{"id":91148,"date":"2011-09-29T00:10:42","date_gmt":"2011-09-29T00:10:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=91148"},"modified":"2011-09-28T11:12:01","modified_gmt":"2011-09-28T11:12:01","slug":"pflegemedaille-des-landes-fur-die-helden-des-alltags-23-hessische-burgerinnen-und-burger-ausgezeichnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=91148","title":{"rendered":"Pflegemedaille des Landes f\u00fcr die \u201eHelden des Alltags\u201c &#8211; 23 hessische B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ausgezeichnet"},"content":{"rendered":"<p>Wiesbaden. Sozialminister Stefan Gr\u00fcttner \u00fcberreichte gestern die Pflegemedaille des Landes Hessen bei einem Festakt im Schloss Biebrich in Wiesbaden an 23 hessische B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. \u201ePflegende Angeh\u00f6rige, Freunde und Bekannte sind die im Stillen wirkenden Helden des Alltags. Sie haben gro\u00dfe N\u00e4chstenliebe gezeigt und sich in vorbildlicher Weise um ihre Mitmenschen gek\u00fcmmert. \u00dcber Jahre haben die hier Geehrten mit gro\u00dfer Kraftanstrengung ihnen nahe stehende Menschen zu Hause gepflegt\u201c, w\u00fcrdigte Minister Gr\u00fcttner das Engagement der 23 Pflegemedaillentr\u00e4ger.<!--more--><br \/>\nFast drei Viertel der Pflegebed\u00fcrftigen in Hessen, die Leistungen nach der Pflegeversicherung erhalten, n\u00e4mlich 87.279 Personen, werden nach den Angaben des Ministers zu Hause gepflegt, denn die meisten \u00e4lteren Menschen wollten \u2013 auch bei Pflegebed\u00fcrftigkeit \u2013 in ihrer angestammten Umgebung bleiben. Die gro\u00dfe Mehrheit der zu Hause Betreuten wird durch Angeh\u00f6rige gepflegt, gr\u00f6\u00dftenteils ohne Unterst\u00fctzung durch ambulante Pflegedienste. Entsprechend einer bundesweiten Erhebung werden 92 Prozent der Pflegebed\u00fcrftigen von nahen Familienangeh\u00f6rigen versorgt. \u201eEs ist meistens der engere Kreis der Familien, der die Hauptlast der regelm\u00e4\u00dfig zu erbringenden Hilfeleistungen tr\u00e4gt\u201c, so Gr\u00fcttner weiter. In 28 Prozent der F\u00e4lle werde die Pflege und Betreuung von einem Ehe- oder Lebenspartner geleistet. In 26 Prozent ist es die Tochter, in 10 Prozent der Sohn und in 6 Prozent die Schwiegertochter. \u201eDie in der h\u00e4uslichen Pflege engagierten Menschen, gew\u00e4hrleisten eine Versorgung rund um die Uhr. H\u00e4usliche Pflege ist oft mit enormen k\u00f6rperlichen Anstrengungen und psychischen Belastungen verbunden\u201c, betonte der Sozialminister. \u201eDieses Werk der N\u00e4chstenliebe verdient Dank und Anerkennung der gesamten Gesellschaft.\u201c<\/p>\n<p>Die pflegenden Angeh\u00f6rigen in Hessen, f\u00fcr die die mit der Pflegemedaille Geehrten stellvertretend stehen, stellten ihr Leben in den Dienst Ihrer Mitmenschen. \u201eHierzu investieren sie jeden Tag Kraft und Zeit. Sie verzichten zeitweise auf die eigene Lebensverwirklichung und stellen eigene Interessen hinten an. Damit bringen Sie jeden Tag ein gro\u00dfes Opfer, das heute besonders gew\u00fcrdigt werden soll\u201c, sagte Sozialminister Gr\u00fcttner.<\/p>\n<p>Es sei wichtig, den Angeh\u00f6rigen zur Unterst\u00fctzung ihrer h\u00e4uslichen Pflege schnelle und unkomplizierte Hilfe zukommen zu lassen. Deshalb sei es das Ziel der Hessischen Landesregierung, auch in kleineren Gemeinden Hessens die Tages- und die rehabilitative Kurzeitpflege weiter auszubauen, um so die Pflege von Angeh\u00f6rigen im h\u00e4uslichen Umfeld zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>\u201eSie alle sind in unserer immer st\u00e4rker individualisierten Gesellschaft ein Vorbild f\u00fcr Familie und Gemeinschaft, f\u00fcr Zusammenhalt und Solidarit\u00e4t\u201c, erkl\u00e4rte der Minister. \u201eDie Hessische Landesregierung, Ministerpr\u00e4sident Volker Bouffier und ich \u00fcbermitteln Ihnen mit dieser Auszeichnung Dank und Anerkennung f\u00fcr Ihr herausragendes Wirken. Sie haben sich gro\u00dfe pers\u00f6nliche Verdienste erworben und einen wesentlichen gesellschaftlichen Beitrag geleistet.