{"id":90979,"date":"2011-09-25T00:10:00","date_gmt":"2011-09-25T00:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=90979"},"modified":"2011-09-25T06:48:19","modified_gmt":"2011-09-25T06:48:19","slug":"wieder-mehr-arbeitskrafte-gesucht-fachkraftebedarf-wird-zunehmend-zum-personalproblem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=90979","title":{"rendered":"Wieder mehr Arbeitskr\u00e4fte gesucht &#8211;  Fachkr\u00e4ftebedarf wird zunehmend zum Personalproblem"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt. Die Betriebe in Hessen ben\u00f6tigen nach der Krise wieder verst\u00e4rkt Personal. Das belegen die Daten des IAB-Betriebspanels, eine repr\u00e4sentative Befragung von knapp 1.000 hessischen Betrieben vom Sommer 2010. Nachdem zur Mitte des Krisenjahres 2009 der Bedarf an Arbeitskr\u00e4ften stark zur\u00fcckging, stieg ein Jahr sp\u00e4ter die Nachfrage bereits wieder deutlich an. Anhand der Befragung suchten die hessischen Betriebe Mitte 2010 zur sofortigen Einstellung hochgerechnet rund 45.500 Arbeitskr\u00e4fte &#8211; ein Plus von fast 30 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr.<\/p>\n<p><strong>Nachfrage nach an- und ungelernten Arbeitnehmern steigt<\/strong><\/p>\n<p>Jede vierte zu besetzende Stelle betraf einfache T\u00e4tigkeiten. Dies bedeutet im Vergleich zum Jahr 2009 eine deutliche Steigerung an Stellen f\u00fcr An- und Ungelernte. Vor allem aus den Bereichen Handel und Verarbeitendes Gewerbe kam die Nachfrage nach den gering Qualifizierten. Akademiker wurden dagegen im wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Dienstleistungssektor gesucht. Ebenfalls haben Gro\u00dfbetriebe eine hohe Nachfrage nach Akademikern, ihr Bedarf liegt fast f\u00fcnfmal so hoch wie in Kleinstbetrieben. Umgekehrt besteht in kleineren Betrieben eine hohe Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften f\u00fcr einfache T\u00e4tigkeiten.<\/p>\n<p><strong>Wenig Neueinstellungen &#8211; Betriebe nutzen Befristungen und Leiharbeit<\/strong><\/p>\n<p>Im ersten Halbjahr 2010 lag der Umfang der Neueinstellungen mit rund 121.400 auf Vorjahresniveau und ist somit fast unver\u00e4ndert. Besonders viele Neueinstellungen entfielen mit jeweils einem Drittel auf Klein- und Mittelbetriebe. \u00dcber die H\u00e4lfte der Arbeitskr\u00e4fte fand eine Stelle in den dienstleistungsorientierten Branchen.<\/p>\n<p>Allerdings sind laut Befragung immer mehr neueingestellte Mitarbeiter von befristeten Vertr\u00e4gen betroffen. Fast jeder zweite Besch\u00e4ftigte erhielt 2010 zun\u00e4chst einen befristeten Arbeitsvertrag. Damit haben sich Befristungen auch nach der Krise auf einem hohen Niveau eingependelt. Gleichzeitig machen immer mehr Betriebe von dieser M\u00f6glichkeit Gebrauch: Fast 45 Prozent der Betriebe schlossen befristete Vertr\u00e4ge ab. Gegen\u00fcber dem Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme von 13 Prozent.<\/p>\n<p>Auch die Leiharbeit hat sich in Hessen etabliert, wenn auch auf einem niedrigeren Niveau als die Befristungen: Nur in sieben Prozent der hessischen Betriebe finden sich Leiharbeitskr\u00e4fte, diese machen derzeit rund zwei Prozent aller Besch\u00e4ftigten aus. Vor allem in der Produktion (Verarbeitendes und Baugewerbe) ist Leiharbeit verbreitet, wobei die schnelle Verf\u00fcgbarkeit der Besch\u00e4ftigten und der zeitlich begrenzte Bedarf die Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr deren Einsatz sind.<\/p>\n<p><strong>Fachkr\u00e4ftebedarf wird zunehmend zum Personalproblem<\/strong><\/p>\n<p>Im ersten Halbjahr 2010 konnten rund sieben Prozent der Betriebe Stellen f\u00fcr qualifizierte T\u00e4tigkeiten nicht besetzen. Etwa 23.500 Stellen blieben somit frei, mehrheitlich im Dienstleistungsbereich und insbesondere bei den wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Dienstleistungen. Ein Zeichen daf\u00fcr, dass sich vor allem in den wissensintensiven Branchen Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von qualifizierten Besch\u00e4ftigten abzeichnen. Trotz einer Zunahme von 8.000 unbesetzten Stellen im Vergleich zum Vorjahr lag der Umfang frei gebliebener Stellen noch unter dem Niveau der Vorkrisenjahre 2007 und 2008.<\/p>\n<p>Wenn sich die Frage zuk\u00fcnftiger Personalprobleme stellt, stehen die Schwierigkeiten ben\u00f6tigte Fachkr\u00e4fte auf dem Arbeitsmarkt zu finden bei den Betrieben an erster Stelle. 2004 wurde noch die hohe Belastung der Betriebe durch die Lohnkosten genannt. Ein erh\u00f6hter Fachkr\u00e4ftebedarf war im Jahr 2004 nur f\u00fcr jeden achten Betrieb ein Thema, 2010 f\u00fcr fast jeden vierten. Der erwartete Fachkr\u00e4ftebedarf wird somit zunehmend als Problemstellung\u00c2\u00a0 wahrgenommen. Besonders Gro\u00dfbetriebe sehen bei fehlenden Fachkr\u00e4ften Schwierigkeiten auf sich zukommen. Differenziert nach Wirtschaftszweigen ist das Produzierende Gewerbe besonders f\u00fcr dieses Thema sensibilisiert.<\/p>\n<p>Dennoch: \u00dcber die H\u00e4lfte der befragten Betriebe (57 Prozent) rechnen nicht damit, in den n\u00e4chsten beiden Jahren Personalprobleme zu bekommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Frankfurt. Die Betriebe in Hessen ben\u00f6tigen nach der Krise wieder verst\u00e4rkt Personal. Das belegen die Daten des IAB-Betriebspanels, eine repr\u00e4sentative Befragung von knapp 1.000 hessischen Betrieben vom Sommer 2010. Nachdem zur Mitte des Krisenjahres 2009 der Bedarf an Arbeitskr\u00e4ften stark zur\u00fcckging, stieg ein Jahr sp\u00e4ter die Nachfrage bereits wieder deutlich an. 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