{"id":91564,"date":"2011-10-11T00:10:52","date_gmt":"2011-10-11T00:10:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=91564"},"modified":"2011-10-10T15:59:21","modified_gmt":"2011-10-10T15:59:21","slug":"hessen-sucht-3-520-fachkrafte-fur-kindertageseinrichtungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=91564","title":{"rendered":"Hessen sucht 3.520 Fachkr\u00e4fte f\u00fcr Kindertageseinrichtungen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wiesbaden.<\/strong> Der Hessische Sozialminister Stefan Gr\u00fcttner stellte gestern auf dem Fachkraftgipfel zum Fachkraftbedarf in Kindertagesst\u00e4tten die erste Studie zum Bedarf in Hessen vor, die belegt, dass die Initiativen der Hessischen Landesregierung bereits Erfolg haben. \u201eMit Hilfe der Untersuchung des Deutschen Jugendinstituts und der Technischen Universit\u00e4t Dortmund k\u00f6nnen wir k\u00fcnftig noch gezielter die Sicherung des Fachkr\u00e4ftebedarfs angehen\u201c, so der Sozialminister bei der Pr\u00e4sentation der Ergebnisse des Forschungsvorhabens, das vom Land mit 35.000 Euro gef\u00f6rdert wurde. Im Jahr 2009 war das Hessische Sozialministerium von einem Bedarf in H\u00f6he von 6.000 bis 8.000 Fachkr\u00e4ften f\u00fcr das Jahr 2013 ausgegangen, in dem der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz f\u00fcr Kinder unter drei Jahren g\u00fcltig wird. <!--more--><\/p>\n<p>Allein die Stadt Frankfurt hatte 2009 \u00f6ffentlich von einem Fehlbedarf in H\u00f6he von 4.400 Fachkr\u00e4ften gesprochen. Die nun vorgelegten Zahlen machen deutlich, dass der Bedarf bis zum Jahr 2013 niedriger ausf\u00e4llt. Hessenweit wird er bei 3.520 Fachkr\u00e4ften f\u00fcr diesen Zeitraum liegen. Dabei zeige sich, so Gr\u00fcttner, dass f\u00fcr die Stadt Frankfurt ein Bedarf von 1.420 Fachkr\u00e4ften besteht. \u201eDas bedeutet sicherlich eine gro\u00dfe Herausforderung, der sich die Hessische Landesregierung auch zuk\u00fcnftig stellen wird, liegt aber weiter unter der durch die Stadt 2009 angegebenen Bedarfsplanung.\u201c Die Ergebnisse der 33 Jugendamtsbezirke, die in der Studie untersucht wurden, machten jedoch auch deutlich, dass in zehn Regionen (die St\u00e4dte Darmstadt, Gie\u00dfen, Wetzlar, Marburg und Fulda sowie die Landkreise Main-Kinzig, Odenwald, Lahn-Dill, Vogelsberg und Fulda) 2013 kein Bedarf, vielmehr ein \u00dcberhang existieren wird. So wird beispielsweise f\u00fcr die Stadt Marburg von einem \u00dcberhang von 153 Fachkr\u00e4ften im Jahr 2013 ausgegangen.<\/p>\n<p>Die vielf\u00e4ltigen Initiativen der Hessischen Landesregierung zur Gewinnung von Fachkr\u00e4ften im Bereich der Kindertageseinrichtungen seit 2009 zeigten Wirkung, erkl\u00e4rte Gr\u00fcttner. \u201eDer Fachkr\u00e4ftebedarf und die Prognose f\u00fcr 2013 haben sich verringert.\u201c So habe das Hessische Sozialministerium im Jahr 2009 eine landesweite Werbe- und Imagekampagne \u201eGROSSE Zukunft mit kleinen HELDEN \u2013 Werde Erzieherin \/ Erzieher!\u201c gestartet, die sehr erfolgreich ist. \u201eDie hohe Nachfrage nach der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung hat zu einem Ausbau des Ausbildungsangebots gef\u00fchrt. Die Zahl der Auszubildenden an den Fachschulen f\u00fcr Sozialp\u00e4dagogik in Hessen sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen.<\/p>\n<p>Allein in den letzten beiden Schuljahren ist eine Steigerung um etwa 20 Prozent zu verzeichnen. Mit 5.383 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern im Schuljahr 2010\/2011 ist ein historischer H\u00f6chststand erreicht\u201c, sagte der Sozialminister. Dar\u00fcber hinaus habe das Hessische Sozialministerium zur F\u00f6rderung von Quereinsteigern\/innen 21 der 33 Fachschulen f\u00fcr Sozialp\u00e4dagogik in Hessen bei der \u00d6ffnung ihrer Angebote durch die \u00dcbernahme der Kosten des Zertifizierungsprozesses unterst\u00fctzt. Allein die Berta Jourdan Schule in Frankfurt habe im vergangenen und im laufenden Schuljahr zirka 100 Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger f\u00fcr die Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher gewinnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u201eDie nun vorliegenden regionalen Bedarfsberechnungen bieten die M\u00f6glichkeit, die bisherigen landesweiten Initiativen der Landesregierung regional mit gezielten Ma\u00dfnahmen aufzugreifen\u201c, erkl\u00e4rt Gr\u00fcttner. Es sei erkennbar, dass zwischen den Regionen Differenzen existieren, die wiederum Auswirkungen auf den Bedarf an Fachkr\u00e4ften haben. Es werde beispielsweise deutlich, dass der Ausbau der Kindertagespflege unterschiedlich ausf\u00e4llt. Au\u00dferdem sei der Anteil der vollzeitt\u00e4tigen Fachkr\u00e4fte regional unterschiedlich. So sind beispielsweise in der Stadt R\u00fcsselsheim 32 Prozent der Fachkr\u00e4fte in Vollzeit t\u00e4tig, in der Stadt Hanau hingegen 56,3 Prozent. Aber auch f\u00fcr die Arbeitsagenturen und Jobcenter stellen die regionalen Bedarfsberechnungen Grundlagen zur weiteren Ausrichtung ihrer Angebote dar. So k\u00f6nne beispielsweise die Vergabe von Bildungsgutscheinen konkret dem zuk\u00fcnftigen Bedarf angepasst werden, betonte der Minister.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die in Kindertageseinrichtungen in Hessen beruflich T\u00e4tigen bieten die Ergebnis der Untersuchung eine wichtige Orientierung. \u201eDa die Hochrechnungen der Studie den Bedarf bis zum Jahr 2020\/2021 darstellen, wird deutlich, in welchen Regionen der attraktive Beruf der Erzieherin und des Erziehers besonders g\u00fcnstige Berufsaussichten bietet\u201c, betonte Gr\u00fcttner und warb abschlie\u00dfend ganz im Sinne der Kampagne des Hessischen Sozialministerium \u201eGROSSE Zukunft mit kleinen HELDEN \u2013 Werde Erzieherin \/ Erzieher!\u201c f\u00fcr diesen wichtigen Beruf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. 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