{"id":89577,"date":"2011-08-23T00:14:21","date_gmt":"2011-08-23T00:14:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=89577"},"modified":"2011-08-23T07:02:03","modified_gmt":"2011-08-23T07:02:03","slug":"pop-oratorium-da-beruhren-sich-himmel-und-erde-urauffuhrung-als-emotionales-projekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=89577","title":{"rendered":"Pop-Oratorium \u201eDa ber\u00fchren sich Himmel und Erde\u201c &#8211; Urauff\u00fchrung als emotionales Projekt"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/110822_PopOratorium1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-89591\" title=\"110822_PopOratorium\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/110822_PopOratorium1-265x170.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"170\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/110822_PopOratorium1-265x170.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/110822_PopOratorium1.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Kassel.<\/strong> Ein Elisabethoratorium in der Elisabethkirche. Noch dazu als Urauff\u00fchrung mit evangelischen und katholischen K\u00fcnstlern aus Kassel und K\u00f6ln. Am 10. September hat \u201eElisabeth \u2013 Da ber\u00fchren sich Himmel und Erde\u201c um 20 Uhr Premiere in Kassel. Wir sprachen mit der Schauspielerin Andrea C. Ortolano (Kassel), Bandleiter Thomas Quast (K\u00f6ln) und Produzent Marcus Leitschuh (Kassel).<!--more--><\/p>\n<p><em><strong>Frau Ortolano, Sie werden die Heilige Elisabeth spielen und haben auch deren Sprechtext geschrieben. Wie haben Sie sich diese schwierige Rolle erarbeitet?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Andrea C. Ortolano:<\/strong> Mich faszinieren immer schwierige, sperrige Charaktere- und als \u00fcberzeugte Christin erst Recht die herausragenden christlichen Pers\u00f6nlichkeiten. Nachdem ich die Biografie der Elisabeth von Th\u00fcringen gelesen hatte, war mir klar, dass ich mir diese Figur erarbeiten wollte. ein vierj\u00e4hriges Kind, eine ungarische K\u00f6nigstochter, wird entwurzelt, findet Aufnahme und Heimat am F\u00fcrstenhof und macht eine ungeheuerliche Wandlung durch.<\/p>\n<p><strong><em>Wie kam es zu der Idee?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Marcus Leitschuh:<\/strong> Bei einem Ruhama-Konzert viel mir auf, dass viele Lieder einen Bezug zum Leben der Heiligen Elisabeth haben. Ausschlaggebend war dann der wohl bekannteste Hit von Ruhama. \u201eDa ber\u00fchren sich Himmel und Erde\u201c, das sagt alles \u00fcber diese mittelalterliche Frau, die so aktuell ist.<\/p>\n<p><em><strong>Eli<\/strong><strong>sabeth starb als bekannteste Pers\u00f6nlichkeit ihrer Zeit im Alter von 24 Jahren in Marburg. Was wollen Sie dem Publikum mit Ihrer Darstellung vermitteln?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Andrea C. Ortolano:<\/strong> Die Wege des Herrn sind unergr\u00fcndlich, f\u00fcr uns selten zu verstehen und doch am Ende stimmig. Auch, wenn Elisabeth schon so jung stirbt, wage ich r\u00fcckblickend trotzdem von einem Happy End zu sprechen.