{"id":88376,"date":"2011-07-24T00:15:39","date_gmt":"2011-07-24T00:15:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=88376"},"modified":"2011-07-24T13:27:48","modified_gmt":"2011-07-24T13:27:48","slug":"ideen-aus-dem-biospharenreservat-rhon-mit-zuruck-nach-afrika-genommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=88376","title":{"rendered":"Ideen aus dem Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n mit zur\u00fcck nach Afrika genommen"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/110721_Delegation.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-88377\" title=\"110721_Delegation\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/110721_Delegation-265x190.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"190\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/110721_Delegation-265x190.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/110721_Delegation.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Rh\u00f6n. <\/strong>Insgesamt 18 Leiter afrikanischer Biosph\u00e4renreservate und damit Vertreter aus 18 afrikanischen L\u00e4ndern weilten jetzt zu einem mehrt\u00e4gigen Besuch im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n. Einige Ideen, so ihr Fazit, werden sie mit zur\u00fcck nach Afrika nehmen, um dort ebenfalls eine nachhaltige Regionalentwicklung aufzubauen. \u201eSolche Besuche sind f\u00fcr uns sehr wichtig, denn dadurch\u00c2\u00a0 wird die Rh\u00f6n als Biosph\u00e4renreservat weltweit bekannt\u201c, sagte die stellvertretende Leiterin der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n, Dr. Doris Pokorny, die die Gruppe an allen Tagen begleitete und auch das Besuchsprogramm vorbereitet hatte. \u201eIn der Rh\u00f6n gibt es hervorragende\u00c2\u00a0 Projekte, die zeigen, wie \u00f6kologische, wirtschaftliche und soziale Belange unter einen Hut gebracht werden k\u00f6nnen\u00c2\u00a0 -\u00c2\u00a0 und das spricht sich inzwischen im Weltnetz der Biosph\u00e4renreservate herum. <!--more--><\/p>\n<p>Daneben sind die Diskussionen und Gespr\u00e4che mit ausl\u00e4ndischen Fachbesuchern auch immer ein wertvoller interkultureller Austausch f\u00fcr die hiesigen Betriebe und Akteure.\u201eHier in der Rh\u00f6n sehen wir in der Tat sehr gute Beispiele, wie eine nachhaltige Entwicklung funktionieren kann. Au\u00dferdem steht die Bev\u00f6lkerung hinter dem Biosph\u00e4renreservat und lebt diese Idee\u201c, meinte Florian Carius vom Bundesamt f\u00fcr Naturschutz in Bonn, das verantwortlich f\u00fcr den Besuch der internatonalen G\u00e4ste war. Die Rh\u00f6n sei f\u00fchrend, was beispielsweise die Entwicklung der \u00f6kologischen Landwirtschaft und die Vermarktung\u00c2\u00a0 regionaler Produkte betrifft. Bei dem Arbeitsbesuch der afrikanischen Gruppe im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n habe ganz klar der Austausch von Ideen im Vordergrund gestanden.<\/p>\n<p>Unter anderem sah sich die Delegation in der Rother Br\u00e4u, auf dem Biohof Gensler in Poppenhausen, bei der Rh\u00f6ner Apfelinitiative, der Bionade GmbH, im Informationszentrum \u201eHaus der Langen Rh\u00f6n\u201c in Oberelsbach und im Managementzentrum Oberelsbach um. Auf dem Biohof Ritter in Ostheim konnten sich die Fachleute \u00fcber die Diversifizierung eines landwirtschaftlichen Betriebs informieren und hofeigene H\u00e4hnchen und Truthahn aus dem Holzbackofen genie\u00dfen. Wie man in der Region erneuerbare Energie zum Wohle f\u00fcr die Region nutzen kann, stellte Andreas Bauer von der Agrokraft GmbH am Beispiel der Raiffeisen-Energie-Genossenschaften vor.<\/p>\n<p>Die Teilnehmer der Exkursion zeigten sich allesamt begeistert von den einzelnen Projekten, die in den vergangenen 20 Jahren im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n vorangebracht wurden. \u201eIch habe mich sehr f\u00fcr den Managementplan interessiert, den es hier in der Rh\u00f6n gibt. Denn ein solches Konzept, das alle Partner mit einbezieht, erlaubt unter der Ber\u00fccksichtigung des Naturschutzes auch eine wirtschaftliche Entwicklung\u201c, sagte Professor Dr. Paul Makenzi aus Kenia. Er ist Vorsitzender von AfriMaB, reinem Netzwerk afrikanischer Staaten zum des\u00c2\u00a0 UNESCO-Programm \u201eDer Mensch und die Biosph\u00e4re\u201c. In afrikanischen Biosph\u00e4renreservaten st\u00fcnde momentan noch sehr viel auf dem Papier, was in der Rh\u00f6n bereits umgesetzt ist.<\/p>\n<p>Dr. Chimwemwe Mawaya aus Malawi fand die Unterst\u00fctzung sowohl der \u00f6ffentlichen Hand als auch der Privatwirtschaft f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n beeindruckend. Die Rh\u00f6n lebe es anderen Regionen vor, dass es m\u00f6glich ist, Landwirtschaft und Naturschutz in Einklang zu bringen, indem zum Beispiel lokaltypische Sorten angebaut werden. Besonders lobte sie die Zusammenarbeit gro\u00dfer Unternehmen mit kleineren Landwirtschaftsbetrieben en vor Ort, so wie es die Bionade GmbH im Bereich\u00c2\u00a0 Holunderanbau praktiziere.<\/p>\n<p>Dr. Rupert Baber aus S\u00fcdafrika nannte es gut, dass zum Beispiel Betriebe die Idee des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n bewusst in ihr Marketing einbeziehen. \u201eIch nehme vom Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n mit nach Hause, wie man die lokale Bev\u00f6lkerung gezielt mit in die Ideen des Biosph\u00e4renreservats einbezieht und wie man es schaffen kann, durch Nachhaltigkeit einen Mehrwert zu erzielen, beispielsweise durch den Aufbau funktionierender regionaler Wirtschaftskreisl\u00e4ufe.\u201c<\/p>\n<p>Der Besuch in der Rh\u00f6n war f\u00fcr die afrikanischen Besucher Teil eines einw\u00f6chigen Workshops, der in Dresden auf einer internationalen Klimakonferenz begann und nach dem Besuch des Biosph\u00e4renreservates Rh\u00f6n seinen Abschluss in einer sogenannten \u201eRh\u00f6n-Deklaration\u201c fand, die von den Teilnehmern verabschiedet wurde, und die sich an die Verantwortlichen f\u00fcr Biosph\u00e4renreservate auf dem afrikanischen Kontinent richtet. Die Rh\u00f6n wird hierin als Modellbeispiel f\u00fcr eine sehr gute Umsetzung der Biosph\u00e4renreservatsidee bezeichnet, vor allem im Hinblick auf die\u00c2\u00a0 enge Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft.<\/p>\n<p>Foto: Carsten Kallenbach<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rh\u00f6n. Insgesamt 18 Leiter afrikanischer Biosph\u00e4renreservate und damit Vertreter aus 18 afrikanischen L\u00e4ndern weilten jetzt zu einem mehrt\u00e4gigen Besuch im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n. 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