{"id":91200,"date":"2011-09-29T10:01:26","date_gmt":"2011-09-29T10:01:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=91200"},"modified":"2011-09-29T10:02:37","modified_gmt":"2011-09-29T10:02:37","slug":"arbeitslosigkeit-auf-neuem-tiefstand-36-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=91200","title":{"rendered":"Arbeitslosigkeit in der Region Fulda auf neuem Tiefstand: Quote bei 3,6 Prozent"},"content":{"rendered":"<p>Fulda. Ungeachtet der Diskussionen \u00fcber eine Abschw\u00e4chung des Wirtschaftsaufschwungs hat sich die Besch\u00e4ftigungssituation in der Region Fulda im September gegen\u00fcber dem Vormonat saisonbedingt noch einmal verbessert. Gegen\u00fcber dem August sank die Zahl der Arbeitslosen um 281, gegen\u00fcber dem September 2010 sogar um 1.092 Personen auf 4.054, was einem R\u00fcckgang um 21,2 Prozent entspricht. Die Arbeitslosenquote betr\u00e4gt damit 3,6 Prozent (Vorjahr: 4,6 Prozent) und ist in der Betrachtung nach Agenturbezirken und nach Landkreisen die niedrigste in ganz Hessen. Eine niedrigere Arbeitslosenquote hat es zuletzt im September 1980 gegeben.<!--more--><br \/>\nErfreulich ist, dass der deutliche Abbau der registrierten Arbeitslosigkeit sowohl bei der Arbeitsagentur als auch beim Landkreis stattgefunden hat. Innerhalb der letzten 24 Monate ging die Zahl der Arbeitslosen bei der Arbeitsagentur um knapp 40 Prozent und beim Landkreis um 32Prozent zur\u00fcck. Gegenw\u00e4rtig werden 1.571 arbeitslose Menschen von der Arbeitsagentur und 2.483 vom Amt f\u00fcr Arbeit und Soziales betreut.<\/p>\n<p>Landrat Bernd Woide freute sich bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der Arbeitsagentur Fulda mit dem Landkreis \u00fcber die konstant gute Entwicklung des Fuldaer Arbeitsmarktes. Er hob hervor, dass die Zahl der durch den Landkreis betreuten Langzeitarbeitslosen sich seit Beginn 2005 &#8211; der Einf\u00fchrung von Hartz IV- nahezu halbiert habe.<\/p>\n<p>Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Arbeitsagentur wies vor allem auf die positive Entwicklung bei den j\u00fcngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren hin. \u201eAbgesehen von der sozialpolitischen Komponente ist es wegen des k\u00fcnftig noch st\u00e4rker werdenden Fachkr\u00e4ftemangels f\u00fcr unsere Region sehr wichtig, dass wir m\u00f6glichst jeden jungen Menschen in Ausbildung und Arbeit bringen. Insofern ist die Halbierung der Arbeitslosigkeit bei den J\u00fcngeren innerhalb von zwei Jahren eine tolle Sache.\u201c<\/p>\n<p>Bei den \u00e4lteren Arbeitsuchenden (50 bis unter 65 Jahre) gilt es f\u00fcr die Arbeitsagentur und den Landkreis durchaus \u201edickere Bretter\u201c zu bohren. Mehr als jeder dritte Arbeitslose ist momentan 50 Jahre oder \u00e4lter. Allerdings beobachtet der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur, dass sich das Einstellungsverhalten der Wirtschaft tendenziell zu Gunsten der \u00e4lteren Arbeitnehmer\/innen ver\u00e4ndert hat, was bereits seit einigen Monaten zum Abbau der Besch\u00e4ftigungslosigkeit f\u00fchrt. Gleichwohl vollzieht sich der R\u00fcckgang &#8211; vor allem bei den langzeitarbeitslosen \u00e4lteren Personen &#8211; deutlich langsamer als bei den \u00fcbrigen Personengruppen.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich zeitverz\u00f6gert kommt die gute Konjunktur bei den schwerbehinderten Menschen an. \u201eDen Vermittlungsbem\u00fchungen in dieser Personengruppe werden wir weiterhin besondere Aufmerksamkeit widmen\u201c, erkl\u00e4rte Birgit Mathes von der Arbeitsagentur Fulda. Unter anderem durch Eingliederungszusch\u00fcsse und andere F\u00f6rdermittel gelingt es vermehrt, schwerbehinderte M\u00e4nner und Frauen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.<\/p>\n<p>Ein Indiz f\u00fcr die stabile Konjunktur in der Region ist die Stellensituation. Der Arbeitgeberservice der Agentur f\u00fcr Arbeit Fulda konnte im September 793 Stellen akquirieren. Dies waren 253 mehr als vor einem Jahr (+ 46,9 Prozent). Aktuell sind 1.673 Stellen zu besetzen. Gesucht werden Fach- und Hilfskr\u00e4fte in allen Branchen, insbesondere in den Bereichen Metall, Elektro und im Maschinenbau. Auch das\u00c2\u00a0 Bauhaupt- und Baunebengewerbe sucht Personal, ebenso wie das Gastgewerbe und Einzelhandel.<\/p>\n<p>Landrat Bernd Woide verwies auf die im Hessenvergleich niedrige \u201eSGB II-Quote\u201c. Die SGB II-Quote beschreibt den Anteil der im SGB II leistungsberechtigten Personen im Verh\u00e4ltnis zu den Einwohnern des Landkreises bis zu 65 Jahren. W\u00e4hrend die SGB-II-Quote hessenweit 8,2 Prozent betr\u00e4gt, bemisst sich der Anteil im Landkreis Fulda auf lediglich 5,8 Prozent. Derzeit erhalten 10.122 Menschen Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld). Dies sei der niedrigste Stand von Leistungsberechtigten im Landkreis seit Inkrafttreten der Hartz IV-Reformen.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung, sagte Landrat Woide, sei ein Beleg daf\u00fcr, dass der sehr robuste hiesige Arbeitsmarkt dazu beitr\u00e4gt, dass immer mehr Menschen in der Region unabh\u00e4ngig von staatlichen Transferleistungen leben k\u00f6nnen. Die gute Verfassung des Arbeitsmarktes ist nach Auffassung von Woide und Dombrowski eine solide Basis f\u00fcr die weitere Entwicklung der Region. Waldemar Dombrowski hofft, dass sich die Situation auf den Finanzm\u00e4rkten beruhigt und keinen nachhaltigen Schaden in der Realwirtschaft verursacht. Gleichwohl sei eine Abschw\u00e4chung des Wirtschaftswachstums nicht g\u00e4nzlich auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Ungeachtet der Diskussionen \u00fcber eine Abschw\u00e4chung des Wirtschaftsaufschwungs hat sich die Besch\u00e4ftigungssituation in der Region Fulda im September gegen\u00fcber dem Vormonat saisonbedingt noch einmal verbessert. Gegen\u00fcber dem August sank die Zahl der Arbeitslosen um 281, gegen\u00fcber dem September 2010 sogar um 1.092 Personen auf 4.054, was einem R\u00fcckgang um 21,2 Prozent entspricht. 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