<\/p>\n<p><strong><em>Hinter Ruhama verbergen sich Profimusiker, die aber meist nicht als Profis arbeiten&#8230;<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Thomas Quast:<\/strong> Seit inzwischen 25 Jahren sind wir bei jedem Kirchen- und Katholikentag dabei gewesen, haben bei vielen Gro\u00df-Gottesdiensten im Fernsehen mitgewirkt, so zum Beispiel beim Schlussgottesdienst des \u00d6kumenischen Kirchentages 2003 in Berlin vor dem Reichstag. \u00dcber die Jahre haben wir 13 eigene CDs ver\u00f6ffentlicht, darunter auch ein Musikspiel und eine Musikrevue. Und haben lange Jahre mit dem Kabarettisten Hanns Dieter H\u00fcsch Kabarett und Songs zusammengebracht. Unsere Lieder werden in ganz Deutschland von Bands und Ch\u00f6ren gesungen und gespielt. Das alles funktioniert auch deshalb, weil Ruhama als Band nicht in erster Linie kommerziell arbeitet, sondern wir auch als inhaltliches \u201eDauerprojekt\u201c verbunden sind.<\/p>\n<p><em><strong>Ist &#8220;Ruhama&#8221; eine katholische Band?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Thomas Quast:<\/strong> Ruhama versteht sich als \u00f6kumenisch und konfessions\u00fcbergreifend. Wir kommen ganz \u00fcberwiegend aus der katholischen Tradition, zugleich ist seit mehr als zwanzig Jahren die evangelische Johanneskirche in K\u00f6ln unsere \u201e\u00f6kumenische Heimatgemeinde\u201c. So spiegeln unsere Lieder auch das Engagement der Band f\u00fcr einen lebendigen, geschwisterlichen und solidarischen Glauben wider \u2013 und f\u00fcr eine \u00f6kumenische Kirche.<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet f\u00fcr Sie als Schauspielerin das Format \u201ePop-Oratorium\u201c und die Zusammenarbeit mit der Band \u201eRuhama?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Andrea C. Ortolano:<\/strong> Ich freue mich sehr auf diesen Gegenpol: die fr\u00f6hliche, teils mitrei\u00dfende Musik der Band, die ein musikalisches Zeugnis ablegt und die erst kindlich-heitere und am Ende recht fanatische junge Elisabeth, deren Leben eine eher beklemmende Wandlung nimmt \u2013 und die f\u00fcr ihre Liebe zu Christus ihr Leben opfert.\u00c2\u00a0 Das Pop-Oratorium wird unser Leben widerspiegeln: ein Gemenge aus Schwerem und Leichtem, zu ertragen durch den Glauben.<\/p>\n<p><em><strong>Was versteckt sich hinter dem Begriff &#8220;Pop-Oratorium&#8221;? Bach meets Beat?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Thomas Quast:<\/strong> Mit den stilistischen Mitteln der Popmusik wird in einer Abfolge von Spiel- und Singszenen ein spirituelles und religi\u00f6ses Thema in Szene gesetzt: Das ist ein Pop-Oratorium. Also weniger Bach, daf\u00fcr aber viel Beat und beatgenerierte und beatassoziierte Musik. So wie Bach heute vielleicht komponieren w\u00fcrde. Musik und Songs, Schauspiel, Texte und Lichtinstallation verbinden sich zu einem Erlebnis im Kirchenraum.<\/p>\n<p><em><strong>Wird das ein Konzert, ein Musical, soll man mitsingen?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Thomas Quast:<\/strong> Es wird ein Konzert und Oratorium zum Zuh\u00f6ren und Mitsingen. Bei den Songs gibt es neben solistischen Facetten viele Mitsingpassagen. Daf\u00fcr wird ein Liedblatt ausgeteilt, das zum Mitsingen einl\u00e4dt. So wie es bei den Oratorien von Bach ja auch gro\u00dfe Chorpassagen gibt, bilden bei uns die Zuh\u00f6rer diesen Chor.<\/p>\n<p><em><strong>Welchen Bezug hat Ruhama zu Nordhessen und Kassel?