{"id":88620,"date":"2011-07-29T06:30:14","date_gmt":"2011-07-29T06:30:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=88620"},"modified":"2011-08-01T06:30:29","modified_gmt":"2011-08-01T06:30:29","slug":"umweltverbande-und-burgerinitiative-erheben-einspruche-gegen-die-vertiefung-des-kalksteinbruchs-im-hessischen-grosenluder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=88620","title":{"rendered":"Umweltverb\u00e4nde und B\u00fcrgerinitiative erheben Einspr\u00fcche gegen die Vertiefung des Kalksteinbruchs im hessischen Gro\u00dfenl\u00fcder"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/110728_Steinbruch.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-88621\" title=\"110728_Steinbruch\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/110728_Steinbruch-265x198.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/110728_Steinbruch-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/110728_Steinbruch.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Gro\u00dfenl\u00fcder.<\/strong> Gegen den Antrag der Firma Zement- und Kalkwerke Otterbein GmbH &amp; Co KG zur Vertiefung des Kalksteinbruchs im hessischen Gro\u00dfenl\u00fcder haben u. a. der Bundesverband B\u00fcrgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und der Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz (BUND, Kreisverband Fulda und Landesverband Hessen) Einspr\u00fcche erhoben. Die Einspr\u00fcche wurden fristgerecht im Rahmen des offiziellen Planfeststellungsverfahrens beim zust\u00e4ndigen Regierungspr\u00e4sidium Kassel, Nebenstelle Bad Hersfeld, eingereicht.<!--more--><\/p>\n<p>Der BBU bezieht sich in seinem Einspruch auf das Grundgesetz und verweist auf das Recht auf Leben und k\u00f6rperliche Unversehrtheit, auf das Recht auf Eigentum, sowie auf das Recht der nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen. Der BBU h\u00e4lt das Vorhaben auf der Grundlage der vorgelegten Unterlagen f\u00fcr nicht genehmigungsf\u00e4hig.<\/p>\n<p>Zur Begr\u00fcndung seines schriftlichen Einspruchs betont der BBU, dass das Vorhaben nicht mit den Regelungen zum vorhandenen Heilquellenschutzgebiet, den benachbarten Trinkwasserschutzgebieten, den gesetzlichen gesch\u00fctzten Biotopen und dem Denkmalschutzgesetz in Einklang zu bringen ist. Zudem droht eine unzul\u00e4ssige Beeintr\u00e4chtigung der Natura 2000\/FFH-Gebiete im Einwirkungsbereich des Vorhabens. Sorgen bereitet dem BBU auch die geplante Verf\u00fcllung mit \u201cunbestimmtem\u00e2\u20ac\u009d Fremdmaterial im Grundwasserbereich und dass es zu einer unzul\u00e4ssigen Grundwasserabsenkung kommen kann.<\/p>\n<p>Weiterhin hei\u00dft es im Einspruch des BBU, dass das Aufkommen an Staub und L\u00e4rm systematisch untersch\u00e4tzt wird, die Sicherheit von Umwelt und Bev\u00f6lkerung bei den geplanten Sprengungen nicht gegeben, und die Erf\u00fcllung der Pflichten der St\u00f6rfall-Verordnung nicht dargelegt ist. Der BBU beantragt in seinem Einspruch die Durchf\u00fchrung eines Er\u00f6rterungstermins und dessen Bekanntmachung mindestens einen Monat vor seiner Durchf\u00fchrung.<\/p>\n<p>Der BUND kommt aufgrund der bestehenden M\u00e4ngel und Ermittlungsdefizite in seiner 40seitigen Stellungnahme ebenfalls zu dem Fazit, dass das beantragte Vorhaben nicht genehmigungsf\u00e4hig ist. Neben den bestehenden Defiziten wie beispielsweise bei der Betrachtung von Luftverunreinigungen und L\u00e4rm ist die Umweltvertr\u00e4glichkeitsuntersuchung in wesentlichen Teilen unvollst\u00e4ndig und kann daher nicht Gegenstand einer positiven beh\u00f6rdlichen Entscheidung sein. Au\u00dferdem w\u00e4re im Hinblick auf die unzureichende Standsicherheit eine Genehmigung des Plan\u00e4nderungsantrags aufgrund der Gef\u00e4hrdung des FFH-Gebietes \u201eKalkberge bei Gro\u00dfenl\u00fcder\u201c nicht mit europ\u00e4ischem Recht vereinbar. Gem\u00e4\u00df des BUND sind diese M\u00e4ngel so offensichtlich, dass das Verfahren mit einem Versagensbescheid zu beenden ist.<\/p>\n<p>Dass der Antrag der Zement- und Kalkwerke (ZKW) Otterbein auf Vertiefung ihres Kalksteinbruchs und Grundwasserabsenkung zu versagen ist, begr\u00fcndet auch die B\u00fcrgerinitiative Pro Lebensraum Gro\u00dfenl\u00fcder in ihrer Einwendung. Sogar in Nordrhein-Westfalen st\u00f6\u00dft das Vorhaben auf Ablehnung. Zum Schutz der biologischen Vielfalt haben auch M\u00fcnsterl\u00e4nder Umweltsch\u00fctzer einen Sammeleinspruch beim Regierungspr\u00e4sidium in Kassel eingereicht.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zu dem geplanten Ausbau des Kalksteinbruchs Gro\u00dfenl\u00fcder gibt es bei der B\u00fcrgerinitiative:<\/p>\n<p>Pro Lebensraum Gro\u00dfenl\u00fcder e.V.<br \/>\nc\/o Zum Atzmannstein 1<br \/>\n36137 Gro\u00dfenl\u00fcder<br \/>\nTelefon: 06648-620885<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.pro-grossenlueder.de\" target=\"_blank\">www.pro-grossenlueder.de<\/a><\/p>\n<p>Spenden werden auf das BI-Konto bei der Sparkasse Gro\u00dfenl\u00fcder, Konto-Nr. 29 003 765, BLZ 530 501 80, erbeten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Gro\u00dfenl\u00fcder. 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