{"id":9305,"date":"2008-05-14T00:57:06","date_gmt":"2008-05-13T22:57:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=9305"},"modified":"2008-05-13T23:26:34","modified_gmt":"2008-05-13T21:26:34","slug":"ich-will-mein-leben-lang-arbeiten-wie-koechin-maria-goetze-trotz-ihres-asthmas-beruflich-weiterkommt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=9305","title":{"rendered":"\u201eIch will mein Leben lang arbeiten!\u201c Wie K\u00f6chin Maria G\u00f6tze trotz ihres Asthmas beruflich weiterkommt"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/080513_ba1.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-9322\" title=\"080513_ba1\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/080513_ba1-128x85.jpg\" alt=\"\" hspace=\"5\" width=\"128\" height=\"85\" align=\"left\" \/><\/a><strong>Fulda.<\/strong> Neu durchstarten? Mit ihren 22 Jahren hat Maria G\u00f6tze dies schon mehrfach geschafft. Nun begibt sich die gelernte K\u00f6chin auf neue Berufswege: Die durch Asthma k\u00f6rperlich eingeschr\u00e4nkte Frau beginnt mit einer betreuten betrieblichen Umschulung f\u00fcr Rehabilitanden. Ihr Ziel: Mit einer weiteren Ausbildung zur Fachkraft f\u00fcr Lagerlogistik will sie sich berufliche Perspektiven f\u00fcrs Leben sichern.<!--more--><\/p>\n<p>Grundschule, Schule f\u00fcr Lernhilfe, Wechsel auf die Hauptschule, eine berufsvorbereitende Bildungsma\u00dfnahme samt Praktikum im Verkauf  &#8211;  bereits als Jugendliche hatte die lernbeeintr\u00e4chtigte Frau sich beharrlich durch etliche Stationen gek\u00e4mpft. Nachdem f\u00fcr sie feststand, dass eine Stelle im Verkauf nicht ihre Sache war, kam sie \u00fcber ein Praktikum zu einem Ausbildungsplatz im Hotel \u201eZum Ritter\u201c. \u201e<\/p>\n<p>Als meine Chefs nach H\u00fcnfeld umzogen, war ich fast fertig, also bin ich in Fulda geblieben und habe erst einmal die Lehre abgeschlossen\u201c, berichtet Maria G\u00f6tze, die blieb, um bald darauf trotzdem zu gehen: Nach einer Trainingsma\u00dfnahme zur Verbesserung der Einstellungschancen kam sie in die \u201eDampfbierbrauerei\u201c nach Obersdorf, wo es mit ihrer Gesundheit jedoch rapide bergab ging: 800 Essen am Tag zubereiten,  bis zu 40-Kilo-T\u00f6pfe schleppen, 12-Stunden-Schichten, daneben st\u00e4ndiger L\u00e4rm und wenig Unterst\u00fctzung durch die Kollegen machten die Frau so krank, dass ihr Augenbrauen und Wimpern ausfielen. Eineinhalb Monate hielt sie durch, bis ihr Arbeitsvertrag in beiderseitigem Einvernehmen aufgel\u00f6st wurde.<\/p>\n<p>Dass f\u00fcr die junge Frau die Welt nicht ganz zusammenbrach, lag einerseits an ihrem starken Willen (\u201eIch m\u00f6chte ein Leben lang arbeiten, und zwar in einem Beruf, der mir Spa\u00df macht!\u201c) und auf der anderen Seite an den M\u00f6glichkeiten, die ihr Manfred Roth von der Agentur f\u00fcr Arbeit Fulda aufzeigte. \u201eFrau G\u00f6tze kann ihren erlernten Beruf  aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden dauerhaft nicht mehr aus\u00fcben, deswegen gew\u00e4hren wir ihr, als ihr zust\u00e4ndiger Reha-Tr\u00e4ger, Wiedereingliederungshilfen f\u00fcr Menschen mit Behinderung\u201c, erkl\u00e4rt der Rehaberater.<\/p>\n<p>Da der \u00c4rztliche Dienst eine berufliche Umorientierung empfohlen hatte, ging er mit seiner Kundin auf Suche nach einer Berufsausbildung, die mit ihren k\u00f6rperlichen Beeintr\u00e4chtigungen vereinbar war. \u201eAls gelernte Fachkraft sollte sie auch auf dieser Ebene bleiben. Au\u00dferdem muss der Schulabschluss passen. Und dann schauen wir in solchen F\u00e4llen nat\u00fcrlich auch nach der Arbeitsmarktsituation\u201c, f\u00fchrt Roth aus.<\/p>\n<p>\u201eFachkraft f\u00fcr Lagerlogistik\u201c will Maria G\u00f6tze nun werden, und das in einer auf zwei Jahre verk\u00fcrzten Ausbildungszeit. Als besondere Reha-Hilfe kommt ihr nun erst einmal eine Vorbereitung bei der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) zugute, in der ihr theoretischer Lernstoff f\u00fcr kaufm\u00e4nnische Bereiche vermittelt wird. Drei Monate dauert der Lehrgang, den die Agentur f\u00fcr Arbeit finanziert. Neben diesen Kosten zahlt die Agentur w\u00e4hrend der gesamten Umschulungsma\u00dfnahme (27 Monate) den Lebensunterhalt und die durch die Ma\u00dfnahme entstehenden Kosten (wie Lehrgangskosten, Fahrkosten  oder auch Unterkunft und Verpflegung, wenn diese notwendig werden).<\/p>\n<p>\u201eMit meinen 317 Euro Arbeitslosengeld komme ich zwar momentan hin, weil ich bei meinen Eltern wohne. Aber wenn ich jeden Tag pendeln muss, geht das nicht\u201c, sagt G\u00f6tze, die sich schon f\u00fcr die Zeit nach dem Lehrgang umgetan hat: \u201eIch habe schon bei einem Betrieb in der N\u00e4he nach einer Ausbildungsstelle angefragt und warte noch auf Antwort.\u201c  Bis dahin b\u00fcffelt sie in der FAW, um dann in der Berufsschule gut mitzukommen. Und selbst, wenn dann und wann sich die kleine Angst vor der eigenen Courage meldet (\u201eIn der Berufsschule muss ich Englisch machen. Das hatte ich noch nie!\u201c), ist sie fest \u00fcberzeugt: \u201eDa bei\u00dfe ich mich durch!\u201c<\/p>\n<p>Die Chancen, dass sie es schafft, stehen gut. Und ihre Zukunftsperspektiven auch. Roth: \u201eWenn bei Frau G\u00f6tze alles gut l\u00e4uft, hat sie gute Aussichten, am Ende der Ma\u00dfnahme im Umschulungsbetrieb zu verbleiben. 80 Prozent der Teilnehmer an solchen rehaspezifischen betrieblichen Umschulungsma\u00dfnahmen k\u00f6nnen auf diese Weise dauerhaft im Erwerbsleben bleiben.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Neu durchstarten? Mit ihren 22 Jahren hat Maria G\u00f6tze dies schon mehrfach geschafft. Nun begibt sich die gelernte K\u00f6chin auf neue Berufswege: Die durch Asthma k\u00f6rperlich eingeschr\u00e4nkte Frau beginnt mit einer betreuten betrieblichen Umschulung f\u00fcr Rehabilitanden. Ihr Ziel: Mit einer weiteren Ausbildung zur Fachkraft f\u00fcr Lagerlogistik will sie sich berufliche Perspektiven f\u00fcrs Leben sichern.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,53],"tags":[],"class_list":["post-9305","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite","category-bildung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9305","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9305"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9305\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9305"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9305"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9305"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}