{"id":88355,"date":"2011-07-21T00:30:46","date_gmt":"2011-07-21T00:30:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=88355"},"modified":"2011-07-21T06:43:01","modified_gmt":"2011-07-21T06:43:01","slug":"seltene-tier-und-pflanzenarten-fuhlen-sich-am-haunestausee-bei-marbach-heimisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=88355","title":{"rendered":"Seltene Tier- und Pflanzenarten f\u00fchlen sich am Haunestausee bei Marbach heimisch"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/110720_Haunestausee.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-88356\" title=\"110720_Haunestausee\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/110720_Haunestausee-265x175.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"175\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/110720_Haunestausee-265x175.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/110720_Haunestausee.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Petersberg-Marbach. <\/strong>Er wirkt wie ein kleines nat\u00fcrliches Kleinod, zwischen Petersberg und H\u00fcnfeld gelegen: der Haunestausee bei Marbach. Zwischen 1983 und 1989 entstanden, dient er dazu, durch eine technisch aufw\u00e4ndige Sperre \u00dcberschwemmungen im Haunetal zu vermeiden. Mit der Bauma\u00dfnahme wurden umfangreiche Renaturierungsprojekte der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde des Landkreises Fulda und des Betreibers der Haunetalsperre, des Wasserverbandes Haune, in Gang gesetzt. In einem Naturschutzgebiet von rund 30 Hektar wurde und wird noch heute eine \u00f6kologisch reichhaltige Auenlandschaft als Brut- und Rastgebiet f\u00fcr zahlreiche seltene und bedrohte Wasservogel- und verschiedene Entenarten geschaffen. Dar\u00fcber hinaus ist der Haunestausee ein Lebensraum und Laichbiotop f\u00fcr Amphibien, Fische und weitere an Gew\u00e4sser gebundene Lebewesen. Experten bezeichnen die Entwicklung dieses Naturschutzgebietes als \u00fcberaus positiv. Feuchtgebiete, Schilfzonen und Auenwald bieten nachhaltigen Naturschutz.<!--more--><\/p>\n<p>Der Haunestausee ist ein ideales Naherholungsgebiet, da er durch seine direkte N\u00e4he zum Naturschutzgel\u00e4nde eine hervorragende M\u00f6glichkeit bietet, die dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten zu jeder Tageszeit zu erleben. Beobachtungsst\u00e4nde an den Erholungswegen sowie Hinweistafeln erleichtern die Entdeckungstour. \u201eNaherholung und Naturschutz gehen eine gelungene Symbiose ein\u201c, betont Landrat Bernd Woide. In einer Studie des Vereins f\u00fcr Naturkunde Osthessen, des NABU Petersberg, der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde und der Gemeinde Petersberg hei\u00dft es: \u201eNaturerlebnis Hauneteiche &#8211; Entwicklung eines Naturschutzgebiets zum Domizil seltener Arten\u201c.<\/p>\n<p>In mehreren Sedimentfolgen des Bundsandsteins bildete sich die so genannte \u201eMarbacher Senke\u201c aus und gab ihr diesen eigenwilligen Charakter. Zehn Vegetationstypen sind hier zu finden: ein verlandeter Uferbereich mit R\u00f6hricht- und Staudenvegetation, ein Auwald, Hochstauden, Restfl\u00e4chen der ehemaligen Auewiesen, fast vegetationsfreie, offene Wasserfl\u00e4chen, von Erlen und Weiden gepr\u00e4gte Geh\u00f6lze, Best\u00e4nde der Schwarzerle und des Indischen Springkrauts, eine feuchte Ruderalflur sowie Binsen-Bulte. Auch S\u00e4ugetiere fanden und finden im Bereich der Hauneteiche ihre Heimat. Dazu geh\u00f6ren Rehe, Wildschweine, Feldhasen, Igel, Stein- und Baummarder, Iltisse, Gro\u00dfe Wiesel (Hermelin), Mauswiesel, Siebenschl\u00e4fer, Bisam, Maulwurf sowie verschiedene M\u00e4use- und Spitzmausarten. Dar\u00fcber hinaus ist die Hauneaue mit den angrenzenden Waldgebieten Lebensraum und Wanderkorridor f\u00fcr die Wildkatze und den Luchs. Zudem wurde der Biber im Herbst 2009 am Haunesee ausgewildert und soll f\u00fcr die Gestaltung der Wasserfl\u00e4chen sorgen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/110720_Haunestausee2.