{"id":91823,"date":"2011-10-19T00:12:11","date_gmt":"2011-10-19T00:12:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=91823"},"modified":"2011-10-19T06:58:25","modified_gmt":"2011-10-19T06:58:25","slug":"die-frauenquote-kommt-spd-abgeordnete-verweist-auf-europaische-losung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=91823","title":{"rendered":"\u201eDie Frauenquote kommt\u201c &#8211; SPD-Abgeordnete verweist auf europ\u00e4ische L\u00f6sung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kassel. <\/strong>Die Berliner Diskussion \u00fcber mehr Frauen in F\u00fchrungspositionen, insbesondere in Unternehmensvorst\u00e4nden und -aufsichtsr\u00e4ten, kommentierte die nordhessische Europaabgeordnete Barbara Weiler \u201eWenn sich Unternehmen und Politik in Deutschland weiter str\u00e4uben, wird es auf europ\u00e4ischer Ebene zu einer fortschrittlichen L\u00f6sung kommen\u201c, so die SPD-Politikerin zum Treffen von CDU-Ministerinnen und F\u00fchrungskr\u00e4ften der DAX-notierten Unternehmen am vergangenen Montag. Damit spielte die Sozialdemokratin auf eine bereits im M\u00e4rz stattgefundene Zusammenkunft zwischen EU-Justizkommissarin Viviane Reding mit europ\u00e4ischen Wirtschaftsf\u00fchrern an. Reding hatte dabei angek\u00fcndigt, den Unternehmen zw\u00f6lf Monate zu geben, um erste Fortschritte zu pr\u00e4sentieren und die Selbstverpflichtung \u201eFrauen in Vorst\u00e4nden \u2013 Verpflichtung f\u00fcr Europa\u201c zu unterschreiben. <!--more--><\/p>\n<p>Darin versprechen die Unternehmen den Frauenanteil im Vorstand, beziehungsweise Aufsichtsrat, bis 2015 auf 30 Prozent und bis 2020 auf 40 Prozent zu erh\u00f6hen. Die Kommissarin betonte, sollte das Ergebnis ihrer Pr\u00fcfung im M\u00e4rz 2012 nicht wie gew\u00fcnscht ausfallen, werde sie \u201eregulatorisch kreativ\u201c. Dies wurde vom Europ\u00e4ischen Parlament mit gro\u00dfer Mehrheit begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p>Barbara Weiler: \u201eWenn die Firmen nicht freiwillig den Frauenanteil erh\u00f6hen, m\u00fcssen gesetzliche Vorgaben sie dazu zwingen. Zu viele Talente bleiben durch die Starrsinnigkeit von einigen Unternehmen und Politikern ungen\u00fctzt.\u201c Es k\u00f6nne nicht sein, dass in den deutschen Vorstandsetagen weniger als vier Prozent Frauen sitzen. Auch auf europ\u00e4ischer Ebene sei der Frauenanteil von zw\u00f6lf Prozent deutlich zu niedrig, so Barbara\u00c2\u00a0Weiler \u201eWenn wir die Unternehmen so weiter machen lassen, dann dauert es noch 50 Jahre, bis ein akzeptables Verh\u00e4ltnis erreicht wird\u201c, sagte die Europaabgeordnete in Hinblick auf die langsame Entwicklung in den Konzernen. Nur einen halben Prozentpunkt steigt der Anteil der weiblichen Vorst\u00e4nde pro Jahr. Am n\u00e4chsten Internationalen Frauentag, dem 8. M\u00e4rz 2012, entscheidet die Europ\u00e4ische Kommission, wie sie die Fortschritte bewertet und welche Ma\u00dfnahmen getroffen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><em>\u00c2\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>\u00c2\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em><br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Kassel. Die Berliner Diskussion \u00fcber mehr Frauen in F\u00fchrungspositionen, insbesondere in Unternehmensvorst\u00e4nden und -aufsichtsr\u00e4ten, kommentierte die nordhessische Europaabgeordnete Barbara Weiler \u201eWenn sich Unternehmen und Politik in Deutschland weiter str\u00e4uben, wird es auf europ\u00e4ischer Ebene zu einer fortschrittlichen L\u00f6sung kommen\u201c, so die SPD-Politikerin zum Treffen von CDU-Ministerinnen und F\u00fchrungskr\u00e4ften der DAX-notierten Unternehmen am vergangenen Montag. 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