{"id":91607,"date":"2011-10-11T00:05:35","date_gmt":"2011-10-11T00:05:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=91607"},"modified":"2011-10-11T07:36:33","modified_gmt":"2011-10-11T07:36:33","slug":"schreibwerkstatt-der-awo-stiftung-lichtblicke-fordert-sprachkompetenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=91607","title":{"rendered":"Schreibwerkstatt der AWO-Stiftung-Lichtblicke f\u00f6rdert Sprachkompetenz &#8211; Cuno-Raabe-Schule ist dabei"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Schreibwerkstatt-5-mittel1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-91611\" title=\"Schreibwerkstatt-5-mittel\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Schreibwerkstatt-5-mittel1.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" height=\"350\" \/><\/a><\/p>\n<p>Fulda. \u201eWer ist daf\u00fcr, dass Frau Weber an der Schule bleibt?\u201c, will ein M\u00e4dchen wissen. Alle 6 Teilnehmer der Schreibwerkstatt strecken ihre Arme in die H\u00f6he. Das allein zeigt, wie viel Spa\u00df die Kinder bei dem von der Sozialarbeiterin Katharina Weber geleiteten Projekt hatten.<\/p>\n<p>Das ist nicht selbstverst\u00e4ndlich, denn der Kurs fand immer mittwochs nach den regul\u00e4ren Schulstunden statt, zu einer Zeit also, in der alle anderen Kinder essen, spielen oder sich ausruhen. Doch ohne eine Portion Anstrengung und Engagement ist im Leben eben kein Erfolg zu haben. Hat man dann aber etwas geschafft, dann ist der Stolz gro\u00df. So war es auch bei den 5 M\u00e4dchen und dem einzigen Jungen, die freiwillig an der Schreibwerkstatt der AWO-Stiftung-Lichtblicke in der Cuno-Raabe-Schule teilgenommen hatten. Kurz nach den Osterferien begann der Kurs, kurz nach den Sommerferien endete er. Jetzt bekamen die Sch\u00fcler ihre Ergebnisse in einer Mappe zusammengefasst. Sie wurde ihnen bei einem Pressetermin zusammen mit einer Urkunde von der stellvertretenden Schulleiterin, Sandra Balzter, \u00fcberreicht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Schreibwerkstatt-4.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-91609\" title=\"Schreibwerkstatt-4\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Schreibwerkstatt-4-265x198.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Schreibwerkstatt-4-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Schreibwerkstatt-4.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Damit ist die Cuno-Raabe-Schule nach der Marquardschule nun die zweite Fuldaer Grundschule, die das Angebot der Arbeiterwohlfahrt wahrgenommen und von der Idee profitiert hat, bei Kindern mit Migrationshintergrund die Lust an der deutschen Sprache durch das selber Schreiben zu wecken. Dabei geht es zun\u00e4chst nicht um die Rechtschreibf\u00f6rderung, da dies zum Pflichtkanon der Schulen geh\u00f6rt, sondern es geht um die \u00dcberwindung der Scheu, sich in der deutschen Sprache auszudr\u00fccken. Nur wenn die Begeisterung der Kinder entfacht wird, f\u00fchrt dies auch zu einem nachhaltigen Interesse und damit fast zwangsl\u00e4ufig zu einem souver\u00e4neren Umgang mit der Sprache, die wiederum den Grundstein bildet f\u00fcr bessere Schulleistungen.<\/p>\n<p>Doch wie entfacht man die Begeisterung f\u00fcr die deutsche Sprache? Die Workshop-Leiterin, Katharina Weber, Sozialarbeiterin bei der Arbeiterwohlfahrt Fulda, schildert das eigens f\u00fcr dieses Projekt in Fulda von ihr entwickelte Konzept: An den Anfang des Workshops stellt sie eine Geschichte, die nicht nur gut und spannend erz\u00e4hlt ist, sondern auch sehr viel mit dem Leben der Kinder zu tun hat: das Buch \u201eNeben mir ist noch Platz\u201c von Paul Maar. Die Geschichte handelt von Steffi aus Deutschland und Aischa aus dem Libanon, von ihren unterschiedlichen Kulturen und Erfahrungen, aber auch davon, wie die beiden M\u00e4dchen zusammen finden und Freundinnen werden.