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Thomas Quast:<\/strong> Als K\u00f6lner Band sind wir insbesondere im Rheinland unterwegs, seit unseren Anf\u00e4ngen vor mehr als 25 Jahren zugleich aber auch schon im ganzen Bundesgebiet aufgetreten. Allerdings sind wir in der Region bisher nur bis Fulda gekommen. Nach Kassel kommen wir erstmals und freuen uns sehr auf die Urauff\u00fchrung unseres \u201eElisabeth-Oratoriums\u201c in der Elisabethkirche. Die Verbindung nach Kassel besteht nicht zuletzt durch die langj\u00e4hrige Zusammenarbeit mit unserem Kasseler Freund und Autorenkollegen Marcus Leitschuh.<\/p>\n<p><em><strong>Sie hatten die Idee und produzieren die Urauff\u00fchrung. Was bedeutet das?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Marcus Leitschuh:<\/strong> Die Urauff\u00fchrung wird von mir ehrenamtlich als Gemeindemitglied von St. Elisabeth organisiert, kostet aber trotzdem 8000-10000 Euro. Ich bin sehr froh, dass durch die Unterst\u00fctzung der Bank f\u00fcr Kirche und Caritas, der Akademie der\u00c2\u00a0 Bruderhilfe Pax Familienf\u00fcrsorge, des Bonifatiuswerkes der Deutschen Katholiken und der Firma \u201eReal Audio\u201c das Projekt m\u00f6glich wird. Wir nehmen keinen Eintritt, damit es auch wirklich alle Interessierten sich leisten k\u00f6nnen, hoffen aber auf Spenden.<\/p>\n<p><em><strong>Neben Ihnen wirkt auch noch der Kasseler Pfarrer Reiner Degenhardt als Kirchenf\u00fchrer mit. Das klingt nach einem spannenden Projekt\u00e2\u20ac\u00a6<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Marcus Leitschuh:<\/strong> Es ist auch deshalb so aufregend, weil es keine gemeinsame Generalprobe geben kann. Alle Teile &#8211; Text, Musik, Licht &#8211; kommen erstmals bei der Urauff\u00fchrung zusammen. Dadurch wird sich die Neugier und kreative Spannung zwischen Zuschauern und allen K\u00fcnstlern abspielen, denn alle erleben auch emotional das Zusammenspiel das erste Mal und live. Es gibt kein fertiges Musiktheaterst\u00fcck, das nur vorgespielt wird. Es wird gemeinsam etwas geschaffen, inklusive der mitsingenden Zuschauer.<\/p>\n<p><em><strong>Kassel erlebt die Urauff\u00fchrung des St\u00fcckes. Warum sollte man sich das nicht entgehen lassen?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Andrea C. Ortolano:<\/strong> Nun, erstens hatte Marcus Leitschuh mit dem Pop-Oratorium eine grandiose Idee und hat sein Projekt noch dazu gl\u00e4nzend besetzt. Und Elisabeth ist heute noch immer aktuell: Sich selbst treu bleiben, ein Vorbild sein, Spuren hinterlassen, die linke Hand nicht wissen lassen, was die Rechte tut \u2013 wer strebt nicht danach? Unsere Welt w\u00e4re eine bessere, wenn es mehr Menschen und vor allem Politiker g\u00e4be, die sich das zum Prinzip machen. Und so wollen wir unser Publikum mit diesem St\u00fcck erfreuen, verzaubern und ber\u00fchren, denn wo Menschen sich begegnen\u00e2\u20ac\u00a6<\/p>\n<p><strong>\u201eElisabeth \u2013 Da ber\u00fchren sich Himmel und Erde\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Samstag, 10. September um 20 Uhr<br \/>\nKath. Kirche St. Elisabeth<br \/>\nFriedrichsplatz 13, Kassel \u2013 gegen\u00fcber dem Staatstheater<br \/>\nEintritt frei. (wer \/ 18. August 2011)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Kassel. Ein Elisabethoratorium in der Elisabethkirche. Noch dazu als Urauff\u00fchrung mit evangelischen und katholischen K\u00fcnstlern aus Kassel und K\u00f6ln. Am 10. September hat \u201eElisabeth \u2013 Da ber\u00fchren sich Himmel und Erde\u201c um 20 Uhr Premiere in Kassel. Wir sprachen mit der Schauspielerin Andrea C. 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