{"id":8887,"date":"2008-04-22T00:49:38","date_gmt":"2008-04-21T22:49:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=8887"},"modified":"2008-04-21T23:23:05","modified_gmt":"2008-04-21T21:23:05","slug":"fruehling-im-ehegarten-eheseminar-in-kuenzell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=8887","title":{"rendered":"Fr\u00fchling im Ehegarten &#8211; Eheseminar in K\u00fcnzell"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/080421_ehevorbr-2008-64.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-8914\" title=\"080421_ehevorbr-2008-64\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/080421_ehevorbr-2008-64-128x85.jpg\" alt=\"\" hspace=\"5\" width=\"128\" height=\"85\" align=\"left\" \/><\/a><strong>K\u00fcnzell.<\/strong> Wer den goldenen Herbst gemeinsam genie\u00dfen will, der muss im Fr\u00fchjahr sein Feld richtig bestellen. Das Eheseminar in K\u00fcnzell, geleitet von Pfarrer Rudolf Liebig und den Eheleuten Anita und Michael Jansen, stand daher ganz im Zeichen des Gartens. Der Garten war zwei Tage lang Symbol f\u00fcr die Ehe und das geplante lange Leben zun\u00e4chst zu zweit oder sp\u00e4ter mit Kindern.<!--more--><\/p>\n<p>In diesem Ehegarten scheint nicht immer die Sonne. Das war f\u00fcr die drei Paare, die sich in diesem Jahr noch trauen wollen, nicht nur ein Allgemeinplatz, sondern besondere Motivation f\u00fcr das Seminar. \u201eEs kann auch einmal regnen\u201c, diese Erkenntnis war den dreien ebenfalls nicht neu. Ein angehender Ehemann ging einen Schritt weiter: \u201eEs kann in unsere Ehe auch einmal richtig hinein hageln\u201c, sagte Andreas Reinhardt aus Zella. Den Garten auch sturmfest machen, daf\u00fcr sind Andreas und seine Braut Cordula Schewior sogar \u00fcber Landesgrenzen gegangen: Die beiden kommen aus Th\u00fcringen und haben den Kurs in K\u00fcnzell ganz bewusst unter vielen Angeboten ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>\u00dcber Grenzen hinweg heiraten wollen auch Tanja T\u00f6pfer und Rafael Gorzel aus Haimbach: Sie m\u00fcssen Konfessionsgrenzen \u00fcberwinden. Verbl\u00fcfft war die evangelische Christin zun\u00e4chst, dass es solche Ehevorbereitungskurse \u00fcberhaupt gibt. Vom Seminar \u00fcberzeugt war sie dann schnell: Wer sich vornimmt, nur einmal zu heiraten und den Rest des Lebens gemeinsam zu gestalten, der plant nicht nur die Hochzeit, sondern bereitet auch die Zeit danach gr\u00fcndlich vor. Gr\u00fcndlich hei\u00dft dabei auch: Sich Zeit nehmen.<br \/>\nZwei Tage waren die drei Paare in K\u00fcnzell zusammen. Zeit, sich kennen zu lernen und ein bisschen Vertrauen aufzubauen.<\/p>\n<p>Angenehm f\u00fcr die Teilnehmer: Es gab hier keine \u201eDruck-Betankung\u201c von \u201ekatholischem Fachwissen\u201c und praktische Tipps im kompakten Rekordtempo. Die Paare hatten Zeit, sich auszutauschen, wichtige Themen untereinander und mit der Kursleitung nicht nur anzusprechen, sondern ernsthaft zu ergr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Neub\u00fcrger in K\u00fcnzell sind Anja Eichner und Torsten Bug. F\u00fcr sie kann ein Teil des k\u00fcnftigen Gartens auch in der Gemeinde liegen. Denn nicht nur was im Garten w\u00e4chst, ist wichtig. Wichtig ist auch, wer den Garten besucht und mit Leben f\u00fcllt.<\/p>\n<p>Rudolf Liebig ging den jungen Leuten dabei durchaus als Experte durch, auch wenn er als Pfarrer ein eheloses Leben zu  meistern hat. Aber wer sein Baugrundst\u00fcck plant, der fragt auch den professionellen Garten- und Landschaftsbauer, und nicht nur den Nachbarn, weil der viele Rosen hat.<\/p>\n<p>Und G\u00e4rtnermeister Liebig hat Ratschl\u00e4ge. Im Ehegarten muss es auch ein Mistbeet geben, zum Beispiel. Hier werden Dinge, die im Weg stehen, nicht einfach nur vergraben. Was nur verdr\u00e4ngt wird, kommt eines Tages wieder. Im Mistbeet der Ehe werden Dinge zwar auch vergraben, aber dann eben umgeschichtet: Sie sind nicht weg, aber sie wandeln sich.<\/p>\n<p>Wer in seinem Garten auf Dauer gl\u00fccklich sein will, der sollte sich dort auch einige Abwechslung bieten. Rosen sind sch\u00f6n, aber immer und \u00fcberall nur machen die sch\u00f6nsten Rabatte fad und \u00f6d. Es gilt, aus dem Gewohnten, aus dem Alltagstrott herauszukommen und bewusst nachzudenken: Was erwartet uns noch? Und was erwarten wir noch? Hilfreich dabei: Der Blick zur\u00fcck, auf das bislang kurze gemeinsame Wegst\u00fcck.<\/p>\n<p>Und wichtig f\u00fcr den gelungen Garten sind nicht die gro\u00dfen Entscheidungen allein. Oft entscheidend sind Kleinigkeiten. In guten Ehen streitet man nicht, ob Taiwan in die Uno soll, sondern ob der eine die Zahnpastatube zudrehen muss oder offen liegen lassen darf. Diese Kleinigkeiten nahm das besondere Eheseminar in K\u00fcnzell daher ebenfalls ernst. Solch eine gro\u00dfe Kleinigkeit ist auch die Gestaltung des Hochzeitstages. \u201eWir heiraten nur einmal\u201c, sagen Tanja und Rafael aus Haimbach. Dieser Tag soll daher ein Leben lang in Erinnerung bleiben.<br \/>\n<strong><br \/>\nDas n\u00e4chste Eheseminar in K\u00fcnzell bieten Pfarrer Liebig und das Ehepaar Jansen am 3.\/4. April 2009. Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Paare beschr\u00e4nkt. Informationen und Anmeldungen gibt es im Pfarrb\u00fcro der Gemeinde St. Antonius, K\u00fcnzell.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>K\u00fcnzell. Wer den goldenen Herbst gemeinsam genie\u00dfen will, der muss im Fr\u00fchjahr sein Feld richtig bestellen. Das Eheseminar in K\u00fcnzell, geleitet von Pfarrer Rudolf Liebig und den Eheleuten Anita und Michael Jansen, stand daher ganz im Zeichen des Gartens. 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