<\/p>\n<p>Indem die Gruppe diese Geschichte las, kamen bei den Kindern eigene Erfahrungen hoch und sie begannen zu erz\u00e4hlen. Wortspiele und Sprach\u00fcbungen halfen ihnen dann dabei, ihre Gedanken zu ihrer Herkunft, ihrer Familie und ihrer Heimat Deutschland nicht nur m\u00fcndlich zu formulieren, sondern auch zu Papier zu bringen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Schreibwerkstatt-1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-91608\" title=\"Schreibwerkstatt-1\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Schreibwerkstatt-1-265x198.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Schreibwerkstatt-1-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Schreibwerkstatt-1.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Dabei wurden alle 6 Teilnehmerkinder in Deutschland geboren. Doch ihre Familien stammen aus der T\u00fcrkei, aus Spanien, aus Russland und aus Somalia. Zu Hause wird bei ihnen kaum Deutsch gesprochen. Das war auch der Grund, gezielt diese Kinder anzusprechen, ob sie Interesse daran haben, an dem Kurs teilzunehmen. Von den urspr\u00fcnglich 8 Kindern hielten 6 durch. \u201eDas ist toll,\u201c w\u00fcrdigte die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der AWO Fulda, Edith Becker, die kleinen Autoren und Werner Krah, Vorsitzender AWO Fulda, betonte, wie gut gerade dieses Projekt in die Konzeption der AWO passt. Es f\u00f6rdert n\u00e4mlich gerade die, die sonst einfach durch das Raster schulischer Beurteilung fallen.<\/p>\n<p>Dass sie tats\u00e4chlich auch im Schulalltag etwas von ihren neu erworbenen F\u00e4higkeiten haben, best\u00e4tigten alle Kinder. \u201eIch habe mich fr\u00fcher nicht getraut vorzulesen,\u201c gesteht ein M\u00e4dchen. \u201eEs ist eigentlich in allen F\u00e4chern ein bisschen besser geworden,\u201c meint ein anderes. \u201eAber doch nicht in Mathe,\u201c entgegnet ein anderes. \u201eDoch\u201c, besteht das M\u00e4dchen auf ihrer Meinung, \u201eda gibt\u00e2\u20ac\u2122s doch auch Textaufgaben.\u201c<\/p>\n<p>N\u00e4here Infos zur Schreibwerkstatt in der Gesch\u00e4ftsstelle der AWO Fulda, bei Katharina Weber oder Edith Becker, Tel.: 0661 \u2013 480 045-15, Email: <a href=\"mailto:katharina.weber@awo-fulda.de\">katharina.weber@awo-fulda.de<\/a>, Langebr\u00fcckenstra\u00dfe 14, Mo, Di, Mi 9-13 Uhr. Allgemeine Informationen zur AWO erhalten Sie unter der Tel. Nr.: 0661 \u2013 480 045-0 oder im Internet: <a href=\"http:\/\/www.awo-fulda.de\/\">www.awo-fulda.de<\/a>.<\/p>\n<p>Infos zum Konzept der Schreibwerkst\u00e4tten der AWO Stiftung Lichtblicke gibt es hier: <a href=\"http:\/\/www.awo-nordhessen.de\/awo-stiftung-lichtblicke\/schreibwerkstaetten\">http:\/\/www.awo-nordhessen.de\/awo-stiftung-lichtblicke\/schreibwerkstaetten<\/a> (Text + Fotos Marianne Blum)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. \u201eWer ist daf\u00fcr, dass Frau Weber an der Schule bleibt?\u201c, will ein M\u00e4dchen wissen. Alle 6 Teilnehmer der Schreibwerkstatt strecken ihre Arme in die H\u00f6he. Das allein zeigt, wie viel Spa\u00df die Kinder bei dem von der Sozialarbeiterin Katharina Weber geleiteten Projekt hatten. 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