{"id":92354,"date":"2011-11-04T00:13:42","date_gmt":"2011-11-04T00:13:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=92354"},"modified":"2011-11-04T08:25:05","modified_gmt":"2011-11-04T08:25:05","slug":"zehntausend-neue-baume-gegen-den-klimawandel-hessen-forst-und-sparda-bank-hessen-legen-neuen-klimawald-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=92354","title":{"rendered":"Zehntausend neue B\u00e4ume gegen den Klimawandel &#8211; Hessen-Forst und Sparda-Bank Hessen legen neuen Klimawald an"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Klimawald_Eisenberg-126.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-92358\" title=\"Klimawald_Eisenberg-126\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Klimawald_Eisenberg-126-265x198.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Klimawald_Eisenberg-126-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Klimawald_Eisenberg-126.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Oberaula. Hessen-Forst beabsichtigt in den n\u00e4chsten Jahren in Hessen mehrere Hektar neuen Klimawald aufzuforsten. In diesem Rahmen wird die Sparda-Bank Hessen eG f\u00fcr jedes neue Mitglied zwischen 2011 und 2013 jeweils einen Baum finanzieren. Dieser Wald ist zus\u00e4tzliche Waldfl\u00e4che f\u00fcr Hessen und wird prim\u00e4r gepflanzt zur Reduktion des f\u00fcr das Klima sch\u00e4dlichen Kohlendioxids (CO<sub>2<\/sub>).<\/p>\n<p><strong><\/strong>Zwei erste Klimawaldfl\u00e4chen wurden bereits angelegt: Auf dem landschaftlich reizvollen Eisenberg bei Oberaula in Nordhessen pflanzten heute der Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank Hessen eG, J\u00fcrgen Weber und der stellvertretende Leiter des Landesbetriebs Hessen-Forst, Detlef Stys, den inzwischen zehntausendsten Baum. Das entspricht der Anzahl der Mitglieder, die die Genossenschaftsbank von Januar bis Oktober 2011 neu gewonnen hat. Ein zweiter Klimawald entstand im gleichen Forstamt in der Gemarkung Ellingshausen, ein Dritter im Forstamtsbezirk Burghaun. Weitere Fl\u00e4chen sind in Mittel- und S\u00fcdhessen vorgesehen. Dadurch kann zuk\u00fcnftig mehr klimaneutrales Holz erzeugt werden, das wiederum mehr Materialien ersetzen kann, bei deren Herstellung viel Energie ben\u00f6tigt und somit viel CO<sub>2<\/sub> entstehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>\u201eB\u00e4ume entnehmen der Atmosph\u00e4re beim Wachstum das Treibhausgas Kohlendioxid. Dieses CO<sub>2<\/sub> ist der Hauptverursacher der Klimaerw\u00e4rmung. Zugleich geben die B\u00e4ume Sauerstoff zur\u00fcck\u201c, erl\u00e4uterte Detlef Stys. \u201eDer Kohlenstoff wird in die Pflanze eingebaut. Gut 50 Prozent der Holz- und Blattmasse eines Baumes bestehen aus Kohlenstoff, welcher aus dem CO<sub>2 <\/sub>der Luft stammt.\u201c Deshalb hat Hessen-Forst f\u00fcr diese Fl\u00e4chen, die gezielt wegen ihrer zus\u00e4tzlichen CO<sub>2-<\/sub>Aufnahme angelegt werden, den Begriff \u201eKlimawald\u201c gew\u00e4hlt. \u201eDie hier angelegte Fl\u00e4che, ein naturnaher Edellaubholzbestand aus Bergahorn, Winterlinden und Kirschen mit einem Waldrand aus weiteren heimischen B\u00e4umen und Str\u00e4uchern<strong> <\/strong>wird dar\u00fcber hinaus ein wertvoller Lebensraum f\u00fcr heimische Tiere werden\u201c, da ist sich der Forstexperte sicher.<\/p>\n<p>J\u00fcrgen Weber, Vorsitzender des Vorstandes der Sparda-Bank Hessen freut sich \u00fcber die Treibhausgas reduzierenden Ma\u00dfnahmen. \u201eWir sind froh, dass wir als Bank f\u00fcr Hessen auf diese Art einen Beitrag f\u00fcr ein besseres Klima in unserem Bundesland leisten k\u00f6nnen.\u201c\u00c2\u00a0 Zudem helfe die Aktion, die Mitglieder der Genossenschaftsbank f\u00fcr das Thema Klimaschutz zu sensibilisieren.