{"id":92957,"date":"2011-11-21T00:12:13","date_gmt":"2011-11-21T00:12:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=92957"},"modified":"2011-11-21T16:50:50","modified_gmt":"2011-11-21T16:50:50","slug":"knittel-mobileenergie-in-fulda-feiert-sein-140-jahriges-bestehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=92957","title":{"rendered":"KNITTEL MobileEnergie in Fulda feiert sein 140-j\u00e4hriges Bestehen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/LKW_alt.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-92958\" title=\"LKW_alt\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/LKW_alt-265x82.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"82\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/LKW_alt-265x82.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/LKW_alt.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. Mit Garnen und Stoffen begann 1871 die Erfolgsgeschichte von KNITTEL MobileEnergie. In diesem Jahr feiert das Fuldaer Familienunternehmen, das sich heute als regionaler Energieh\u00e4ndler mit Vollsortiment am Markt etabliert hat, sein 140-j\u00e4hriges Bestehen.<!--more--><br \/>\n1871 \u2013 der deutsch-franz\u00f6sische Krieg war gerade vorbei \u2013 machen sich Romanus und Wilhelm Knittel auf den Weg zum Amtsgericht Fulda und lassen sich ins neue Handelsregister eintragen: \u201eEs erscheinen die Fabrikanten Romanus und Wilhelm Knittel von hier und erkl\u00e4ren dieselben: Wir betreiben dahier unter der Firma J. Knittel S\u00f6hne ein Leinenfabrikgesch\u00e4ft. Jeder von uns beiden ist zur Zeichnung und Vertretung der Firma berechtigt.\u201c Noch firmieren die Br\u00fcder unter dem Namen des Vaters, Johannes Knittel, der von seinem Heimatort Eichenzell aus Heimweber mit Kette und Schuss beliefert und mit dem handgewebten Leinen einen schwunghaften Handel betreibt. Die S\u00f6hne setzten \u2013 erst von der Hornungsbr\u00fccke, dann von der Ohmstra\u00dfe in Fulda aus \u2013 das gleiche Gesch\u00e4ft erfolgreich fort.<\/p>\n<p>Nachdem Wilhelm Knittel 1875 kinderlos gestorben war, ruft Romanus seinen Sohn Eduard ins Gesch\u00e4ft. Doch aufgrund der mechanischen Konkurrenz m\u00fcssen die Handweber nach und nach aufgeben. Auf den Leiterwagen des Unternehmens Knittel werden nun Lebensmittel, sp\u00e4ter Hausrat und M\u00f6bel transportiert \u2013 und im Lager der Spedition entsteht ein kleiner Kohlenhandel.<\/p>\n<p>1898 stirbt Romanus Knittel, kurz danach seine Frau Anna Maria und auch die S\u00f6hne Eduard und Richard. Deren Witwen Mathilde und Babette f\u00fchren das Gesch\u00e4ft weiter. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 stehen die Wagen still, die Pferde m\u00fcssen an die Front. Zu Hause bringt Babette Knittel ihre drei Jungen mit dem Kohlenhandel durch die schlechten Zeiten.<\/p>\n<p>Auch nach Ende des Kriegs 1918 geht es mit dem Kohlenhandel erfolgreich weiter, Ernst Knittel, Babettes \u00e4ltester Sohn, macht sich mit an die Arbeit. 1932, als die Weltwirtschaftskrise ihren H\u00f6hepunkt erreicht, wird dessen Kind, Willi Knittel, geboren. Vater Ernst erweitert trotz aller Schwierigkeiten das Gesch\u00e4ft rund um die Kohle. Der Gro\u00dfhandel schl\u00e4gt ganze Schiffspartien holl\u00e4ndischer Lieferanten in Hanau um und verkauft die Ware bis nach W\u00fcrzburg und Kassel. F\u00fcr die heimische Industrie f\u00fchrt Knittel Feinkohle aus Oberschlesien ein, in Bad Kissingen nimmt ein Kohlen-Zweiggesch\u00e4ft seinen Betrieb auf. Der Zweite Weltkrieg naht, der dritte Krieg in der Familien- und Firmengeschichte der Knittels.<\/p>\n<p>1945 beginnt Ernst Knittel gemeinsam mit den Br\u00fcdern Eugen und Heinrich den Betrieb wieder aufzubauen. Babette Knittel entscheidet 1948: Sohn Ernst bekommt den Kohlengro\u00dfhandel \u201eJ. Knittel S\u00f6hne\u201c, seine Br\u00fcder Eugen und Heinrich den \u201eKohleneinzelhandel Gebr. Knittel\u201c.