{"id":91557,"date":"2011-10-12T00:20:56","date_gmt":"2011-10-12T00:20:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=91557"},"modified":"2011-10-11T10:48:04","modified_gmt":"2011-10-11T10:48:04","slug":"gesprachszeit-gegen-einsamkeit-und-langeweile-im-alter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=91557","title":{"rendered":"Gespr\u00e4chszeit &#8211; gegen Einsamkeit und Langeweile im Alter"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/111011_Gespr%C3%A4chszeit.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-91638\" title=\"111011_Gespr\u00e4chszeit\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/111011_Gespr%C3%A4chszeit-265x197.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"197\" \/><\/a>Kalbach. <\/strong>Die dunkle Jahreszeit wirft ihre Schatten voraus. Viele \u00e4ltere Menschen f\u00fcrchten diese Zeit mit den langen N\u00e4chten und kurzen Tagen, sie f\u00fcrchten die Einsamkeit, und nicht wenige leiden unter Depressionen. \u201eGespr\u00e4chszeit \u2013 damit Langeweile und Einsamkeit keine Chance haben\u201c, hei\u00dft ein aktuelles Sozialprojekt, mit dem \u00e4ltere Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen k\u00f6nnen. Im Kern geht es darum, Menschen, die sich zu bestimmten Themen unterhalten m\u00f6chten, zusammen zu bringen. Dahinter verbirgt sich als Gesch\u00e4ftsidee eine seri\u00f6se Kontaktvermittlung, die bewusst auf eine Plattform im Internet verzichtet.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Solidarit\u00e4tsprinzip<\/strong><\/p>\n<p>Gespr\u00e4chszeit verfolgt aber auch einen sozialen Gedanken. \u201eWir wollen, dass alle Menschen von unserer Dienstleistung profitieren k\u00f6nnen\u201c. \u00c4ltere Menschen, die finanzielle Leistungen im Rahmen der Hilfe zur Pflege beziehen, k\u00f6nnen kostenfrei an Gespr\u00e4chszeit teilnehmen. Hier sind insbesondere die Bewohner von Senioreneinrichtungen angesprochen. \u201eDie Verwaltungen der Altenpflegeeinrichtungen k\u00f6nnen bei uns entsprechende Flyer anfordern,\u201c sagt Gespr\u00e4chszeitgr\u00fcnder Hans-Peter Kraushaar. Angesprochen sind aber insbesondere auch die \u00e4lteren Menschen, die noch in den eigenen vier W\u00e4nden wohnen. Auf eine Altersbeschr\u00e4nkung haben die Gespr\u00e4chszeitmacher bewusst verzichtet. \u201eDas Mindestalter ist 18 Jahre. Nach oben haben wir keine Grenzen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Kunst statt Krankheit<\/strong><\/p>\n<p>Der Heubacher Hans-Peter Kraushaar hat die Idee zu dem Gespr\u00e4chszeitprojekt gemeinsam mit einem Freund entwickelt. Ausschlaggebend waren pers\u00f6nliche Erlebnisse und Erfahrungen mit alten Menschen, die \u00fcber Einsamkeit im Alter und zu wenig oder nur oberfl\u00e4chlichen Kontakt zu Kindern und Enkeln klagten. Kraushaar: \u201eWir sind zum Leidwesen vieler \u00c4rzte mittlerweile so weit, dass viele \u00e4ltere Menschen, den Besuch in der Arztpraxis als willkommene Gespr\u00e4chsgelegenheit sehen\u201c. Und dabei werde wieder nur \u00fcber Krankheiten geredet, wo sich die \u00e4lteren Menschen doch gerne auch einmal \u00fcber aktuelle Themen des t\u00e4glichen Lebens, Hobbies oder Kunst und Geschichte unterhalten w\u00fcrden. Nicht ohne Grund g\u00e4be es in der Zwischenzeit schon Selbsthilfegruppen f\u00fcr verlassene Eltern.<\/p>\n<p><strong>Hilfe zur Selbsthilfe<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEs ist an der Zeit, dass die \u00e4lteren Menschen ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen\u201c, sagt Hans-Peter Kraushaar. Gespr\u00e4chszeit begreife sich als Dienstleistung, bei der die \u00e4lteren Menschen selbst aktiv werden und zu ihren Wunschthemen Gespr\u00e4chspartner finden. &#8220;Es geht uns nicht darum, neue Lebenspartnerschaften zu begr\u00fcnden&#8221;, so Kraushaar weiter, &#8220;nein wir wollen ganz einfach den Hunger der \u00e4lteren Menschen nach Gespr\u00e4chen, nach Kommunikation stillen&#8221;. Der 48j\u00e4hrige hat einen Themenfragebogen entwickelt, den er mit einem Flyer verteilt. Hier k\u00f6nnen die \u00e4lteren Menschen Themenbereiche ausw\u00e4hlen und eigene Wunschthemen angeben. Kraushaar sucht dann nach \u00dcbereinstimmungen und vermittelt Kontakte.<\/p>\n<p><strong>Brieffreundschaften und Telefonate<\/strong><\/p>\n<p>Der Gespr\u00e4chszeit-Gr\u00fcnder hat gro\u00dfen Wert auf Datenschutz und Seriosit\u00e4t gelegt. &#8220;Wir wollen uns bewusst von den \u00fcblichen Kontaktb\u00f6rsen im Internet abheben und kommunizieren mit unseren Kunden in der Regel auf dem Postweg&#8221;, sagt Hans-Peter Kraushaar. Nachdem die Interessenten den Fragebogen abgeschickt haben, erhalten Sie eine Best\u00e4tigung, k\u00f6nnen alles in Ruhe pr\u00fcfen und sind noch keine Verpflichtung eingegangen. Erst mit der Zahlung der einmaligen Grundgeb\u00fchr entsteht das Vertragsverh\u00e4ltnis und die Vermittlung beginnt. \u00c2\u00a0Wie oft sich die Gespr\u00e4chspartner treffen und auf welchem Weg sie miteinander kommunizieren, bleibt den Teilnehmern selbst \u00fcberlassen. So k\u00f6nnen traditionelle Brieffreundschaften entstehen, aber nat\u00fcrlich auch Kontakte per Telefon, per Mail oder SMS. Die Gespr\u00e4chspartner vereinbaren einen Gespr\u00e4chstermin und sprechen dann am Telefon miteinander. Nat\u00fcrlich sind auch pers\u00f6nliche Treffen nicht ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Weiter Infos: <a href=\"http:\/\/www.gespraechszeit.com\/\">www.gespraechszeit.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Kalbach. Die dunkle Jahreszeit wirft ihre Schatten voraus. 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