<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Klimawald_Eisenberg-039.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-92357\" title=\"Klimawald_Eisenberg-039\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Klimawald_Eisenberg-039-265x198.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Klimawald_Eisenberg-039-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Klimawald_Eisenberg-039.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Holznutzung als aktiver Klimaschutz<\/strong><\/p>\n<p>Noch st\u00e4rker als die CO<sub>2<\/sub>-Aufnahme beim Holzwachstum tr\u00e4gt in der Folge die nachhaltige Holznutzung zur Verminderung des Klimakillers CO<sub>2<\/sub> bei. Denn Holz ist ein nahezu klimaneutraler Bau- und Brennstoff, weil es der Atmosph\u00e4re beim Wachstum genau jene Mengen CO<sub>2<\/sub> entzieht, die beim Verbrennen oder der sp\u00e4teren Zersetzung von ausgedienten Holzprodukten wieder freigesetzt werden. \u201eWer Schnittholz verbaut\u201c, so Stys, \u201evermeidet daher pro Kubikmeter durchschnittlich gut eine Tonne CO<sub>2<\/sub>. Dies h\u00e4ngt mit dem Ersetzen von anderen Materialien, wie zum Beispiel Stahl oder Beton, zusammen, bei deren Herstellung viel mehr CO<sub>2<\/sub> freigesetzt wird.\u201c Ein \u00e4hnlicher, sogenannter Substitutionseffekt entstehe, wenn viel mit Holz geheizt werde. Man belaste die Atmosph\u00e4re in diesem Falle nur mit 1\/15 des von \u00d6lheizungen freigesetzten CO<sub>2<\/sub>. Das Holz von Hessen-Forst erspare der Atmosph\u00e4re auf diese Weise jedes Jahr mehr als 1,5 Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub>.<\/p>\n<p><strong>Kaskadennutzung von Holzprodukten<\/strong><\/p>\n<p>Reduzierend auf die Treibhausgaskonzentration der Atmosph\u00e4re wirkt auch die Bindung von Kohlenstoff in Holzprodukten. Dies gilt besonders f\u00fcr den Hausbau, bei dem die Werkst\u00fccke besonders langlebig sind. Der K\u00f6nigsweg schlie\u00dflich ist die als Kaskadennutzung bekannte Holzverwendung: Ausgediente Holzprodukte werden recycelt oder noch umweltgerecht zur Energiegewinnung genutzt.<\/p>\n<p><strong>Gelungenes Gemeinschaftsprojekt st\u00e4rkt Gemeinwohl<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEine Aufforstung ist also eine gute Investition in die Zukunft.\u201cMit dem Wachstum von jedem Kubikmeter Holz werden der Atmosph\u00e4re etwa 1,4 Tonnen CO2 entzogen &#8211; und damit so viel, wie ein 6 Liter-Auto auf rund 10.000 Kilometern ausst\u00f6\u00dft.&#8221; Dabei wird gut eine Tonne Sauerstoff abgegeben&#8221;, res\u00fcmiert der Forstfachmann.&#8221;<\/p>\n<p>Er freue sich daher besonders \u00fcber das umfangreiche Engagement der Sparda-Bank. Die gemeinsam angelegten Waldfl\u00e4chen w\u00fcrden der Atmosph\u00e4re j\u00e4hrlich voraussichtlich rund 50 Tonnen CO<sub>2<\/sub> entziehen. Sobald dann das erste klimaneutrale Holz genutzt werde, verst\u00e4rke sich der positive Umweltaspekt, weil zus\u00e4tzlich CO<sub>2<\/sub> vermieden werde. \u201eDer Begriff der Nachhaltigkeit muss immer wieder mit Leben gef\u00fcllt werden. Schlie\u00dflich ist Nachhaltigkeit einer der wichtigsten Grunds\u00e4tze sowohl f\u00fcr das \u00f6kologische als auch das \u00f6konomische Handeln\u201c, sagte J\u00fcrgen Weber. Daher ist auch aus seiner Sicht die Zusammenarbeit mit dem Hessenforst ein gro\u00dfer Gewinn f\u00fcr alle. Vor allem f\u00fcr alle Bewohner Hessens.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Oberaula. Hessen-Forst beabsichtigt in den n\u00e4chsten Jahren in Hessen mehrere Hektar neuen Klimawald aufzuforsten. In diesem Rahmen wird die Sparda-Bank Hessen eG f\u00fcr jedes neue Mitglied zwischen 2011 und 2013 jeweils einen Baum finanzieren. 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