\u201c<\/p>\n<p><strong>Mit der Pflegemedaille des Landes Hessen wurden geehrt:<\/strong><\/p>\n<p>Frau Gertrud Appel aus Hattersheim-Edersheim (Main-Taunus-Kreis), 72 Jahre alt: Pflegt seit mehr als 28 Jahren ihren Ehemann.<\/p>\n<p>Frau Waltraud Backhaus aus Diemelsee-Wirmighausen (Kreis Waldeck-Frankenberg), 52 Jahre alt: Pflegte \u00fcber einen Zeitraum von 19 Jahren ihre Schwiegermutter, ihre Mutter und ihren Vater.<\/p>\n<p>Frau Ursula Dossier aus Frankfurt am Main, 73 Jahre: Betreut seit mehr als 11 Jahren ihre schwerstbehinderte und -pflegebed\u00fcrftige inzwischen 100-J\u00e4hrige Mutter.<\/p>\n<p>Frau Anna Elisabeth Emmerich aus Ebsdorfergrund (Kreis Marburg-Biedenkopf), 58 Jahre: Versorgt seit mehr als 13 Jahren ihren Ehemann.<\/p>\n<p>Frau Erika Frommert aus B\u00fcrstadt (Landkreis Bergstra\u00dfe), 80 Jahre: Pflegte und versorgte \u00fcber 28 Jahre lang ihre Ehemann bis zu dessen Tod.<\/p>\n<p>Frau Renate G\u00f6bel aus Philippsthal-R\u00f6hrigshof \/ Werra (Landkreis Hersfeld-Rotenburg), 60 Jahre: Pflegte und versorgte mehr als elf Jahre ihre Mutter bis zu deren Tod.<\/p>\n<p>Herr Horst Haas aus Eltville am Rhein (Rheingau-Taunus-Kreis), 71 Jahre: Versorgt seit mehr als elf Jahren seine Ehefrau.<\/p>\n<p>Herr Wilhelm Hack aus Frankfurt am Main, 75 Jahre: Pflegte und versorgte neun Jahre lang seine Ehefrau bis zu deren Tod.<\/p>\n<p>Frau Erna Kemper aus Limeshain (Wetteraukreis), 85 Jahre: Pflegt und betreut seit 62 Jahren ihren Sohn, der von Geburt an behindert ist.<\/p>\n<p>Herr Karl Lach aus Linsengericht-Eidenges\u00e4\u00df (Main-Kinzig-Kreis), 85 Jahre: Versorgt seit 22 Jahren seine Ehefrau.<\/p>\n<p>Ehepaar Zlata und Zlatko Loncaric aus Frankfurt am Main, 44 und 49 Jahre: Pflegten die Mutter beziehungsweise Schwiegermutter mehr als neun Jahre bis zu deren Tod und betreuten \u00fcber 12 Jahre lang die Nachbarin bis zu deren Ableben.<\/p>\n<p>Frau Brigitte Mohr aus M\u00fcnzenberg-Gambach (Wetteraukreis), 59 Jahre: Pflegte ihre Schwiegermutter 18 Jahre bis zu deren Tod und versorgt und betreut seit 23 Jahren ihren Ehemann.<\/p>\n<p>Herr Dieter Moritz aus Hanau, 72 Jahre: Pflegt und versorgt seit zehn Jahren seine Ehefrau.<\/p>\n<p>Frau Maria Pilakowski aus Hadamar-Niederhadamar (Landkreis Limburg-Weilburg), 82 Jahre: Betreut seit fast 50 Jahren ihren Ehemann und pflegte zwei Jahre lang ihre Schwester bis zu deren Tod.<\/p>\n<p>Frau Ingrid Rathmann aus Niddatal-B\u00f6nstadt (Wetteraukreis), 84 Jahre: Pflegt seit 53 Jahren ihren von Geburt an behinderten Sohn und versorgte zehn Jahre lang ihren Bruder bis zu dessen Tod.<\/p>\n<p>Ehepaar Ursula und Karl-Heinz Schmidt aus Waldsolms-Kr\u00f6ffelbach (Lahn-Dill-Kreis), 65 und 67 Jahre: Pflegen und betreuen seit zw\u00f6lf Jahren die Mutter beziehungsweise Schwiegermutter.<\/p>\n<p>Frau Christa Sparkuhl aus Dillenburg (Lahn-Dill-Kreis), 70 Jahre: Pflegt und versorgt seit 23 Jahren ihren Ehemann.<\/p>\n<p>Frau Maria Thorn aus Karben (Wetteraukreis), 58 Jahre: Pflegte 15 Jahre lang ihre Mutter bis zu deren Tod und versorgte ihren Gro\u00dfvater zwei Jahre bis zu dessen Ableben.<\/p>\n<p>Herr Friedrich Wiegand aus Felsberg-Hilgershausen (Schwalm-Eder-Kreis), 84 Jahre: Pflegt und versorgt seit 31 Jahren seine Ehefrau.<\/p>\n<p>Ehepaar Heidrun und Hans Walter Ziegler aus Schwalmstadt-Ziegenhain (Schwalm-Eder-Kreis), 67 und 69 Jahre: Pflegen und betreuen seit mehr als 25 Jahren ihre Tochter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. 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