{"id":91184,"date":"2011-09-29T00:10:43","date_gmt":"2011-09-29T00:10:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=91184"},"modified":"2011-09-28T13:51:21","modified_gmt":"2011-09-28T13:51:21","slug":"onlinesucht-und-komatrinken-als-neue-herausforderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=91184","title":{"rendered":"Onlinesucht und Komatrinken als neue Herausforderungen"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt. Die Landesregierung entwickelt orientiert an neuen und ver\u00e4nderten Konsummustern das hessische Suchthilfesystem weiter. \u201eOnlinesucht und Komatrinken sind Gefahren von wachsender Bedeutung, denen das Land mit neuen Pr\u00e4ventions-, Beratungs- und Hilfsangeboten begegnet\u201c, erkl\u00e4rte Petra M\u00fcller-Klepper, Staatssekret\u00e4rin im Hessischen Sozialministerium, gestern bei der Er\u00f6ffnung des Deutschen Suchtkongresses in Frankfurt.<!--more--><br \/>\nAn 26 Suchtberatungsstellen ist mittlerweile ein Beratungsangebot \u201eComputer- und Internetsucht\u201c eingerichtet. In Frankfurt, Wiesbaden und Kassel gibt es spezielle Fachstellen f\u00fcr Mediensucht, die an die \u00f6rtliche Suchtberatungsstelle angebunden sind. Hessen k\u00f6nne damit nahezu fl\u00e4chendeckend eine qualifizierte Beratung bei Onlinesucht anbieten. 20 Fachstellen f\u00fcr Suchtpr\u00e4vention bieten Veranstaltungen zum Thema an. \u201e2010 wurden 189 suchtpr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen mit 12.000 Teilnehmern durchgef\u00fchrt, um pathologischem Computergebrauch vorzubeugen\u201c, so die Staatssekret\u00e4rin.<\/p>\n<p>Dabei gehe es vor allem um Jugendliche, verst\u00e4rkt aber auch Kinder, deren Besch\u00e4ftigung mit Onlinespielen, Chatten usw. durchaus sucht\u00e4hnlichen Charakter entwickeln k\u00f6nne. \u201eIm Extremfall kann es zur Aufgabe s\u00e4mtlicher anderer Freizeitaktivit\u00e4ten, zu sozialer Isolation, Schulproblemen und gesundheitlichen St\u00f6rungen kommen\u201c, stellte Petra M\u00fcller-Klepper fest.<\/p>\n<p>Das Pr\u00e4ventions- und Interventionsprojekt \u201eHart am Limit \u2013 HaLt\u201c, das landesweit durchgef\u00fchrt wird, soll junge Menschen vor exzessivem Alkoholkonsum bewahren bzw. ihnen helfen, wenn sich ein problematisches Trinkverhalten bereits etabliert hat. Insgesamt wurde in den vergangenen Jahren die Alkoholpr\u00e4vention in Hessen kontinuierlich ausgebaut \u2013 allein 2010 waren es 818 Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>\u201eDas hessische Suchthilfesystem besteht aus einem engmaschigen Netz von Einrichtungen, die sich f\u00fcr Aufkl\u00e4rung und Information, Vorbeugung und Beratung sowie Hilfe im Bereich von Sucht und Drogen einsetzen. Es befindet sich in steter Bewegung und wird bedarfsorientiert ausgebaut. Sowohl vor Ort als auch auf \u00fcberregionaler Ebene existiert eine enge Zusammenarbeit\u201c, lobte Petra M\u00fcller-Klepper.<\/p>\n<p>Die Staatssekret\u00e4rin verwies darauf, dass eine erfolgreiche Sucht- und Drogenpolitik das gesamte Spektrum von Drogen und S\u00fcchten in den Blick nehmen m\u00fcsse. \u201eAktuelle Konsumzahlen verdeutlichen: Sucht ist kein Randgruppenproblem, das Thema geht alle an.\u201c In Hessen sei davon auszugehen, dass rund 15.000 Personen einen problematischen Konsum von harten Drogen h\u00e4tten, 90.000 Cannabis konsumierten, 250.000 Menschen riskant Alkohol trinken, 100.000 von Medikamenten abh\u00e4ngig seien und rund 320.000 Menschen t\u00e4glich zwischen 16 und 20 Zigaretten rauchten. Hinzu k\u00e4men noch pathologische Gl\u00fccksspielende und Online-S\u00fcchtige.<\/p>\n<p>Petra M\u00fcller-Klepper lobte das Engagement aller Akteure im Drogen- und Suchthilfebereich, in der Selbsthilfe und in der Forschung. \u201eDass Suchtkranke und ihre Angeh\u00f6rige in Hessen bei dem beschwerlichen Weg aus der Sucht kompetente Hilfe finden, ist diesem gro\u00dfen Engagement zu verdanken.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Frankfurt. 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