{"id":92402,"date":"2011-11-06T00:11:32","date_gmt":"2011-11-06T00:11:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=92402"},"modified":"2011-11-06T07:42:13","modified_gmt":"2011-11-06T07:42:13","slug":"sozialminister-stefan-gruttner-gemeinsam-zukunftssichere-konzepte-fur-herausforderungen-des-demographischen-wandels-entwickeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=92402","title":{"rendered":"Sozialminister Stefan Gr\u00fcttner: \u201eGemeinsam zukunftssichere Konzepte f\u00fcr Herausforderungen des demographischen Wandels entwickeln\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Rotenburg\/ Fulda. \u201eWir werden weniger und \u00e4lter. Um den gro\u00dfen Herausforderungen durch den demographischen Wandel zu begegnen, gilt es gemeinsam zukunftssichere Konzepte zu entwickeln.\u201c Mit diesen Worten unterstrich Hessens Sozialminister Stefan Gr\u00fcttner am Samstag vor den Delegierten der Landesversammlung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Rotenburg an der Fulda die Notwendigkeit, sich zusammen mit allen Akteuren in Bundes-, Landes- oder Kommunalpolitik ebenso wie in den Verb\u00e4nden, Vereinen und anderen Organisationen, konkrete Gedanken dar\u00fcber zu machen, wie die Gesellschaft in zehn, 20 oder 30 Jahren aussehen werde. Das DRK Hessen, so der Minister, sei dabei ein wichtiger Partner, der einen ganz wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsversorgung und zur sozialen Infrastruktur in Hessen leiste.<!--more--><br \/>\nDie Hessische Landesregierung r\u00fccke die Entwicklung zukunftssicherer Konzepte in der kommenden Zeit in den Fokus seiner Arbeit, erkl\u00e4rte der Sozialminister weiter. \u201eDer steigende Anteil der \u00e4lteren Generation an der Gesamtbev\u00f6lkerung erfordert nicht nur eine Weiterentwicklung der Seniorenpolitik. Ob wir \u00fcber die \u00c4rzteversorgung im l\u00e4ndlichen Raum, \u00fcber die Zukunft der Rente und der Pflege, \u00fcber den Fachkr\u00e4ftenachwuchs in Sozialberufen oder auch \u00fcber neue Konzepte der Pr\u00e4vention diskutieren \u2013 immer steht diese gro\u00dfe gesellschaftliche Entwicklung mit ihren gravierenden Auswirkungen im Hintergrund.\u201c<\/p>\n<p>Die im September ins Leben gerufene \u201eSeniorenpolitische Initiative\u201c der Hessischen Landesregierung habe zum Ziel, mit Verb\u00e4nden, Organisationen und Institutionen aus dem sozial-, gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Bereich ins Gespr\u00e4ch zu kommen. In mehreren Dialogforen soll gemeinsam die aktuelle Situation der Seniorinnen und Senioren in Hessen beleuchtet und zuk\u00fcnftige Herausforderungen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels analysiert werden. Die Veranstaltungsreihe bezieht sich auf ausgew\u00e4hlte Aspekte der Seniorenpolitik, welche den Gro\u00dfteil der \u00e4lteren Menschen betreffen und geeignet sind, die differenzierten Bed\u00fcrfnisse und Interessen der Seniorinnen und Senioren transparent zu machen.<\/p>\n<p>Um dem Fachkr\u00e4ftemangel im Pflegebereich entgegen zu wirken, so Sozialminister Stefan Gr\u00fcttner, bed\u00fcrfe es eines Ma\u00dfnahmenb\u00fcndels, das auf allen Ebenen und durch alle Akteure umzusetzen ist. \u201eDazu geh\u00f6rt unter anderem, \u00e4ltere Pflegekr\u00e4fte l\u00e4nger im Beruf zu halten sowie Ma\u00dfnahmen zur Steigerung der Attraktivit\u00e4t der Ausbildung und des Berufsbildes und die Anerkennung ausl\u00e4ndischer Berufsabschl\u00fcsse.\u201c Die Hessische Landesregierung habe mit der im Herbst 2011 beschlossenen Erh\u00f6hung der Schulpl\u00e4tze in der Altenpflegeausbildung von bisher 3.500 auf nunmehr 4.000 Pl\u00e4tze in Hessen die Weichen gestellt, dem Fachkr\u00e4ftemangel im Pflegebereich entgegen zu wirken und zu einer Entlastung der Pflegenden sowohl im station\u00e4ren als auch im ambulanten Bereich beizutragen, betonte der Sozialminister.<\/p>\n<p>Im Rahmen seines Vorsitzes 2011 in der Gesundheitsministerkonferenz hat sich Sozialminister Stefan Gr\u00fcttner mit Erfolg daf\u00fcr eingesetzt, dass der Bund alle Weichen stellt, um auch k\u00fcnftig eine gute haus\u00e4rztliche Versorgung in strukturschwachen Regionen zu gew\u00e4hrleisten. \u201eZiel ist es, von der derzeitigen statischen Bedarfsplanung zu einer vorausschauenden Versorgungsplanung zu kommen \u2013 und dies sektoren\u00fcbergreifend. Unter meinem Vorsitz haben wir als L\u00e4nder erreicht, dass die Verantwortlichen vor Ort von den Bundesvorgaben f\u00fcr die Bedarfsplanung abweichen d\u00fcrfen, um dem lokalen Versorgungsbedarf besser Rechnung tragen zu k\u00f6nnen. Zudem erhalten die L\u00e4nder k\u00fcnftig mehr Mitsprache- und Beteiligungsrechte in den Selbstverwaltungsgremien von \u00c4rzten und Krankenkassen. Damit k\u00f6nnen Bund, L\u00e4nder, \u00c4rzte und Krankenkassen ihre Ma\u00dfnahmen b\u00fcndeln und somit wirkungsvoller die Auswirkungen des demographischen Wandels bek\u00e4mpfen\u201c, erkl\u00e4rte Gr\u00fcttner.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzend wird derzeit auf Landesebene zusammen mit den beteiligten Akteuren des Gesundheitswesens ein Ma\u00dfnahmenb\u00fcndel erarbeitet, um eine dauerhafte St\u00e4rkung der \u00e4rztlichen Versorgung insbesondere in strukturschwachen Regionen Hessens zu erreichen. Die Vereinbarungen mit den beteiligten K\u00f6rperschaften sollen in diesem Monat in einem Hessischen Pakt zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung verbindlich zusammengefasst werden. \u201eZiel ist es, f\u00fcr die verschiedenen Regionen Hessens mit ihren sehr unterschiedlichen Bed\u00fcrfnissen passgenaue Ma\u00dfnahmen anbieten zu k\u00f6nnen\u201c, so der Sozialminister. Dabei gehe es um Themen wie Aus-, Fort- und Weiterbildung, vertrags- und verg\u00fctungsrechtliche Anreize sowie neue Kooperationsformen. \u201eAu\u00dferdem werden die Gesundheitskonferenzen, die durch das neue Hessische Krankenhausgesetz eingerichtet werden, zu einer ganz neuen Kommunikationskultur in den Regionen f\u00fchren. Dadurch k\u00f6nnen wertvolle Erkenntnisse f\u00fcr die mittel- bis langfristige Sicherstellung der medizinischen Versorgung gewonnen werden\u201c, f\u00fchrte Gr\u00fcttner aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rotenburg\/ Fulda. \u201eWir werden weniger und \u00e4lter. 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