{"id":88697,"date":"2011-07-31T00:11:25","date_gmt":"2011-07-31T00:11:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=88697"},"modified":"2011-07-31T08:41:51","modified_gmt":"2011-07-31T08:41:51","slug":"zeugnisse-christlicher-kunst-im-fuldaer-dommuseum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=88697","title":{"rendered":"Zeugnisse christlicher Kunst im Fuldaer Dommuseum"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>Es bietet einige \u00dcberraschungen und hat jetzt Hochsaison: Das Fuldaer Dommuseum, das Einblicke in christliche Kunst und die hiesige Fr\u00f6mmigkeitsgeschichte gibt, f\u00e4llt in mancher Hinsicht aus dem Rahmen musealer Vorstellungsmuster. So befindet sich seine erste Abteilung drau\u00dfen unter einer Glas gedeckten Pergola, dekorativ umgeben von einem schmucken Rosengarten: Die Steinsammlung erz\u00e4hlt auf ihre Weise fuldische Bauhistorie und f\u00fchrt die Besucher quasi zur Eingangshalle. Au\u00dferdem wird vor der T\u00fcr deutlich, dass die markante Barockfassade der Domdechanei eigentlich selbst ein Ausstellungsst\u00fcck des dort untergebrachten Museums ist.<!--more--><\/p>\n<p><strong><\/strong>Etliche Exponate dieses Domschatzes werden nicht nur pr\u00e4sentiert, sondern sind auch weiterhin in Gebrauch. Zu bestimmten Anl\u00e4ssen werden sie in die Kathedralkirche gebracht, denn sie haben ihre Bedeutung f\u00fcr deren festliche Liturgie. Angesichts dieser Tatsache ist das Museum auch Sakristei: \u201eEs beherbergt den kunsthistorisch bedeutenderen Teil der Domsakristei\u201c, erl\u00e4utert Professor Dr. Werner Kathrein und z\u00e4hlt dazu Monstranzen, Kelche, Paramente (liturgische Gew\u00e4nder) sowie die Reliquien und Aufbauten des Silberaltars aus dem Ende des 18. Jahrhunderts, der die Kathedralkirche zu Kirchenfesten schm\u00fcckt. Als Domdechant ist Kathrein der Hauptverantwortliche f\u00fcr das Dommuseum, das elf Mitarbeiter und pro Jahr etwa 12000 Besucher hat. \u201eWir vom Domkapitel verstehen dieses Museum als kulturellen Beitrag zum kirchlichen und \u00f6ffentlichen Leben in Fulda\u201c, erkl\u00e4rt er. Deshalb sehe man den hohen Aufwand f\u00fcr dessen Unterhaltung als gerechtfertigt an, so Kathrein.<\/p>\n<p>Das ganz Besondere der Ausstellung wird von Elisabeth Kollmann, einer der drei Museumsf\u00fchrerinnen im Auftrag des Bistums, so formuliert: \u201eWir haben hier den gr\u00f6\u00dften Paramentenschatz aus der Barockzeit in einem deutschen Museum.\u201c W\u00e4hrend ihrer anregenden F\u00fchrung weist sie auch auf Kostbarkeiten wie den Buseckschen Prunkornat hin, den der damalige F\u00fcrstabt Amand von Buseck zum Jubil\u00e4um \u201e1000 Jahre Kloster Fulda\u201c anno 1744 in Auftrag gegeben hatte. Kollmann relativiert freilich den Stellenwert des Materiellen: \u201eDer Ehre Gottes wird alles untergeordnet\u201c, betont sie und ist immer wieder begeistert von der Atmosph\u00e4re im Dommuseum. Den dort sehr gew\u00fcrdigten Heiligen Bonifatius stellt sie als Kirchenmann vor, der glaubensstark und auch sehr belesen gewesen sei, was die in Fulda aufbewahrten \u201eCodices Bonifatiani\u201c bis heute belegten. Die Botschaft des Bistumsheiligen laute deshalb nicht zuletzt: \u201eEs ist wichtig, sich Wissen anzueignen.\u201c<\/p>\n<p>Man kann im Dommuseum viel auf sich wirken lassen \u2013 zum Beispiel die Zeugnisse der Marienverehrung, die in Fulda seit dem Mittelalter immer besonders lebendig gewesen ist.\u00c2\u00a0 Au\u00dferdem wird Interessierten die Entwicklung der Klosterkirche hin zu dem barocken Dom n\u00e4her gebracht. Bei den Gem\u00e4lden sind unter anderem Werke von Lucas Cranach d. \u00c4. und Johann Heinrich Tischbein d. \u00c4. zu bewundern. Auch Einheimische k\u00f6nnen in diesem Museum noch dazu lernen \u2013 daf\u00fcr sorgen schon die F\u00fchrungen von Kollmann sowie ihren Kolleginnen Jutta Becker und Maria Rupprecht. Die festen Termine daf\u00fcr sind dienstags bis freitags um 10.30 Uhr und an den Wochenenden um 14.30 Uhr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Es bietet einige \u00dcberraschungen und hat jetzt Hochsaison: Das Fuldaer Dommuseum, das Einblicke in christliche Kunst und die hiesige Fr\u00f6mmigkeitsgeschichte gibt, f\u00e4llt in mancher Hinsicht aus dem Rahmen musealer Vorstellungsmuster. 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