{"id":90664,"date":"2011-09-16T00:36:02","date_gmt":"2011-09-16T00:36:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=90664"},"modified":"2011-09-16T07:36:18","modified_gmt":"2011-09-16T07:36:18","slug":"tuv-hessen-wertet-aufzugsprufungen-aus-42-prozent-nicht-einwandfrei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=90664","title":{"rendered":"T\u00dcV Hessen wertet Aufzugspr\u00fcfungen aus: 42 Prozent nicht einwandfrei"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hessen. <\/strong>Wie der Verband der T\u00dcV e.V. (VdT\u00dcV) heute mitteilt, wurden 2010 in Deutschland fast 470.000 Aufzugsanlagen von den Zugelassenen \u00dcberwachungsstellen (Z\u00dcS) \u00fcberpr\u00fcft. Mindestens jeder zweite Aufzug (51,3 Prozent) hatte M\u00e4ngel. Das ist das Ergebnis des Anlagensicherheits-Reports, den der VdT\u00dcV gemeinsam mit den Z\u00dcS, darunter die des T\u00dcV Hessen in Darmstadt, heute vorstellt. \u00c4hnlich wie beim j\u00e4hrlichen T\u00dcV-Report f\u00fcr Autos sind darin M\u00e4ngelstatistiken der VdT\u00dcV-Mitglieder zusammengefasst. Demnach funktionierten nur 48,7 Prozent v\u00f6llig fehlerfrei \u2013 das waren 6,7 Prozentpunkte weniger als ein Jahr zuvor. Vor der Pr\u00fcfung waren es noch weniger, denn viele M\u00e4ngel wurden gleich vor Ort behoben.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Anlagen in Hessen mit weniger M\u00e4ngeln als der Bundesschnitt<\/strong><\/p>\n<p>Die M\u00e4ngelquote ist seit Jahren ansteigend, obwohl die Technik der Aufzugsanlagen permanent verbessert wird. Als Grund daf\u00fcr vermutet der VdT\u00dcV einen Zusammenhang mit der Wirtschafts- und Finanzkrise der vergangenen Jahre. Die scheint in Hessen allerdings weniger deutlich durchzuschlagen als im restlichen Bundesgebiet: \u201eDer Trend, dass M\u00e4ngel an Aufzugsanlagen zunehmen, ist in Hessen derzeit nicht ganz so gro\u00df, was wahrscheinlich an der guten wirtschaftlichen Situation in Hessen liegt\u201c, sagt Hans-Peter Zimmermann, als Bereichsleiter Industrie Service im T\u00dcV Hessen verantwortlich f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsfeld F\u00f6rdertechnik. Als Grund sieht Zimmermann aber auch, \u201edass die Experten des T\u00dcV Hessen mit vielen Betreibern der Aufzugsanlagen und Wartungsfirmen seit vielen Jahren im Dialog stehen\u201c. So k\u00f6nne man fr\u00fchzeitig etwa auf entstehende M\u00e4ngel durch Verschlei\u00df hinweisen.<\/p>\n<p><strong>H\u00e4ufig versagt der Notruf-Knopf<\/strong><\/p>\n<p>In Zahlen: Der T\u00dcV Hessen hat im vergangenen Jahr in Hessen fast 35.000 Aufz\u00fcge \u00fcberpr\u00fcft. Immerhin 14.750 Anlagen wiesen M\u00e4ngel auf. Richtig alarmierend sind die festgestellten Fehler selten: 56 Aufz\u00fcge mussten wegen \u201egef\u00e4hrlicher M\u00e4ngel\u201c sofort abgeschaltet, bzw. durch die \u00dcberwachungsbeh\u00f6rden stillgelegt werden. Bei 1700 Aufzugsanlagen traten \u201esicherheitserhebliche M\u00e4ngel\u201c auf. Doch auch kleinere Sch\u00e4den k\u00f6nnen f\u00fcr die Betroffenen unangenehm sein. \u201eBesonders h\u00e4ufig sind die vorhandenen Notrufsysteme ohne ausreichende Funktion\u201c, wei\u00df Zimmermann. Bleibt der Aufzug h\u00e4ngen, komme daher oft erst sp\u00e4t Hilfe \u2013 f\u00fcr viele Menschen ein Alptraumgedanke.