{"id":90891,"date":"2011-09-22T00:05:18","date_gmt":"2011-09-22T00:05:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=90891"},"modified":"2011-09-21T12:06:25","modified_gmt":"2011-09-21T12:06:25","slug":"kobolde-die-gute-laune-machen-augsburger-puppenkiste-kommt-erneut-nach-fulda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=90891","title":{"rendered":"Kobolde, die gute Laune machen &#8211; Augsburger Puppenkiste kam erneut nach Fulda"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/110921_Puppenkiste.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-90892\" title=\"110921_Puppenkiste\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/110921_Puppenkiste.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/110921_Puppenkiste.jpg 592w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/110921_Puppenkiste-265x198.jpg 265w\" sizes=\"(max-width: 592px) 100vw, 592px\" \/><\/a>Fulda. Lustige Marionetten, spannende Abenteuer, eine phantasievolle Geschichte. Es brauchte nicht viel, um Kinderaugen zum Leuchten zu bringen. Wenn dann auch noch die Augsburger Puppenkiste und ein vielfach bew\u00e4hrtes p\u00e4dagogisches Konzept dahinterstecken, ist ein tolles Erlebnis vorprogrammiert. So war es auch gestern bei der Auff\u00fchrung des Puppenspiels \u201ePaula und die Kistenkobolde\u201c im evangelischen Zentrum Haus Oranien. Anlass: die diesj\u00e4hrige Hessen-Tournee des Pr\u00e4ventionsprogramms Papilio. Landesweit umgesetzt wird es von der AOK Hessen, der Hessischen Landesstelle f\u00fcr Suchtfragen e.V. (HLS) und den hessischen Fachstellen f\u00fcr Suchtpr\u00e4vention unter der Schirmherrschaft von Sozialminister Stefan Gr\u00fcttner.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Ein Kobold f\u00fcr jedes Gef\u00fchl<\/strong><\/p>\n<p>Das Programm Papilio richtet sich an Kinder im Kindergartenalter, vermindert \u2013 wissenschaftlich nachgewiesen \u2013 erste Verhaltensauff\u00e4lligkeiten und st\u00e4rkt sozial-emotionale Kompetenzen. So kann Sucht- und Gewalttendenzen in sp\u00e4teren Jahren fr\u00fchzeitig vorgebeugt werden. Der besondere Clou: Die Geschichte von \u201ePaula und den Kistenkobolden\u201c hilft den Drei- bis Sechsj\u00e4hrigen spielerisch, ihre eigenen Gef\u00fchle und die Gef\u00fchle anderer kennenzulernen und angemessen mit ihnen umzugehen. Die Kobolde Heulibold, Zornibold, Bibberbold und Freudibold stehen dabei f\u00fcr die Gef\u00fchle Traurigkeit, Wut, Angst und Freude. <strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Hessen als Vorreiter<\/strong><\/p>\n<p>Hessen war das erste Bundesland, das nach der Modellphase in Bayern die fl\u00e4chendeckende Einf\u00fchrung von Papilio beschlossen hat. Bisher sind hierzulande \u00fcber 1.000 ErzieherInnen ausgebildet und \u00fcber 22.000 Kinder erreicht worden. Hubert M\u00f6ller, AOK-Chef im Kreis Fulda, freut sich \u00fcber diese guten Zahlen und begr\u00fcndet das Engagement seines Unternehmens: \u201eAls Gesundheitskasse sind wir stolz, ein Teil von Papilio sein zu d\u00fcrfen. Das Programm ist uns wichtig, denn es hilft dabei, unsere Kinder zu gesunden Erwachsenen zu machen.\u201c Die AOK Hessen hat seit 2006 rund 700.000 EUR f\u00fcr Papilio in die Hand genommen.