{"id":9252,"date":"2008-05-11T00:28:51","date_gmt":"2008-05-10T22:28:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=9252"},"modified":"2008-05-10T22:29:52","modified_gmt":"2008-05-10T20:29:52","slug":"weihbischof-kapp-weihte-sieben-staendige-diakone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=9252","title":{"rendered":"Weihbischof Kapp weihte sieben St\u00e4ndige Diakone"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda.<\/strong> Weihbischof Johannes Kapp hat am Pfingstsamstag im vollbesetzten Fuldaer Dom im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes sieben Bewerbern f\u00fcr den St\u00e4ndigen Diakonat die Diakonenweihe gespendet. Zu Diakonen geweiht wurden Stefan Bildh\u00e4user aus der Pfarrei Christk\u00f6nig in Fulda-Edelzell, Robert K\u00fcmmel aus der Pfarrei St. Anna in Freigericht-Somborn, Zlatko Mihajlov aus der Pfarrei Christus Erl\u00f6ser in Baunatal, Rainer Schauberger aus der Pfarrei St. Theresia vom Kinde Jesu in Maintal-Bischofsheim, Bernhard Schindler aus der Pfarrei St. Margareta in Petersberg-Margretenhaun, Michael Schuchert aus der Pfarrei St. Peter und Paul in Dermbach und Stefan Wick aus der Pfarrei St. Joseph in Fulda.<!--more--><\/p>\n<p>In seiner Predigt verwies der Weihbischof auf ein Wort Papst Benedikts XVI., da\u00df man den Konzilsv\u00e4tern f\u00fcr die Erneuerung des Werts des Diakonats danken m\u00fcsse. Dieses Amt verbinde den Stand der Laien mit dem priesterlichen Dienst. \u201eDenn viele Diakone gehen auch weiterhin ihren Berufen nach, w\u00e4hrend sie am Samstag und Sonntag in der Kirche arbeiten.\u201c F\u00fcr besonders wichtig hielt Kapp den Satz des Papstes von der \u201eSichtbarkeit der dienenden Dimension\u201c, mit der in der heutigen Welt die Gegenwart des Glaubens bezeugt werde.<\/p>\n<p>Die heutige Wahl und Weihe schenke den Diakonatskandidaten ein \u201eMehr an Wahrung, Wille und W\u00fcrde\u201c des dienenden Christus in ihrer ganzheitlichen Existenz. Bischof Algermissen habe die St\u00e4ndigen Diakone als \u201eM\u00e4nner f\u00fcr die Zukunft unseres Bistums\u201c bezeichnet. Denn im Dienst und in der Hingabe wachse Kirche, so der Weihbischof. \u201eAngefangen von den Priestern bis zum letzten Diaspora-Katholiken\u201c m\u00fc\u00dften alle den diakonischen Dienst mittragen und ernstnehmen.<\/p>\n<p>Weihbischof Kapp hatte zu Beginn seiner Predigt die Motive der Kandidaten f\u00fcr den Weg zum St\u00e4ndigen Diakonat thematisiert: \u201eWar es die Begegnung mit einem geweihten Diakon, war es eine Predigt \u00fcber Berufung, war es Ihr Nachdenken \u00fcber die seelsorgliche Situation in Ihrer Pfarrei, in unserem Bistum oder war es ganz pers\u00f6nliches Beten und Meditieren, war es Erleben von Stille und Offenheit vor Gott, in die hinein Sie seine Stimme h\u00f6rten?\u201c Die so angesto\u00dfene Wahl sei von der Kirche auf einen gemeinsamen Weg hin angenommen worden, zu Entscheidung und Entschiedenheit gereift und finde jetzt in der Weihe-Liturgie ihren Abschlu\u00df.