<\/p>\n<p><strong>J\u00e4hrlicher Wechsel von Zwischenpr\u00fcfung und umfangreicher Wiederkehrender Pr\u00fcfung<\/strong><\/p>\n<p>Ein vorschriftsm\u00e4\u00dfig betriebener Aufzug wird in Deutschland j\u00e4hrlich gepr\u00fcft. Es findet im j\u00e4hrlichen Wechsel eine Zwischenpr\u00fcfung und eine umfangreiche Wiederkehrende Pr\u00fcfung durch speziell ausgebildete Sachverst\u00e4ndige einer Z\u00dcS statt. Dabei werden unter anderem Fahrverhalten, Sicherheits- und Nothaltvorrichtungen und die Funktion der Fahrkorbt\u00fcren einer intensiven Pr\u00fcfung unterzogen.<\/p>\n<p><strong>&#8220;Die Gefahren werden h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Die M\u00e4ngelbeseitigung nach der Pr\u00fcfung wird teilweise nachl\u00e4ssig gehandhabt. Dies mussten die unabh\u00e4ngigen Pr\u00fcfingenieure von T\u00dcV Hessen feststellen: \u201eBei der Nachpr\u00fcfung fielen leider immer noch \u00fcber 400 Aufz\u00fcge durch, die wir wegen nicht behobener gravierender M\u00e4ngel den \u00dcberwachungsbeh\u00f6rden melden mussten. Die Gefahren werden h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt\u201c, erkl\u00e4rt Zimmermann. Wenn gef\u00e4hrliche M\u00e4ngel festgestellt werden, m\u00fcssen die Defekte umgehend behoben werden. Der Betreiber tr\u00e4gt die Verantwortung f\u00fcr die Veranlassung von Reparatur und Wartungsarbeiten sowie Pr\u00fcfungen. \u201eWer hier versucht, Kosten um jeden Preis einzusparen, geht ein hohes Risiko ein\u201c, sagt Zimmermann.<\/p>\n<p><strong>Regelm\u00e4\u00dfige Pr\u00fcfungen weiterhin wichtig<\/strong><\/p>\n<p>Den Z\u00dcS fehlt es an Kontrollbefugnissen, seit 2008 die Aufzugspr\u00fcfungen im Zuge der EU-Gesetzgebung liberalisiert wurden. Die T\u00dcV-Experten sch\u00e4tzen deshalb, dass es eine hohe Dunkelziffer an defekten Aufz\u00fcgen gibt. Etwa 200.000 bis 250.000 Aufz\u00fcge in Deutschland werden gar nicht von einer Z\u00dcS \u00fcberpr\u00fcft. Ob ein Aufzug gepr\u00fcft ist, erkennt man an der Pr\u00fcfplakette der pr\u00fcfenden Z\u00dcS \u2013 es ist allerdings dem Betreiber freigestellt, sie am Aufzug anbringen zu lassen.<br \/>\nDamit technische M\u00e4ngel weiterhin rechtzeitig entdeckt und Unf\u00e4lle verhindert werden, sollten Aufz\u00fcge wie bislang durch Sachverst\u00e4ndige von unabh\u00e4ngigen Organisationen wie dem T\u00dcV Hessen regelm\u00e4\u00dfig gepr\u00fcft werden, fordert Zimmermann.<\/p>\n<p>Weitere Informationen erhalten Sie unter <a href=\"http:\/\/www.tuev-hessen.de\" target=\"_blank\">www.tuev-hessen.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hessen. Wie der Verband der T\u00dcV e.V. (VdT\u00dcV) heute mitteilt, wurden 2010 in Deutschland fast 470.000 Aufzugsanlagen von den Zugelassenen \u00dcberwachungsstellen (Z\u00dcS) \u00fcberpr\u00fcft. Mindestens jeder zweite Aufzug (51,3 Prozent) hatte M\u00e4ngel. 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