{"id":89965,"date":"2011-09-01T00:24:02","date_gmt":"2011-09-01T00:24:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=89965"},"modified":"2011-09-01T06:58:02","modified_gmt":"2011-09-01T06:58:02","slug":"gesicht-zeigen-gegen-gewalt-aufgabe-fur-alle-burger-bleibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=89965","title":{"rendered":"\u201eGesicht zeigen gegen Gewalt\u201c &#8211; Aufgabe f\u00fcr alle B\u00fcrger bleibt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vogelsbergkreis. <\/strong>Die Initiative \u201eGesicht zeigen gegen Gewalt \u2013 Vogelsberg weltoffen und tolerant\u201c wurde zu Beginn des Jahres 2001 von 12 namentlich benannten Personen gegr\u00fcndet. Damals ging eine Welle fremdenfeindlicher Gewalt durch Deutschland und auch im Vogelsbergkreis wurden rassistische und rechtsextreme Vorf\u00e4lle bekannt. Nach dem Vorbild der in Berlin gegr\u00fcndeten Bewegung \u201eGesichtzeigen\u201c fand die Vogelsberger Initiative schnell breite Unterst\u00fctzung quer durch alle Bev\u00f6lkerungsgruppen, Parteien und Weltanschauungen. In offenen Treffen wurden Ziele diskutiert und Aktionen beschlossen, die sehr viel Aufmerksamkeit und Anklang fanden. Die Zahl der namentlichen Unterst\u00fctzer stieg innerhalb weniger Wochen und erreichte einen Stand von fast 400.<!--more--><\/p>\n<p>Durch die aktive und kostenlose Mitarbeit von Designern und Druckereien war es m\u00f6glich, mehrere Plakatmotive kreisweit zu verbreiten, die teilweise bis heute an \u00f6ffentlichen Stellen sichtbar sind. Landrat Rudolf Marx \u00fcbernahm die Schirmherrschaft. Alle B\u00fcrgermeisterinnen und B\u00fcrgermeister des Landkreises schlossen sich als offizielle Unterst\u00fctzer der Initiative an. Tatkr\u00e4ftig und dauerhaft organisiert wurde \u201eGesicht zeigen\u201c vor allem durch die Volkshochschule (Hans-G\u00fcnter Oer), durch das Dekanat Vogelsberg (Dr. Volker Jung) und das Pfarramt Lauterbach der Kath. Kirche (Pfr. Heinrich Sch\u00e4fer). Zahlreiche j\u00fcngere und \u00e4ltere B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger beteiligten sich aktiv in Diskussionen, bei Informationsst\u00e4nden und beim Verteilen von Plakaten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentliche Unterst\u00fctzung, Zusammenarbeit und finanzielle F\u00f6rderung erfuhr die Initiative auch durch regionale Banken und Firmen, Sportvereine, Schulkonferenzen und Zeitungsredaktionen. Zu den Aktivit\u00e4ten z\u00e4hlten unter anderem: Seminare \u201eArgumentationstraining gegen Stammtischparolen\u201c, Anzeigenserien in der Tageszeitung, Aufbau und Pflege einer Webseite, Begegnungen zwischen Christen, Muslime, Juden in der Region, offenes Eintreten gegen Werbeaktionen der rassistischen NPD, Ausstellungen und ein Video-Wettbewerb.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Leistungen im Jahr 2003 erhielt die Initiative den mit 2.000 Euro dotierten Preis f\u00fcr Engagement und Zivilcourage im Rahmen des Wettbewerbs \u201eAktiv f\u00fcr Demokratie und Toleranz\u201c. Die st\u00e4ndige und enge Kooperation mit dem Jugendamt des Vogelsbergkreises m\u00fcndete in dem mehrj\u00e4hrigen Projekt \u201eVielfalt tut gut\u201c. Die Gr\u00fcnder der Initiative sind nach mehr als 10 Jahren der Auffassung, dass \u201eGesicht zeigen\u201c eine positive und nachhaltige Wirkung in dem Bem\u00fchen um \u201eToleranz und Demokratie\u201c erzielt hat. Sie beenden die Initiative und setzen darauf, dass das Prinzip \u201eWehret den Anf\u00e4ngen\u201c auch k\u00fcnftig in der Region von vielen B\u00fcrgern aktiv gelebt werden wird. Noch vorhandene Spendengelder wurden treuh\u00e4nderisch dem Jugendbildungswerk \u00fcbergeben und werden dort im Sinne der Initiative verwendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. Die Initiative \u201eGesicht zeigen gegen Gewalt \u2013 Vogelsberg weltoffen und tolerant\u201c wurde zu Beginn des Jahres 2001 von 12 namentlich benannten Personen gegr\u00fcndet. Damals ging eine Welle fremdenfeindlicher Gewalt durch Deutschland und auch im Vogelsbergkreis wurden rassistische und rechtsextreme Vorf\u00e4lle bekannt. 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