<\/p>\n<p>\u201eIn ihr erw\u00e4hlt Sie letztlich Jesus Christus selbst\u201c, so Kapp. \u201eEr legt Ihnen durch mich als sein Werkzeug die H\u00e4nde auf und gibt Ihnen Anteil an seiner g\u00f6ttlichen Vollmacht und seinem diakonischen Dienst.\u201c Dieser diakonische Dienst des menschgewordenen Gottessohnes sei Ma\u00dfstab f\u00fcr die Weihebewerber und wolle von diesen gelebt werden. Durch diesen Dienst w\u00fcrden die Kandidaten dann gepr\u00e4gt. Auch die Ehefrauen w\u00fc\u00dften in dieser Stunde, da\u00df die tiefere sakramentale Dienstgemeinschaft mit Jesus Christus auch ihre gemeinsam ehelich-sakramentale Liebes- und Lebensgemeinschaft ber\u00fchre. Insofern gelte gerade auch den Ehefrauen der Dank der Kirche, da\u00df sie nicht nur mit der diakonischen Dienstbereitschaft ihrer M\u00e4nner einverstanden seien, sondern sie auch mittr\u00fcgen.<\/p>\n<p>Die aufopfernde, freudeschenkende Liebe und Gemeinschaft Jesu Christi sei Ma\u00dfstab f\u00fcr die Diakone. Jesus Christus selbst sei im Abendmahlssaal \u201edie ganz tief gebeugte Ehrfurcht und aufrichtende Zuneigung\u201c bei der Fu\u00dfwaschung seiner J\u00fcnger \u201eden schuldiggewordenen und vom allt\u00e4glichen Lebensschmutz Behafteten\u201c begegnet. Auch der Barmherzige Samariter sei niemand anderer als Christus selbst. Dieser Ma\u00dfstab k\u00f6nne wurzeln und wachsen in den drei g\u00f6ttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe.<\/p>\n<p>Der Glaube werde in der Schrift ausdr\u00fccklich zwar nur vom hl. Stephanus erw\u00e4hnt, den der Evangelist Lukas \u201eals einen Mann, erf\u00fcllt vom Glauben und vom Hl. Geist\u201c lobe, aber bei der Voraussetzung \u201esieben M\u00e4nner vom guten Ruf, und voll Geist und Weisheit zu w\u00e4hlen\u201c, sei gelebter und bew\u00e4hrter Glaube sicher zuerst miterwartet worden. \u201eDer Glaube ist entscheidendes Fundament und st\u00e4rkende Wurzel des Christseins f\u00fcr den diakonalen Dienst\u201c, stellte der Weihbischof heraus. Den Glauben gelte es immer wieder wie der Apostel Thomas in der Begegnung mit dem Auferstandenen zu suchen und zu vertiefen, \u201egerade heute nicht weniger als damals\u201c. Denn der Glaube sei niemals fertiger und fester Besitz.<\/p>\n<p>Auch der hl. Paulus sei voller Mut und Zuversicht, voller dem\u00fctigem Sendungs- und Selbstbewu\u00dftsein gewesen, denn er habe sich und seinen k\u00fcnftigen Weg im Dienst als \u201eKnecht Jesu\u201c f\u00fcr die Menschen von dem Licht erhellt gewu\u00dft, das ihn auf dem Weg nach Damaskus getroffen hatte. Die Tatsache, da\u00df er auf den \u201eSchatz seiner Berufung und das \u00dcberma\u00df der Kraft von Gott\u201c vertraute, sei eine gro\u00dfe Ermutigung auch f\u00fcr die Weihekandidaten in dieser Stunde. Jesus Christus \u201eist der Abglanz des Vaters, er ist eins mit dem Vater, in ihm kommt die Liebe Gottes, die ganze Liebe, die Gott ist\u201c, fuhr Kapp fort.<\/p>\n<p>Diese Liebe solle durch die Geweihten weitergehen, weshalb Jesus gefordert habe: \u201eLiebt einander, so wie ich euch geliebt habe.