierung-wendet-sich-gegen-die-ausgrenzung-betroffener","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=93293","title":{"rendered":"Welt-AIDS-Tag 2011: Hessische Landesregierung wendet sich gegen die Ausgrenzung Betroffener"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wiesbaden.<\/strong> Anl\u00e4sslich des heute stattfindenden Welt-AIDS-Tages hat Hessens Sozialminister Stefan Gr\u00fcttner eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit AIDS\u00c2\u00a0 an der medizinischen Versorgung gefordert. \u201eErfreulicherweise werden HIV-infizierte Menschen mit ihrer Krankheit immer \u00e4lter. Sie m\u00fcssen dann aber auch, zum Beispiel bei Alterskrankheiten, ihren Bed\u00fcrfnissen entsprechend versorgt werden\u201c, betonte der Sozialminister. Diskriminierung jeder Art beeintr\u00e4chtige die Lebensqualit\u00e4t und die gesundheitlichen Chancen der HIV-Infizierten erheblich. \u201eDeshalb spricht sich die hessische Landesregierung ausdr\u00fccklich gegen eine Benachteiligung dieser Menschen aus, die durch nichts zu rechtfertigen ist\u201c, erkl\u00e4rte Gr\u00fcttner.<!--more--><\/p>\n<p>Als wichtige Partner im Abbau von Diskriminierungen bezeichnete Gr\u00fcttner die durch die Landesregierung mit j\u00e4hrlich rund 460.000 Euro gef\u00f6rderten neun hessischen Aidshilfen. Sie tr\u00fcgen durch ihre \u00d6ffentlichkeitsarbeit zur Aufkl\u00e4rung \u00fcber den Virus und die \u00dcberwindung von gesellschaftlichen Vorurteilen bei und unterst\u00fctzten die Betroffenen durch Beratung und Begleitung. Eine wichtige Rolle \u00fcbern\u00e4hmen sie auch im Bereich des HIV-Antik\u00f6rper-Tests. Diese w\u00fcrden anonym vorgenommen. Auch die Ergebnisse und die Beratung erfolgten anonym und unterl\u00e4gen der Schweigepflicht. Anonyme HIV-Antik\u00f6rper-Tests w\u00fcrden in allen gr\u00f6\u00dferen hessischen St\u00e4dten angeboten, Interessenten k\u00f6nnten sich zum Beispiel an die Gesundheits\u00e4mter und die AIDS-Hilfen (www.aids-hilfe-hessen.de) wenden.<\/p>\n<p>Sozialminister Gr\u00fcttner begr\u00fc\u00dfte die bundesweite Kampagne \u201ePositiv zusammen leben. Aber sicher!\u201c des Bundesgesundheitsministeriums, der Bundeszentrale f\u00fcr gesundheitliche Aufkl\u00e4rung, der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. und der Deutschen AIDS-Stiftung. \u201eAIDS ist zwar auch heute noch eine unheilbare Erkrankung, aber die Behandlungsm\u00f6glichkeiten haben die Lebenssituation der HIV-Positiven in den vergangenen Jahren wesentlich verbessert. Kern des Problems sind deshalb hierzulande nicht mehr medizinische Aspekte, sondern die sozialen Folgen der Infektion und die gesellschaftliche Ausgrenzung der Betroffenen.\u201c<\/p>\n<p>Zum Anlass des Welt-AIDS-Tages habe das Robert-Koch-Institut (RKI) seine Eckdaten zur epidemiologischen Entwicklung in Hessen aktualisiert. Das RKI rechne f\u00fcr das zu Ende gehende Jahr mit rund 200 HIV-Neudiagnosen. Damit bewegten sich die hessischen Zahlen auf dem gleichen stabil niedrigen Niveau wie in den vergangenen Jahren. Basierend auf Datenmaterial der Krankenkassen leben in Hessen aktuell zirka 7.300 Menschen mit einer HIV-Infektion, darunter zirka 2600 Frauen.<\/p>\n<p>Der erste Welt-Aids-Tag wurde 1988 von den Vereinten Nationen ausgerufen. Seitdem findet er j\u00e4hrlich am 1. Dezember statt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. 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