{"id":91220,"date":"2011-09-29T17:04:43","date_gmt":"2011-09-29T17:04:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=91220"},"modified":"2011-09-29T17:04:43","modified_gmt":"2011-09-29T17:04:43","slug":"kulturamtsleiter-dr-werner-kirchhoff-verabschiedet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=91220","title":{"rendered":"Kulturamtsleiter Dr. Werner Kirchhoff verabschiedet"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/110929_Kirchhoff.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-91221\" title=\"110929_Kirchhoff\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/110929_Kirchhoff-265x166.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"166\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/110929_Kirchhoff-265x166.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/110929_Kirchhoff.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda (mb). Fuldische Geschichte ist untrennbar mit einem Namen verbunden: dem Dr. Werner Kirchhoffs. \u00dcber 35 Jahre leitete der geb\u00fcrtige Fuldaer das Kulturamt der Stadt. Kirchhoff koordinierte die einzelnen Fachbereiche wie Vonderau Museum, Volkshochschule, Musikschule oder Schlosstheater, er forschte \u2013 oder packte oft genug selbst mit an, wenn es etwas zu regeln galt. Im Roten Zimmer des Stadtschlosses verabschiedete ihn Fuldas Kulturdezernent Gerhard M\u00f6ller und f\u00fchrte seinen Nachfolger Dr. Thomas Heiler mit der \u00dcbergabe der Ernennungsurkunde offiziell in seine neue Funktion ein. Heiler wird weiterhin als Leiter f\u00fcr das Stadtarchiv verantwortlich bleiben.<!--more--><br \/>\n<strong>Kompetente Antworten<\/strong><\/p>\n<p>M\u00f6ller lie\u00df Kirchhoffs berufliche Vita noch einmal Revue passieren. Am Beginn seiner T\u00e4tigkeit sei rasch das Interesse des Historikers und Arch\u00e4ologen deutlich geworden, in der Heimatstadt seiner Berufung nachgehen zu k\u00f6nnen. Umgekehrt habe seitens der Verwaltung das gleiche Bestreben bestanden, Kirchhoff f\u00fcr Fulda zu gewinnen. \u201eSehr schnell war klar, dass beide Seiten zueinander kommen wollten,\u201c erinnerte der OB und betonte, in acht Jahren habe er Fuldas langj\u00e4hrigen Kulturamtsleiter kennen und sch\u00e4tzen gelernt.\u00c2\u00a0 Eine gro\u00dfe Strecke seines Weges sei er mit dem fr\u00fcheren Fuldaer Oberb\u00fcrgermeister Dr. Wolfgang Hamberger gegangen. Das Museum, die Neukonzeption und schlie\u00dflich der Aufbau des Vonderau Museums in seiner heutigen Form sei f\u00fcr Kirchhoff ein geradezu \u201eidealtypisches Aufgabenfeld\u201c gewesen.<\/p>\n<p>\u201eAll das war kulturelle Arbeit aus ihrer berufsspezifischen Profession heraus,\u201c lobte M\u00f6ller. Lob gab es von Fuldas Kulturdezernent auch f\u00fcr die Kulturschaffenden in Kirchhoffs Amt. \u201eSie hatten immer ein kleines, aber ein engagiertes Team.\u201c Das, so meinte der OB,\u00c2\u00a0 habe den besonderen Erfolg des Kulturamtes unter der \u00c4gide seines bisherigen Leiters ausgemacht. Schnell und auf Zuruf hin h\u00e4tten die vielen Dinge erledigt werden k\u00f6nnen, die tagt\u00e4glich anfallen. An die \u201ebesonderen Arbeitszeiten\u201c Kirchhoffs, die \u201ePrivileg und Verpflichtung\u201c zugleich gewesen seien, h\u00e4tten sich alle gew\u00f6hnt. \u201eSie haben nie mit dem Blick auf die Stechuhr gearbeitet.\u201c In seiner bisherigen Funktion habe der Historiker viel publiziert und angeregt. Deshalb sei jeder gut beraten, eine \u201eoffene Frage in geschichtlichen Dingen der Stadt Ihnen zu stellen.\u201c Man bekomme immer eine kompetente Antwort mit einer F\u00fclle von Zusatzinformationen.