\u201c Jesus habe sich nicht wichtig gemacht, sondern er habe dienend sein Leben geschenkt. \u201eSo wichtig die Worte Jesu sind, so wichtig auch seine Zeichen und Wunder, seine Selbsthingabe ist die Summe des Evangeliums \u2013 dienende, schenkende Liebe des Diakons Jesus Christus\u201c, hob Weihbischof Kapp hervor.<\/p>\n<p><strong>Stichwort: Diakon \/ St\u00e4ndiger Diakon<\/strong><\/p>\n<p>Das Zweite Vatikanische Konzil er\u00f6ffnete verheirateten M\u00e4nnern die Weihe zu sogenannten St\u00e4ndigen Diakonen. In der Di\u00f6zese Fulda wurden 1972 die ersten M\u00e4nner zu St\u00e4ndigen Diakonen geweiht. Die Bezeichnung \u201eSt\u00e4ndiger Diakonat\u201c macht deutlich, da\u00df es sich nicht um eine Durchgangsstufe zur Priesterweihe handelt. Der Diakon ist in besonderer Weise zum helfenden Dienst aufgerufen und kann mit verschiedenen pastoralen und caritativen Aufgaben betraut werden.<\/p>\n<p>In der Liturgie assistiert er unter anderem bei Eucharistiefeiern. Er leitet Wortgottesdienste und spendet das Sakrament der Taufe. Au\u00dferdem kann er mit Beerdigungen und Trauungen beauftragt werden. Das Mindestalter bei der Diakonenweihe f\u00fcr St\u00e4ndige Diakone liegt bei 35 Jahren. Eine Bedingung f\u00fcr den St\u00e4ndigen Diakonat ist, da\u00df die Ehefrau des Bewerbers die Entscheidung zur Diakonatsweihe mittr\u00e4gt. Bisch\u00f6flicher Beauftragter f\u00fcr den St\u00e4ndigen Diakonat in der Di\u00f6zese Fulda ist Weihbischof Johannes Kapp. Zur Zeit gibt es im Bistum 41 St\u00e4ndige Diakone (nach der Weihe sind es 48), die zumeist nebenamtlich t\u00e4tig sind.<\/p>\n<p>Diakone sind bereits in der Apostelgeschichte erw\u00e4hnt. In der fr\u00fchen Kirche wirkte der Diakon (griechisch: Diener) in der Armenpflege oder als Gehilfe des Bischofs beim Gottesdienst. Seit dem f\u00fcnften Jahrhundert verlor das Amt an Bedeutung. Lange Zeit war der Diakon nur noch eine Durchgangsstufe auf dem Weg zur Priesterweihe. Das Sakrament der Weihe ist in der katholischen Kirche in drei Stufen gegliedert: die Diakonenweihe, die Priesterweihe und die Bischofsweihe. Das Zweite Vatikanische Konzil hat das eigenst\u00e4ndige Amt des Diakons in der Dogmatischen Konstitution \u00fcber die Kirche \u201eLumen Gentium\u201c vom 21. November 1964 erneuert und sein spezifisches Profil betont.<\/p>\n<p>Dort hei\u00dft es: \u201eMit sakramentaler Gnade gest\u00e4rkt, dienen sie in der liturgischen Diakonie, in der Diakonie des Wortes und der Liebe in Gemeinschaft mit dem Bischof und seinem Presbyterium dem Volke Gottes. Sache des Diakons ist es, je nach Weisung der zust\u00e4ndigen Autorit\u00e4t feierlich die Taufe zu spenden, die Eucharistie zu verwahren und auszuteilen, der Eheschlie\u00dfung im Namen der Kirche zu assistieren und sie zu segnen, die Wegzehrung den Sterbenden zu \u00fcberbringen, vor den Gl\u00e4ubigen die Heilige Schrift zu lesen, das Volk zu lehren und zu ermahnen, Gottesdienst und Gebet der Gl\u00e4ubigen zu leiten, die Sakramentalien zu betreuen, den Beerdigungsritus vorzunehmen\u201c (Lumen Gentium 29).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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