{"id":90534,"date":"2011-09-13T00:10:27","date_gmt":"2011-09-13T00:10:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=90534"},"modified":"2011-09-13T06:31:55","modified_gmt":"2011-09-13T06:31:55","slug":"gedenkveranstaltung-gegen-das-vergessen-der-orts-und-kreisgruppe-giesen-der-landsmannschaft-der-deutschen-aus-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=90534","title":{"rendered":"Gedenkveranstaltung \u201eGegen das Vergessen\u201c der Orts- und Kreisgruppe Gie\u00dfen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/110912_Gedenkveranstaltung.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-90536\" title=\"110912_Gedenkveranstaltung\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/110912_Gedenkveranstaltung-265x176.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/110912_Gedenkveranstaltung-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/110912_Gedenkveranstaltung.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Gie\u00dfen.<\/strong> Die Orts- und Kreisgruppe Gie\u00dfen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland hat bei ihrer Veranstaltung \u201eGegen das Vergessen\u201c im Gie\u00dfener Rathaus des 70. Jahrestages der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion gedacht. Die Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung f\u00fcr Heimatvertriebene und Sp\u00e4taussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf, dankte als Schirmherrin in ihrer Festansprache der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland f\u00fcr die offene und partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Bundes- und Landesebene und auch auf \u00f6rtlicher Ebene in Gie\u00dfen.<!--more--><\/p>\n<p>Die Landesbeauftragte zeigte sich erfreut, dass in der Veranstaltung auch die Ausstellung \u201eVolk auf dem Weg \u2013 Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland\u201c gezeigt wurde. Gleichfalls habe sie das Buch \u201eZeitzeugen berichten\u201c, das im Laufe des Programms pr\u00e4sentiert wurde, beeindruckt. \u201e Die Zeitzeugen bewahren das russlanddeutsche Kulturerbe und halten es f\u00fcr die Nachwelt fest. F\u00fcr dieses Buch geb\u00fchrt dem Orts- und Kreisverband Gie\u00dfen mit seiner Vorsitzenden Rosa Tugova ein gro\u00dfer und verdienter Dank. Ich bin froh, dass sich mein Einsatz f\u00fcr die F\u00f6rderung des Buches durch das Hessische Sozialministerium wirklich gelohnt hat\u201c, so Frau Ziegler-Raschdorf.<\/p>\n<p>In ihrer Festansprache ging Frau Landesbeauftragte Ziegler-Raschdorf auf den Erlass des Obersten Sowjet der UdSSR vom 28. August 1941 ein, aufgrund dessen die Deportation der Deutschen in der Sowjetunion erfolgte. Dieser Jahrestag verdiene zu Recht in der deutschen \u00d6ffentlichkeit eine besondere Beachtung. Gerade weil das Schicksal dieser Menschen, die als Deutsche nach Deutschland kamen und noch kommen, in unserer Gesellschaft nicht immer die erforderliche Beachtung findet, sollte dieser 70. Jahrestag der Deportation in angemessener Weise begangen werden.<\/p>\n<p>Die jahrzehntelange zwangsweise Verbannung der Deutschen in die entlegensten Gebiete des Russischen Reiches, die brutale Trennung der Familien, der jahrelange Dienst als Zwangsarbeiter in der Trudarmee unter unvorstellbaren Bedingungen, der Verlust der B\u00fcrgerrechte und aller kultureller Einrichtungen haben nicht nur die Existenz des Einzelnen und seiner Familie , sondern auch die Grundlagen der nationalen Identit\u00e4t der Volksgruppe ersch\u00fcttert und vielfach zu einer dauerhaften Entwurzelung gef\u00fchrt, unter der die Deutschen bis heute zu leiden haben. \u201eWir verneigen uns vor den Menschen, die dieses schlimme Schicksal erlitten haben\u201c, betonte die Landesbeauftragte.<\/p>\n<p>Da die meisten Auswanderer seinerzeit aus Hessen an die Wolga kamen, f\u00fchle sich das Land Hessen den Wolgadeutschen besonders verbunden und habe bereits im Jahr 1985 eine Patenschaft \u00fcber die Wolgadeutschen begr\u00fcndet. Die Hessische Landesregierung erkenne das schwere Leid an, dass die Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion w\u00e4hrend und nach dem Zweiten Weltkrieg erleiden mussten und wisse um die Verantwortung ihnen gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>\u201eOb es um die Eingliederung der Russlanddeutschen in unserem Land oder um die Kulturpflege geht: als Landesbeauftragte werde ich mich weiterhin f\u00fcr Sie einsetzen und Sie unterst\u00fctzen. Ich versichere Ihnen meine pers\u00f6nliche Verbundenheit und die der Hessischen Landesregierung. Wenn es um Ihre Anliegen geht, dann bin ich Ihre Ansprechpartnerin. Mein B\u00fcro steht Ihnen jederzeit offen\u201c, so Frau Ziegler-Raschdorf abschlie\u00dfend in ihrer Festansprache.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Gie\u00dfen. Die Orts- und Kreisgruppe Gie\u00dfen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland hat bei ihrer Veranstaltung \u201eGegen das Vergessen\u201c im Gie\u00dfener Rathaus des 70. 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