{"id":9269,"date":"2008-05-13T00:45:30","date_gmt":"2008-05-12T22:45:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=9269"},"modified":"2008-05-12T22:11:12","modified_gmt":"2008-05-12T20:11:12","slug":"ausstellung-bayern-auf-gutem-grund-nun-auch-in-der-rhoen-zu-sehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=9269","title":{"rendered":"Ausstellung \u201eBayern auf gutem Grund\u201c nun auch in der Rh\u00f6n zu sehen"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/080512_ausstellung.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-9301\" title=\"080512_ausstellung\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/080512_ausstellung-128x85.jpg\" alt=\"\" hspace=\"5\" width=\"128\" height=\"85\" align=\"left\" \/><\/a><strong>Oberelsbach.<\/strong> Die Wanderausstellung des Bayerischen Staatsministeriums f\u00fcr Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz und des Bayerischen Landesamtes f\u00fcr Umwelt mit dem Titel \u201eBayern auf gutem Grund\u201c macht bis zum 1. Juli Station in Oberelsbach. Sie wendet sich an alle geologisch Interessierten, besonders aber an Schulklassen der gesamten Region.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eBoden bedeutet Bauen und Schaffung von Infrastruktur, ist Lieferant f\u00fcr Nahrungsmittel, Lebensraum f\u00fcr Organismen und speichert Wasser und beugt dem Hochwasser vor\u201c, sagte die B\u00fcrgermeisterin von Oberelsbach, Birgit Erb. Der Boden, erg\u00e4nzte sie, werde f\u00fcr Verkehrswege sowie f\u00fcr \u00f6ffentliche und private Einrichtungen genutzt. Er diene au\u00dferdem der Freizeitgestaltung. In der Rh\u00f6n komme ihm ein besonderer Nutzen f\u00fcr den Tourismus zu \u2013 wenn es um das Wandern, Radfahren oder Laufen geht.<\/p>\n<p>\u201eIn unserem Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n funktioniert es hervorragend, Umwelt- und Naturschutz in Einklang mit den Menschen zu bringen\u201c, meinte Birgit Erb. Ihren besonderen Dank richtete sie an den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Vereins Naturpark &amp; Biosph\u00e4renreservat Bayerische Rh\u00f6n, Klaus Spitzl, der sich pers\u00f6nlich daf\u00fcr eingesetzt hatte, die seit 2002 existierende Wanderausstellung nach Oberelsbach zu holen.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher, erinnerte der Landrat des Rh\u00f6n-Grabfeld-Kreises und 1. Vorsitzender des Vereins Naturpark &amp; Biosph\u00e4renreservat Bayerische Rh\u00f6n, Thomas Habermann, h\u00e4tten die Bodensch\u00e4tze in der Rh\u00f6n immer eine gro\u00dfe Rolle gespielt. \u201eHeute richten wir uns ganz anders aus, vor allem wenn es um die Rohstoffsicherung vor Ort geht, beispielsweise beim gesunden Wasser\u201c, erkl\u00e4rte er. Die Ausstellung \u201eBayern auf gutem Grund\u201c sch\u00e4rfe die Sensibilit\u00e4t f\u00fcr alles, was sich im Boden abspielt.<\/p>\n<p>Allein in diesem und im letzten Jahr wurden rund 40 000 Euro aufgewendet, um die Ausstellung zu aktualisieren und zu restaurieren, sagte der Vizepr\u00e4sident des Bayerischen Landesamtes f\u00fcr Umwelt Dr. Bernd Matthes. \u201eTats\u00e4chlich sind B\u00f6den und Gesteine im wahrsten Sinne des Wortes fundamental bedeutende Ressourcen f\u00fcr t\u00e4gliches Leben, deren Verf\u00fcgbarkeit oft allzu selbstverst\u00e4ndlich erscheint\u201c, meinte er. \u201eSie sind Standort f\u00fcr land- und forstwirtschaftliche Kulturen, Rohstoffquelle, Baugrund, Reiniger und Speicher von Trinkwasser und vieles mehr.\u201c<\/p>\n<p>Die Ausstellung ist in f\u00fcnf Erlebnisbereiche gegliedert. Der erste Pavillon ist der Vielfalt der Geologie in Bayern gewidmet. Er zeigt die alten Rumpfgebirge, die jungen Faltengebirge und das Schichtstufenland. Hier sind Zeugen der Eiszeiten und sogar ein Meteoritenkrater zu sehen. Die Erforschung des bayerischen Untergrundes ist Aufgabe der Geowissenschaftler des Bayerischen Landesamtes f\u00fcr Umwelt. Deren Arbeitsweisen sind im zweiten Erlebnisbereich dargestellt. Die umfassende Bearbeitung des Themas Boden wird durch Bodenkundler, Mineralogen, Rohstoffkundler, Geophysiker, Hydrologen und Geochemiker sichergestellt.<\/p>\n<p>Das wichtigste Produkt und gleichzeitig Arbeitsinstrument des Geowissenschaftlers ist die Karte. Ihr ist der dritte Erlebnisbereich gewidmet. Mit dem Boden selbst befassen sich die letzten beiden Pavillons. Sie erl\u00e4utern, wie er entsteht, welche Funktionen er hat und was ihm Gefahr ist.<\/p>\n<p>\u201eBoden ist Fundament unserer Existenz. Dennoch ist die Bedeutung seines Schutzes vergleichsweise sp\u00e4t in das allgemeine Bewusstsein ger\u00fcckt\u201c, sagte Dr. Bernd Matthes. Mit dem Bundesbodenschutzgesetz und dem Bayerischen Bodenschutzgesetz gebe es einen vorsorgenden Bodenschutz, der ein wichtiger Teil wei\u00df-blauer Umweltpolitik ist. \u201eEine der gr\u00f6\u00dften und zugleich schwierigsten Herausforderungen des Bodenschutzes ist der zunehmende Verbrauch von Fl\u00e4chen f\u00fcr Siedlung und Verkehr. Beklemmend und beeindruckend zeigt uns die Boden-Verbrauchsuhr in der Ausstellung die aktuelle Geschwindigkeit des Fl\u00e4chenverbrauchs\u201c, meinte Matthes.<\/p>\n<p>In den Jahren von 2000 bis 2005 konnte Bayern mit einem R\u00fcckgang von 28,4 auf 15,8 Hektar pro Tag den Fl\u00e4chenverbrauch nahezu halbieren. Aktuell gibt es aufgrund der positiven konjunkturellen Entwicklung wieder einen Anstieg auf 20,6 Hektar pro Tag. \u201eZiel in Bayern ist eine dauerhafte Trendwende im Fl\u00e4chenverbrauch und eine Entkopplung des Fl\u00e4chenverbrauchs von Wirtschaftswachstum und von der Bev\u00f6lkerungszunahme\u201c, betonte der Vizepr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Nach der Er\u00f6ffnung nutzten die erschienenen G\u00e4ste die M\u00f6glichkeit, sich die f\u00fcnf ammonitenartigen Erlebnisbereiche anzusehen. Eventuell soll die Ausstellung sogar noch \u00fcber den 1. Juli hinaus in Oberelsbach zu sehen sein. Diese Anregung von B\u00fcrgermeisterin Birgit Erb und Landrat Thomas Habermann wolle er gern pr\u00fcfen, versprach Dr. Bernd Matthes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Oberelsbach. 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