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"110720_Haunestausee2\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/110720_Haunestausee2-265x175.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"175\" \/> <\/a><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/110720_Haunestausee3.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"110720_Haunestausee3\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/110720_Haunestausee3-265x175.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"175\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eine gewisse Eigendynamik entwickelt(e) die Vogelwelt am Haunestausee. Viele der Arten sind auf der Roten Liste der Brutvogelarten Hessens aufgelistet. Das Spektrum reicht \u00fcber den Flu\u00dfregenpfeifer und Flu\u00dfuferl\u00e4ufer, Nilg\u00e4nse, Stock- und Kn\u00e4kenten bis hin zu Silber- und Graureiher. Des Weiteren findet der Wanderer und Spazierg\u00e4nger Bl\u00e4ssrallen (Blessh\u00fchner) sowie Teichrallen (Teichh\u00fchner). Zu beobachten sind auch Fischadler, Schwarzmilane, Kormorane, G\u00e4nses\u00e4ger sowie Hauben- und Zwergtaucher. Ebenfalls finden sich als Nahrungsgast bzw. Brutvogel der Schwarzstorch, der Eisvogel, der Teichrohrs\u00e4nger, die Rohrammer, das Blaukehlchen und die Beutelmeise.<\/p>\n<p>Bunt ist auch die Namensliste der Fische. Da keine Fische in die Hauneteiche eingesetzt wurden, gelangten sie entweder \u00fcber das Hochwasser der Haune in das stehende Gew\u00e4sser, oder Wasserv\u00f6ge brachten sie als an ihrem Gefieder klebenden Fischlaich mit. Zu nennen sind der Blaubandb\u00e4rbling, das Moderlieschen, der Hecht, die Schleie, das Rotauge sowie die Brasse. 25 bis 35 Libellenarten lautet die Erwartungshaltung der Experten am Haunestausee. Die Namen dabei sind oftmals kurios: Blaufl\u00fcgel-Prachtlibelle, Gemeine Binsenjungfer, das Kleine Granatauge, die Bleigr\u00fcne Mosaikjungfer, der Vierfleck, der Gro\u00dfe Blaupfeil sowie die dominierende Gro\u00dflibelle am Haunestausee, die Gro\u00dfe K\u00f6nigslibelle. Doch auch zahlreiche Tagfalterarten wie der Gro\u00dfgelbw\u00fcrflige Dickkopffalter, der Zitronenfalter oder der Schwalbenschwanz sind in diesem Naturschutzgebiet zu entdecken. Weiterhin bevorzugen Stechimmen, insbesondere Wildbienen, die trockenwarmen Lebensr\u00e4ume als Nist- und Trachthabitat.<\/p>\n<p>Der Haunestausee, dessen Wasserkraft zur Stromgewinnung von der \u00dcWAG genutzt wird, hat einen Dauerstauinhalt von 0,3 Millionen Kubikmeter auf einer Fl\u00e4che von 15,2 Hektar. Die Hochwassereinstaufl\u00e4che betr\u00e4gt 75,4 Hektar mit einem zus\u00e4tzlichen Hochwasserr\u00fcckhalteraum von rund 2,9 Millionen Kubikmeter.<\/p>\n<p>Fotos: Plappert<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Petersberg-Marbach. Er wirkt wie ein kleines nat\u00fcrliches Kleinod, zwischen Petersberg und H\u00fcnfeld gelegen: der Haunestausee bei Marbach. Zwischen 1983 und 1989 entstanden, dient er dazu, durch eine technisch aufw\u00e4ndige Sperre \u00dcberschwemmungen im Haunetal zu vermeiden. 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