{"id":92063,"date":"2011-10-28T00:10:12","date_gmt":"2011-10-28T00:10:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=92063"},"modified":"2011-10-27T11:13:12","modified_gmt":"2011-10-27T11:13:12","slug":"jugendgruppen-im-bonifatiuskloster-beschaftigten-sich-mit-tod","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=92063","title":{"rendered":"Jugendgruppen im Bonifatiuskloster besch\u00e4ftigten sich mit Tod"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/111027_Seelenbretter.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-92065\" title=\"111027_Seelenbretter\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/111027_Seelenbretter-265x176.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/111027_Seelenbretter-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/111027_Seelenbretter.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>H\u00fcnfeld. <\/strong>Im Jugendkeller des St. Bonifatiusklosters H\u00fcnfeld herrscht flei\u00dfiges Treiben: Einfache Holzbretter werden farbenfroh verziert, ob mit zahlreiche bunten Klecksen oder einer malerischen Taube. \u201eAlle wollen in den Himmel, aber niemand will sterben\u201c, ist auf einem Brett zu lesen. Die Jugendgruppen Lorenzinis und Bosch besch\u00e4ftigten sich in den letzten Wochen mit dem Thema Tod. \u201eTod und Trauer sind keine einfachen Themen\u201c, wei\u00df P. Felix Rehbock OMI, Leiter des Jugendb\u00fcros. \u201eVielfach werden solche Themen regelrecht totgeschwiegen, obwohl sie zum menschlichen Leben geh\u00f6ren. Jeder wurde schon einmal damit konfrontiert. Oft hat dieses Ignorieren mit Hilflosigkeit zu tun. Denn ich wei\u00df nicht, wie ich mich verhalten soll, wenn andere trauern oder todkrank sind.\u201c Die Besch\u00e4ftigung mit diesem Thema in den Jugendgruppen sollte dazu beitragen, diese Angst aufzubrechen, zu \u00fcberwinden, Worte zu finden und handlungsf\u00e4hig zu werden in Zeiten der L\u00e4hmung. Nicht zuletzt gebe uns die christliche Hoffnung Anlass dazu, am Tod nicht zu verzagen, so der Jugendseelsorger.<!--more--><\/p>\n<p>Ergebnis der inhaltlichen Auseinandersetzung sind sogenannte Seelenbretter geworden. W\u00e4hrend sich Totenbretter heute nur noch vereinzelt im Bayrischen und Oberpf\u00e4lzischen Wald befinden, war dieser Brauch im 18. und 19 Jahrhundert im s\u00fcddeutschen Raum weit verbreitet. Auf einfach, sp\u00e4ter auch aufw\u00e4ndiger verzierten Holzbrettern wurden die Toten aufgebahrt. Nach dem Begr\u00e4bnis stellten sie Angeh\u00f6rige zur Erinnerung am Wegrand auf, mit einer Widmung versehen. Ende des 19. Jahrhunderts verschwand diese Form zusehends, indem sie von der Sargbestattung und den heute \u00fcblichen Kreuzen und Grabsteinen abgel\u00f6st wurde. Seelenbretter sind jedoch nicht identisch mit Totenbrettern. Werden Letztere ausschlie\u00dflich f\u00fcr einen Toten angefertigt, sind Seelenbretter im Unterschied dazu im Sinne des Memento mori an die Lebenden gerichtet. Sie sollen zum Innehalten und Stillwerden im hektischen Alltag anregen.<\/p>\n<p>Ab dem 1. November 2011, dem Festtag Allerheiligen, sind die Seelenbretter nebst einigen Plakaten in der Klosterkirche des St. Bonifatiusklosters ausgestellt. \u201eJeder ist herzlich eingeladen, in den Novembertagen, den Tagen des Totenmonats, sich Zeit zu nehmen, um sich von den Brettern und Spr\u00fcchen inspirieren zu lassen. Sie geben Denkanst\u00f6\u00dfe, oft auch provozierend, und k\u00f6nnen einen Hilfe sein, das Thema Tod ins Leben zu holen\u201c, so P. Felix Rehbock OMI.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>H\u00fcnfeld. Im Jugendkeller des St. Bonifatiusklosters H\u00fcnfeld herrscht flei\u00dfiges Treiben: Einfache Holzbretter werden farbenfroh verziert, ob mit zahlreiche bunten Klecksen oder einer malerischen Taube. \u201eAlle wollen in den Himmel, aber niemand will sterben\u201c, ist auf einem Brett zu lesen. Die Jugendgruppen Lorenzinis und Bosch besch\u00e4ftigten sich in den letzten Wochen mit dem Thema Tod. \u201eTod &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-92063","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/92063","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=92063"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/92063\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=92063"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=92063"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=92063"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}