{"id":9017,"date":"2008-04-28T00:32:52","date_gmt":"2008-04-27T22:32:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=9017"},"modified":"2008-04-27T23:50:25","modified_gmt":"2008-04-27T21:50:25","slug":"vernissage-sagenhafte-rhoen-in-der-kunststation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=9017","title":{"rendered":"Vernissage \u201eSagenhafte Rh\u00f6n\u201c in der Kunststation"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/bubenbad-presse1.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-9030\" title=\"bubenbad-presse1\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/bubenbad-presse1-128x85.jpg\" alt=\"\" hspace=\"5\" width=\"128\" height=\"85\" align=\"left\" \/><\/a><strong>Kleinsassen.<\/strong> Auf sehr gro\u00dfe Resonanz stie\u00df die Vernissage der Sagenbilder des Rh\u00f6nmalers Lothar Reichardt aus D\u00f6rmbach am Fu\u00dfe der Milseburg. Die Ausstellungser\u00f6ffnung fand in der Kunststation Kleinsassen statt. Regina Rinke, Pr\u00e4sidentin des Rh\u00f6nklubs, konnte sich \u00fcber das Interesse an dem Projekt \u201eSagenhafte Rh\u00f6n\u201c zufrieden zeigen.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eIdeen m\u00fcssen wachsen\u201c \u2013 das hatte der K\u00fcnstler Lothar Reichardt der Fuldaer Zeitung in einem Interview gesagt. Die Idee, die\u201eSagenhafte Rh\u00f6n\u201c nach au\u00dfen zu dokumentieren, kam der Pr\u00e4sidentin anl\u00e4sslich der Kulturtagung, in der es um \u201eM\u00e4rchen, Mythen und Legenden\u201c ging. Ihr sei  klar geworden, welcher Schatz sich in den vielen Sagen rh\u00f6nweit verbirgt, der eigentlich viel zu wenig bekannt ist.<\/p>\n<p>So sei die Idee geboren worden, zum DWT 08 einige der original Sagenpl\u00e4tze, die an vielen Wanderwegen liegen, kenntlich zu machen, um sie vermitteln zu k\u00f6nnen. Insgesamt 11 dieser \u201eSchaupl\u00e4tze\u201c erhielten vom Rh\u00f6nklub den Zuschlag, dargestellt zu werden. Selbstverst\u00e4ndlich liegt es nicht im Interesse des Rh\u00f6nklubs, die Rh\u00f6n mit 1000 oder mehr Tafeln zu best\u00fccken. Schlie\u00dflich gebe es \u00fcber 1000 Sagen in der gesamten Rh\u00f6n!<\/p>\n<p>Getreu seiner Satzung ber\u00fccksichtigte der Rh\u00f6nklub alle 3 Bundesl\u00e4nder und verteilte die Sagen-Tafeln gerecht. 4 gibt es in Th\u00fcringen, 3 Tafeln in Hessen und wieder 4 in Bayern.<\/p>\n<p>Beauftragt mit der Erstellung der Bilder wurde der bekannte Rh\u00f6nmaler Lothar Reichardt, dem das Anliegen vorgetragen worden war und der sofort die Zusage gegeben hatte, sich der Aufgabe zu stellen.<\/p>\n<p>Mehr als ein Jahr lie\u00df sich der K\u00fcnstler die Sagentexte und die Schaupl\u00e4tze durch den Kopf gehen, um sie auch originalgetreu darstellen zu k\u00f6nnen. Die Ergebnisse seiner vielen Recherchen zeugen von reicher Fantasie, aber auch von einem enormen Wissen \u00fcber Sitten und Gebr\u00e4uche der Vergangenheit. Ob es die Kleidung der Menschen betrifft, die Burgen und ihre Bewohner, den heiligen Gangolf oder die arme Gilsela in eisiger winterlicher Landschaft \u2013 alle Details passen zu jeder Sage.<\/p>\n<p>Lothar Reichardt hat die Idee wachsen lassen und schlie\u00dflich bestens umgesetzt. \u201eEs war mein Wunsch, Bilder malen zu lassen, die f\u00fcr Kinder verst\u00e4ndlich sind, denn der Rh\u00f6nklub will vor allem junge Menschen mit den Sagen animieren zu wandern in unserer wahrhaftig \u201esagenhaften Rh\u00f6n\u201c, sagte Regina Rinke in ihrer Begr\u00fc\u00dfung. Dank sagte sie nicht nur dem K\u00fcnstler sondern auch den vielen, die am Gelingen des Projektes beteiligt sind.<\/p>\n<p>Der Naturpark Hessische Rh\u00f6n \u00fcbernahm die Kosten f\u00fcr 3 Tafelh\u00e4uschen und stellte seine Technik bei der Montage zur Verf\u00fcgung. Letzteres taten auch der Naturpark Bayerische Rh\u00f6n sowie das Regionalforum Th\u00fcringer Rh\u00f6n. Finanzielle \u00dcberst\u00fctzung kam vom Sparkassen- und Giroverband Hessen\/Th\u00fcringen und den Stiftungen der Sparkassen in Bad Kissingen und Rh\u00f6n-Grabfeld. Besonderen Gru\u00df entbot Regina Rinke Herrn Stefan Oestreich von der Firma Dehler-Design, mit dem sie w\u00e4hrend der Umsetzung des Projektes bestens zusammengearbeitet habe.<\/p>\n<p>Gru\u00df- und Dankesworte sprachen der B\u00fcrgermeister der Gemeinde Hofbieber, Markus Schafft und der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des VNLR, Martin Kremer, der die gute Zusammenarbeit zwischen Naturpark, Biosph\u00e4renreservat und Rh\u00f6nklub hervorhob. Der Rh\u00f6nmaler selbst berichtete von seinen Erkenntnissen \u00fcber den Sinn der Sagen, die ihm w\u00e4hrend der Arbeit gekommen seien. Aus Unwissenheit \u00fcber Zusammenh\u00e4nge in der Natur haben die Menschen fr\u00fcher sich ihre Erkl\u00e4rungen \u00fcber Unheil, Unwetter usw. selbst zusammengereimt \u2013 so sei es zu dem Erscheinen des Teufels oder des Riesen Mils gekommen. Den meisten Sagen liege eine wahre Begebenheit  deutlich bei der Gisela-Sage vom Sodenberg- zugrunde.<\/p>\n<p>Weil ihr die Sagenbilder so gut gefielen, sei der Pr\u00e4sidentin eine weitere Idee gekommen, die verwirklicht werden konnte. Es sei einfach zu schade gewesen, die sch\u00f6nen Bilder und auch die Sagen nur auf 11 Tafeln darzustellen. Man m\u00fcsste daraus noch ein Buch machen! So konnte der Rh\u00f6nklub nicht nur die sch\u00f6nen Originalbilder pr\u00e4sentieren und im Anschluss an die Er\u00f6ffnung der Ausstellung zu der ersten Sagentafel am \u201eBubenbad\u201c wandern, sondern auch das dazu passende Buch, in dem Wandervorschl\u00e4ge zu den 11 \u201eSchaupl\u00e4tzen\u201c aufgezeigt sind, vorstellen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der  Kleinsassener Stubenmusik, die ihre zarten Musikbeitr\u00e4ge ganz den stimmungsvollen Sagen-Bildern angepasst hatte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Kleinsassen. Auf sehr gro\u00dfe Resonanz stie\u00df die Vernissage der Sagenbilder des Rh\u00f6nmalers Lothar Reichardt aus D\u00f6rmbach am Fu\u00dfe der Milseburg. Die Ausstellungser\u00f6ffnung fand in der Kunststation Kleinsassen statt. 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