<strong><\/strong><\/p>\n<p><strong> Erfolgreiche Umsetzung in Fulda<\/strong><\/p>\n<p>\u201eJe fr\u00fcher wir die Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung unserer Kinder positiv unterst\u00fctzen, umso erfolgreicher k\u00f6nnen wir Verhaltensauff\u00e4lligkeiten entgegenwirken. Papilio leistet hierzu einen ganz entscheidenden Beitrag\u201c, erkl\u00e4rt Tina Wienr\u00f6der von der Fachstelle f\u00fcr Suchtpr\u00e4vention. In Stadt und Landkreis Fulda l\u00e4uft das Programm seit dem Jahr 2006. Mittlerweile sind sieben Kinderg\u00e4rten f\u00fcr Papilio zertifiziert und insgesamt 30 Erzieherinnen und Erzieher geschult. \u201eIm kommenden Fr\u00fchjahr starten neue Fortbildungen, interessierte Einrichtungen k\u00f6nnen sich sehr gerne bei mir pers\u00f6nlich melden\u201c, sagt Wienr\u00f6der. Sie kommt \u2013 dieser Hinweis ist ihr wichtig &#8211; auch gerne f\u00fcr einen Kennenlerntag in den Kindergarten, um das Programm ausf\u00fchrlich vorzustellen.<\/p>\n<p><strong>Erster Vollrausch mit 16<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Hessische Landesstelle f\u00fcr Suchtfragen (HLS) setzt Papilio an der genau richtigen Stelle an: \u201eIm Durchschnitt greifen hessische Jugendliche mit 14 Jahren zur Zigarette und haben ihren ersten Alkoholrausch mit 16 Jahren. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen wissen wir, dass man dieser Entwicklung entgegenwirken kann: Und dies bereits im Kindergartenalter. Papilio-Kinder reduzieren nachweislich ihre Verhaltensauff\u00e4lligkeiten st\u00e4rker und entwickeln ihre sozialen F\u00e4higkeiten ausgepr\u00e4gter als andere Gleichaltrige\u201c, so Regina Sahl von der HLS. AOK-Chef M\u00f6ller unterstreicht, dass nicht nur die Kinder profitieren: \u201eAuch Eltern werden mit Papilio vertraut gemacht, damit sie zu Hause die im Kindergarten angesto\u00dfenen Lernprozesse erfolgreich unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Entwickelt und wissenschaftlich \u00fcberpr\u00fcft wurde das Programm in Augsburg. Gemeinsam mit der Augsburger Puppenkiste veranstaltet der Papilio e.V. jene bundesweite Aufkl\u00e4rungskampagne, die \u201ePapilio\u201c jetzt auch nach Fulda gef\u00fchrt hat. Heidrun Mayer, 1. Vorsitzende von Papilio, zu den bisherigen Erfahrungswerten: \u201eIn einer mehrj\u00e4hrigen Studie mit 100 Erzieherinnen, 700 Kindern und 1.200 Eltern wurde Papilio auf seine Wirksamkeit und Machbarkeit mit positivem Ergebnis untersucht.\u201c Die bundesweite Verbreitung von Papilio wird von der Robert Bosch Stiftung und der gemeinn\u00fctzigen Auridis GmbH gef\u00f6rdert, Schirmherr ist der Publizist Ulrich Wickert.<\/p>\n<p>N\u00e4heres zu Papilio und den Kistenkobolden gibt\u00e2\u20ac\u2122s im Internet unter <span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"http:\/\/www.papilio.de\/\">www.papilio.de<\/a><\/span>. An Fortbildungen interessierte Erzieherinnen k\u00f6nnen sich au\u00dferdem an die <span style=\"text-decoration: underline;\">Fachstelle f\u00fcr Suchtpr\u00e4vention<\/span> wenden:<\/p>\n<p>Tina Wienr\u00f6der<br \/>\nDiakonisches Werk Fulda<br \/>\nHeinrich-von-Bibra-Platz 14<br \/>\n36037 Fulda<br \/>\nTel. 0661 \u2013 8388219<a href=\"mailto:wienroeder@diakonie-fulda.de\"><br \/>\nwienroeder@diakonie-fulda.de<\/a><\/p>\n<p>Die Personen auf dem Foto:<\/p>\n<p>Sitzend von links: Daniela Senger-Hoffmann von der HLS, Tina Wienr\u00f6der, Papilio Trainerin, Hannah Wienr\u00f6der und Nele Tetik, Dietmar Jokisch, AOK Hessen und Annett Schulz von Papilio e.V. Stehend die Puppenspieler der Augsburger Puppenkiste: Andreas Str\u00f6bl, Hans Kautzmann, Judith Gardner und Kristina Lehmann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00c2\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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