<\/p>\n<p>In den folgenden drei Jahrzehnten baut Ernst Knittel den Gro\u00dfhandel und einen zus\u00e4tzlich erworbenen Einzelhandel aus. Willi Knittel beendet Anfang der 50er Jahre seine Lehr- und Wanderjahre und wird Assistent der Gesch\u00e4ftsleitung, Ende der 50er Jahre nimmt der Betrieb Heiz\u00f6l mit ins Verkaufsprogramm auf. 1961 stirbt Ernst Knittel \u2013 und erlebt nicht mehr, wie sich die von ihm eingef\u00e4delte Zusammenarbeit mit der Deutschen Erd\u00f6l-Aktiengesellschaft DEA positiv zu entwickeln beginnt.<\/p>\n<p>1962 wird Willi Knittel gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter. Seine Frau Marlies arbeitet in f\u00fchrender Position im Betrieb mit. Dem B\u00fcndnis mit DEA entwachsen zwei neue Standbeine, die den Kohlenhandel verdr\u00e4ngen: Heiz\u00f6l und Schmierstoffe f\u00fcr Industrie, Handwerk und Landwirtschaft sowie das Tankstellengesch\u00e4ft. Der 100. Geburtstag wird des Unternehmens im Jahr 1971 gefeiert.<\/p>\n<p>1973 bricht die \u00d6l- und Kraftstoffkrise \u00fcber Europa herein, doch kurze Zeit sp\u00e4ter geht es wieder bergauf. Der Gleisanschluss zum Firmengel\u00e4nde l\u00e4sst die Tanklagerkapazit\u00e4t in der Spitze auf zwei Millionen Liter wachsen. Dann, im November 1989, ist pl\u00f6tzlich ein fast vergessenes Produkt gefragt: das Zweitaktgemisch. Nach der Grenz\u00f6ffnung wird Willi Knittel im alten Th\u00fcringer Stammgebiet aktiv, seine \u00e4lteste Tochter Uta Knittel-Weber tritt 1990 in die Gesch\u00e4ftsleitung im Betrieb ein. 1991 wird die Gesch\u00e4ftsleitung um ihren Ehemann Udo Weber erweitert, 1997 steigt ebenso Ulrich von Keitz in das F\u00fchrungsteam ein.<\/p>\n<p>Als Top-Anlage entsteht 1996 auf 4500 Quadratmetern an der Fuldaer Kreuzbergstra\u00dfe ein DEA-Autoport der Superlative. Zum 125-j\u00e4hrigen Geburtstag zieht das Unternehmen ins neue Verwaltungsgeb\u00e4ude am alten Standort in der Dientzenhofer Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Im Jahr 2002 wird ein Lizenzvertrag mit der AVIA unterzeichnet und im gleichen Jahr verabschiedet sich der Seniorchef Willi Knittel aus dem aktiven Unternehmensgeschehen. Einen weiteren Meilenstein in der Unternehmensgeschichte markiert das Jahr 2006 \u2013 seit dieser Zeit ist KNITTEL Gesellschafter der AVIA.<\/p>\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter, 2007, nennt sich der Familienbetrieb um zu KNITTEL MobileEnergie, denn mittlerweile umfasst das Unternehmensportfolio mit den Themen Mobilit\u00e4t und Energie nun viel mehr als nur den reinen Mineral\u00f6lhandel. 2010 wird die Angebotspalette nochmals grundlegend erweitert: Der Betrieb entwickelt sich vom Mineral\u00f6llieferanten zum regionalen Energieh\u00e4ndler, der neben Heiz\u00f6l ebenso Erdgas, Holzpellets und Strom vertreibt. Damit tr\u00e4gt das Unternehmen den Ver\u00e4nderungen auf dem Energiemarkt Rechnung, denn immer mehr Kunden legen Wert auf das Angebot ihres kompletten Energiebedarfs aus einer Hand.<\/p>\n<p>In der Unternehmensgeschichte von KNITTEL gab es immer mutige Entscheider, die es geschafft haben, dem permanenten Wandel auf dem Markt mit einem Wechsel im Unternehmensportfolio Rechnung zu tragen. Wichtige Meilensteine haben dabei sicherlich der Schritt vom Textil- zum Kohlehandel und sp\u00e4ter der Wechsel ins Mineral\u00f6lhandelsgesch\u00e4ft markiert. Das entscheidendste Ereignis in der j\u00fcngeren Unternehmensgeschichte ist ganz klar die grundlegende Erweiterung der Leistungsbereiche im Energiesegment \u2013 zum regionalen Energieh\u00e4ndler mit Vollsortiment.<\/p>\n<p>KNITTEL MobileEnergie unterh\u00e4lt heute au\u00dferdem rund 80 Tankstellen in Hessen, Th\u00fcringen, Nordbayern und Baden-W\u00fcrttemberg und besch\u00e4ftigt in der Unternehmensgruppe etwa 100 Mitarbeiter, 65 davon im Stammhaus in Fulda.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Mit Garnen und Stoffen begann 1871 die Erfolgsgeschichte von KNITTEL MobileEnergie. 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