{"id":90353,"date":"2011-09-08T00:12:40","date_gmt":"2011-09-08T00:12:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=90353"},"modified":"2011-09-08T07:59:51","modified_gmt":"2011-09-08T07:59:51","slug":"grose-musik-der-romantik-im-fuldaer-dom-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=90353","title":{"rendered":"Gro\u00dfe Musik der Romantik im Fuldaer Dom"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/110908_Domkonzert.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-90354\" title=\"110908_Domkonzert\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/110908_Domkonzert-265x161.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"161\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/110908_Domkonzert-265x161.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/110908_Domkonzert.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. <\/strong>Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen und d\u00fcrfen die erfahrenen und bedeutenden Ch\u00f6re der Fuldaer Dommusik unter Leitung von Domkapellmeister Franz-Peter Huber einen so Ma\u00dfst\u00e4be setzenden Komponisten wie Franz Liszt zum Jubil\u00e4um seines 200. Geburtstages nicht au\u00dfer Acht lassen. Doch, was w\u00e4hlt man aus seinem hinterlassenen umfangreichen Werk\u00c2\u00a0 f\u00fcr Chor und Orchester aus? Die mehrfach zu h\u00f6rende Graner Messe (Missa solemnis), die bekannte \u201eLegende von der heiligen Elisabeth\u201c oder das verbreitete Passionswerk \u201eVia crucis\u201c? Mit welchen Werken der Romantik lassen sich Chorkompositionen von Franz Liszt sinn- und stilvoll kombinieren?<!--more--><\/p>\n<p>Wieder einmal ist es dem Fuldaer Domkapellmeister und seinen Ch\u00f6ren gelungen, ein nicht \u00fcbliches und sehr besonderes Programm zusammenzustellen. Wer wei\u00df schon, dass es von Liszt auch eine Kr\u00f6nungsmesse gibt? Im n\u00e4chsten gro\u00dfen Fuldaer Domkonzert k\u00f6nnen Sie diese Komposition erleben. Zur Komposition einer solchen Messe wurde Franz Liszt 1866 beauftragt. Der Anlass: Franz Joseph I. von \u00d6sterreich wurde 1867, nachdem er die ungarische Verfassung anerkannt hatte, zum K\u00f6nig von Ungarn gekr\u00f6nt (seine Frau ist die uns allen bekannte \u201eSissi\u201c). Bei der Kr\u00f6nungszeremonie in der Mattiaskirche Budapest erklang am 8. Juni 1867 als Urauff\u00fchrung die \u201eUngarische Messe\u201c von Franz Liszt. Eine gro\u00dfartige liturgische Musik f\u00fcr vier Solisten, vier- bis achtstimmigen Chor und symphonisches Orchester. Das \u201eCredo\u201c entlehnte Liszt aus der \u201eMesse royale\u201c des belgischen Komponisten Henry Du Mont (1610-1684). Nach der ungarischen Erstauff\u00fchrung erweiterte Liszt seine Messe um die Teile \u201eOffertorium\u201c und \u201eGraduale\u201c.<\/p>\n<p>Wie diese Liszt-Messe, so geh\u00f6ren auch die beiden anderen Werke, die in dem Domkonzert die Messe umrahmen, nicht zu den st\u00e4ndigen Konzertrepertoirest\u00fccken. Zu Beginn erklingt das fulminante Konzert f\u00fcr Orgel und gro\u00dfes Orchester op. 137 von Joseph Rheinberger, der von 1853 bis zu seinem Tod 1901 der bedeutende Dirigent und Organist in M\u00fcnchen war. Sein Ruf als pr\u00e4gender Komponist und Kompositionslehrer beschr\u00e4nkte sich nicht auf Deutschland, sondern strahlte \u00fcber Europa hinaus bis in die USA.<\/p>\n<p>Von Giuseppe Verdi ist uns in der geistlichen Musik vorwiegend seine riesige Messa da Requiem bekannt. Konzentrierter und knapper, doch kompositorisch ebenso hoch qualifiziert, sind die \u201eQuattro pezzi sacri\u201c. Der letzte Teil dieser vier geistlichen St\u00fccke hat den Te Deum \u2013 Text zur Grundlage. Bis auf ein kurzes Sopran-Solo ist dieses Werk ein reines Chorst\u00fcck, sogar f\u00fcr achtstimmigen Doppelchor. Der Orchesterpart ordnet sich weitgehend begleitend und farbgebend dem Chor unter. Verdi komponiert hier eine vielf\u00e4ltige kontrastreiche und vitale Musik, deren r\u00e4umlich konzipierte Klanganlage besonders in den opulenten akustischen M\u00f6glichkeiten des Fuldaer Domes ihre Entfaltung finden wird.<\/p>\n<p>Ein Domkonzert mit nicht \u00fcblichem Standardprogramm, aber hoch bedeutenden und wundersch\u00f6nen Werken der geistlichen Musik. Sie sollten es sich nicht entgehen lassen. Dieses Konzert findet am Samstag, 5. November 2011, um 19.00 Uhr im Hohen Dom zu Fulda statt. Es musizieren unter der Leitung von Domkapellmeister Franz-Peter Huber die Gesangssolisten Silke Evers (Sopran), Britta Schwarz (Alt), Gerhard Br\u00fcckel (Tenor) und Johannes Weinhuber (Bass) zusammen mit dem Bachchor Eisenach, den Ch\u00f6ren am Fuldaer Dom und dem G\u00f6ttinger Symphonieorchester. Die Domorgel spielt Kirchenmusikdirektor Christian St\u00f6tzner, der auch den Bachchor Eisenach leitet.<\/p>\n<p>Eintrittskarten sind im Vorverkauf ab 26.9.2011 sowohl im Sekretariat der Ch\u00f6re am Fuldaer Dom, Eduard-Schick-Platz 3, Tel. 0661\/87-390, e-mail: <a href=\"mailto:choere-am-dom@bistum-fulda.de\">choere-am-dom@bistum-fulda.de<\/a>, in der Buchhandlung am Dom, Domdechanei 2 und in der Gesch\u00e4ftsstelle der Fuldaer Zeitung, Peterstor 18, zum Preis von 7 bis 18.00 \u00e2\u201a\u00ac (je nach Kategorie) erh\u00e4ltlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen und d\u00fcrfen die erfahrenen und bedeutenden Ch\u00f6re der Fuldaer Dommusik unter Leitung von Domkapellmeister Franz-Peter Huber einen so Ma\u00dfst\u00e4be setzenden Komponisten wie Franz Liszt zum Jubil\u00e4um seines 200. Geburtstages nicht au\u00dfer Acht lassen. 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