<\/p>\n<p><strong>Starkes Motiv<\/strong><\/p>\n<p>Was kulturell auf den Weg zu bringen war, habe Werner Kirchhoff mit Engagement begleitet. Ohne wenn und aber habe er sich auch der Konsolidierungsaufgabe im Kulturamt\u00c2\u00a0 gestellt \u2013 immer in enger Absprache mit seinen Kolleginnen und Kollegen. Daf\u00fcr dankte ihm Fuldas Verwaltungschef herzlich ebenso wie f\u00fcr seine Bereitschaft, \u201e\u00fcber den regul\u00e4ren Abschied hinaus f\u00fcr uns t\u00e4tig zu sein.\u201c Insbesondere die Fertigstellung des Bibliothekgeb\u00e4udes sei zweifellos f\u00fcr ihn ein \u201estarkes Motiv, um dieses Projekt noch zu Ende zu bringen.\u201c<\/p>\n<p>Im Blick zur\u00fcck k\u00f6nne Kirchhoff nun zufrieden sagen: Es war eine gute Zeit, f\u00fcr ihn selbst wie auch f\u00fcr die Stadt. Er sei eine \u201estarke Pers\u00f6nlichkeit\u201c, die die Zeit gepr\u00e4gt habe. Die in seiner Funktion geforderte Originalit\u00e4t sowie das notwendige Improvisationstalent k\u00f6nne man nicht lernen, \u201esondern das funktioniert nur, wenn man mit dem Herzen dabei ist.\u201c Werner Kirchhoff stehe mit seiner ganzen Person f\u00fcr diesen Gedanken. Daf\u00fcr, so der OB, \u201eein ganz, ganz dickes Dankesch\u00f6n wie auch f\u00fcr ihre Lebensleistung, f\u00fcr ihre Arbeit in G\u00e4nze, die deutliche Spuren hinterlassen hat.\u201c\u00c2\u00a0 \u201eArbeitslos und vor Langeweile st\u00f6hnen werden Sie in Zukunft nicht,\u201c vermutete M\u00f6ller, der seinen Ausblick mit der Hoffnung verband, dass Kirchhoff der Stadt \u201eauch k\u00fcnftig noch als Ratgeber und Antwortgeber oder zu Forschungen zur Verf\u00fcgung stehen wird.\u201c<\/p>\n<p><strong>Urkunde<\/strong><\/p>\n<p>Mit einem fr\u00f6hlichen Schmunzeln dankte Kirchhoff f\u00fcr die \u201elobenden Worte.\u201c Denn: \u201eDa wei\u00df man, wie gut man gewesen ist.\u201c Stadtarchiv und Museum sind eine Sammlung von \u201eRealien der Stadtgeschichte.\u201c Um den Bestand anzureichern, \u00fcbergab Kirchhoff eine stadtgeschichtlich interessante Urkunde an Kulturdezernent M\u00f6ller. Diese Urkunde sei ein \u201esch\u00f6ner Beleg daf\u00fcr, wie im Hintergrund wirkende Personengesellschaften auf das kulturelle Leben der Stadt eingewirkt haben.\u201c Mit einem Dank f\u00fcr die gute Zusammenarbeit, die nur in \u201ekollektiver Leistung\u201c m\u00f6glich sei, verabschiedete sich Fuldas langj\u00e4hriger Kulturamtsleiter.<\/p>\n<p><strong>Wehmut<\/strong><\/p>\n<p>Wenn ein Kollege in den Ruhestand verabschiedet werde, sei immer ein \u201ebisschen Wehmut dabei, weil etwas vom Fachwissen verloren geht oder nicht mehr greifbar ist,\u201c betonte Personalratsvorsitzender Richard Thonius.\u00c2\u00a0 Im Vordergrund des Miteinanders mit Kirchhoff habe stets die \u201eSachlichkeit und Ruhe gestanden, die sie ausstrahlen. Das habe ich sehr gesch\u00e4tzt an ihnen.\u201c Mit dem Zitat Reinhard Kaunes, \u201edas Leben hat Aufgabencharakter und die bedeutsamsten Aufgaben, die warten auf uns im menschlichen Miteinander, in der Arbeit und in der Kultur,\u201c kn\u00fcpfte Thonius an Kirchhoffs bisherige Aufgabe an. Im Namen des Personalrats w\u00fcnschte er dem aus st\u00e4dtischen Diensten ausscheidenden Kulturamtsleiter alles Gute. Seinem Nachfolger Dr. Thomas Heiler w\u00fcnschte der Personalratsvorsitzende eine \u201egl\u00fcckliche Hand\u201c f\u00fcr die vielen k\u00fcnftigen Aufgaben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda (mb). Fuldische Geschichte ist untrennbar mit einem Namen verbunden: dem Dr. Werner Kirchhoffs. \u00dcber 35 Jahre leitete der geb\u00fcrtige Fuldaer das Kulturamt der Stadt. 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